@ Sabi(e)ne und Hobbygaertnerin
Ich wühle auch am liebsten mit bloßen Händen in der Erde.
Letztes Jahr habe ich mir einen Betonmischer für die TP gegönnt.
Den Ziegelbruch gebe ich mit Wasser (mit EM) in den Mischer.
Dadurch werden die scharfen Kanten gebrochen.
Seid vorsichtig mit den EMils und Saatgut!
Auch wenn ich es noch nicht erlebt habe, hat Pit Mau erzählt, daß seine ersten Bohnen, die er damit wecken wollte, zu kleinen Kompostkugeln wurden.
@ Stieglitz
Deine Zweifel kann ich verstehen.
Ich hatte sie auch, bis ich selbst gesehen habe, daß der Schnee im Bereich meiner Terra Preta deutlich dünner liegt und der Boden nicht so gefroren ist, wie an anderen Stellen.
Dazu muß ich erklären, daß ich die TP nicht großflächig ausbringe, sondern jedes neue Pflanzloch soweit damit fülle, daß der spätere Wurzelballen sich voll darin ausbreiten kann. In meiner TP leben natürlich auch schon reichlich EM.
Durch Mischkultur, usw., erreiche ich damit über die Jahre eine wirklich tiefgründige Schwarzerde. Innerhalb der letzten 2 Jahre habe ich in meinem Hausgarten damit gut die Hälfte der Fläche der Beete optimiert. Die Schicht ist gut 15 cm dick
Zur Vorzucht nutze ich TP, die im Vorjahr bepflanzt war und dadurch nicht mehr so nährstoffhaltig ist.
Die peppe ich ein paar Wochen vor dem Einsatz nochmal mit frischen EMa auf.
Schädlinge, wie Thripse, hatte ich damit noch nie. Das Saatgut wurde von den EMils auch nicht als Futter angesehen. (siehe Warnung oben)
Dieses Jahr habe ich Maulwurferde hinzugegeben. Es muß ja auch zu etwas gut sein, wenn mir der kleine Buddler durch den Rasen tobt.
Nachdem ich im letzten Jahr festgestellt habe, daß die Heizmatte ausgefallen war, habe ich beschlossen ganz darauf zu verzichten.
Alles hat sich prächtig entwickelt. Mit diesem guten Start hatte ich auch praktisch keine Ausfälle in der Vegetationsphase.
Im Herbst gebe ich Küchenbokashi, das auch mit reichlich Pflanzenkohlestreu vermischt ist, auf alle Beete. Auf der Fläche kann ich allerdings keinen Temperaturunterschied feststellen.
Über den Winter wird mit Gründünger gemulcht.
Im Frühjahr mache ich das Grünzeug unter und lockere dabei den Boden nur leicht mit einer Grabegabel auf.
Meine Hochbeete sind klassisch aufgebaut. Die oberste Schicht besteht aus reiner TP.
Diese stelle ich mit allem her was dient.
Also z. B. Küchenbokashi, Rasenbokashi, Laubabfälle, Fätze aus meiner Komposttoilette ( mit Pflanzenkohle ), Tonscherben und reichlich frisch emilisierte Pflanzenkohlestreu.
EM, in verschiedenen Variationen, versprühe und giesse ich das ganze Jahr über, soweit die Bodentemperatur über 6°C liegt.
Futter haben die EMils also reichlich, Rückzugsmöglichkeiten auch.
Dadurch erkläre ich mir auch den Temperaturanstieg, gegenüber gewöhnlichem Boden. Sie finden gute Möglichkeiten und sind aktiv - Aktivität = Wärme.
PS: den gemessenen Temperaturunterschied von 6°C habe ich aus einem Buch von Anne Lorch.