Das folgende wollte ich schon heute mittag einstellen:
Adjua hat geschrieben:@Steinbock:
Solche Studien sind mittlerweile Standard. Gabs auch, um herauszufinden, welche Erreger damals die Pest wirklich verursacht haben. Einfach googeln.
Na dann dürfte doch die Vorlage einer einzigen Studie, die das entsprechende beweist kein Problem darstellen, wenn es so viele gibt, oder?
Übrigens bietet die Frau von Raoul Heinrich Francé in ihrem Buch "Die letzte Chance" eine andere Erklärung für die Pesttoten. Sie gleicht der Erkenntnis, die Robert Koch, der angebliche Entdecker des Cholera-Erregers, Ende des 19. Jahrhunderts in Ägypten und Indien gemach hat (morgen dazu auch mehr).
Und noch ein kurze Erläuterung zum Begriff wissenschaftlich (aus dem Interview mit Dr. Lanka). Das ist alles gar kein Hexenwerk!
Eine Aussage ist dann wissenschaftlich, wenn sie:
a) nachvollziehbar sind, also wenn die Vorgehensweise beim Erlangen von neuer Erkenntnis verständlich ist und diese Vorgehensweise auch verständlich erläutert wird
b) überprüfbar sind, also wenn andere Wissenschaftler an anderen Orten oder in anderen Ländern zu gleichen Ergebnissen bei gleichen Ausgangsbedingungen kommen
c) Vorhersagen ermöglichen
Auch aus dem Interview: Im Jahr 1998 sind die Regeln für wissenschaftliches Arbeiten konkret formuliert worden. Sie gelten in allen Ländern (Bundesländern?) und in allen Disziplinen.
Ansonsten kann man noch verkürzt sagen, dass Wissenschaft das Streben nach neuen Erkenntnissen zum Wohle der Allgemeinheit sind. Dabei sollten Forschung und Lehre immer zusammen gehören, wobei die Qualität der Lehre wohl doch immer stark vom rhetorischen Talent des Forschers bzw. Professors abhängt.