Hallo Freunde,
ich will nochmal auf das Thema Folietunnel 5*12 und . . . und Tropfschläuche, die mit so wenig Druck .... aus Behälter auskommen ... zurückkommen.
Eine Niederdruckbewässerung unter 0,1 bar ist schwieriger zu realisieren, als man erwartet. Es gibt eine Menge Einflussfaktoren z.B. Bodenqualität, Bodenstruktur, geringfügige Höhenunterschiede, um nur einige zu nennen, die bei höheren Drücken keine nennenswerte Rolle spielen. Wenn man Glück hat, kann es zumindest eine Zeit lang ganz gut funktionieren ... wie vielleicht bei mike52.1 in Südafrika. Wenn man jedoch Pech hat, bilden sich an einigen Stellen ständig Pfützen (Nässeschäden - noch schlimmer ist es, wenn das Wasser an manchen Stellen unbemerkt nach unten abhaut) und an anderen Stellen vertrocknen trotz viel Wasseraufwand die Pflanzen. Natürlich ist ein Tropfschlauch mit großen Öffnungen, der innerhalb von kurzer Zeit trotz geringen Druck die gewünschte Wassermenge ausgibt, technisch kein Problem. Jedoch nimmt die Streuung zwischen den Tropfstellen durch viele neue Einflussfaktoren dann stark zu. Wenn man experimentieren (schon eher spielen) will, ist die Bemerkung von ihno
...ein einfacher 3/ 4 Zoll Pvc mit selbstgebastelten Löchern drinnen müste ja auch fast Drucklos funktionieren. Vorne kleine Löcher, weiter hinten ein paar größere wegen der Verteilung söllte dann ja fast nix kosten ...
so verkehrt nicht und wird von armen Bauern in Entwicklungsländern häufiger angewendet als man denkt. Wie gesagt, die entstehende Streuung ist bei großen Tropferleistungen (großen "Löchern") auch bei industriell hergestellten Schläuchen für diesen Druckbereich kaum in den Griff zu bekommen.
Wer's trotzdem teurer haben will, kann natürlich nach Tropfschläuchen mit sehr großen Tropferleistungen suchen. Das Familie Drip system von ....

ist vielleicht dazu ein Tipp. Aber bei dem vorgesehenen niedrigen Wasserdruck wird die Verteilung dadurch auch nicht viel besser - Der (wenn überhaupt angegeben) empfohlene Betriebsdruck liegt auf Grund der Kennlinien meist doch im Bereich oberhalb von min. 1 bar. Man muss deshalb damit rechnen, dass sich bei niedrigeren Druck die Bewässerungszeiten doch erheblich verlängern und die Wasserverteilung sehr ungleichmäßig über eine größere Fläche wird. Oder es können dann eben nur sehr kleine Beete/ Mikroareale/Tropfschlauchabschnitte nacheinander eingeschaltet werden. Man braucht dann aber jemand der alle 20 min (wie bei mike in Südafrika) ein anderes Beet auf und zu macht oder für jedes dieser Mikroareale/Tropfschlauchabschnitte/Beete eine separate Zuleitung und Steuereinheit . Bei einer größeren Anzahl der von camillodergaertner vorgeschlagenen ... Gardena Zeitschaltuhren für Niedrigdruck... oder gar einer Anzahl Wassermengenmesser ....
geht das richtig ins Geld

oder das ständige manuelle Auf- und Zuschalten in die Beine

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Deshalb unsere Versuche mit einem dip stick als bodenfeuchtegesteuerten Steuerelement und gelochten Schlauchabschnitten.
ES SOLL DA WAS GEBEN was so ähnlich ist und schon seit einiger Zeit als Balkonkastenbewässerung und fürs Freiland (nicht für Bereiche mit hoher Luftfeuchte) angeboten wird, in diesem Fall für die nur kurze Länge von 1,50m.
Vielleicht könnte so etwas ähnliches auch etwas für das gewünschte drucklose Bewässerungsvorhaben sein:
Eine Hauptzuführungsleitung - und parallel dazu einige Tropfschlauchabschnitte, die wie bei der Balkonkastenbewässerung mit dip stick's als Steuerungsventil ein- und ausgeschaltet werden.
Auf welche Länge (vielleicht für Ihre 12 m nur 2 Abschnitte a 6 m oder 6 Abschnitte a 2 m) so ein nahezu druckloser Schlauch jedoch noch so arbeitet, das sich keine Pfützen und Trockenstellen bilden, hängt wie eingangs erwähnt, von vielen Faktoren ab und ist schlecht vorauszusagen.
Momentan geht da noch probieren über studieren.
Ich habe mich an machen Stellen etwas unklar ausgedrückt, um nicht verbotene Werbung im Forum zu machen. Na Ja
Grüße Konrad