Peterle hat geschrieben:
Nachdem du also jetzt die Grundlagen (nach)gelesen hast und verworfen, wie würdest du das denn machen?
Wenn man dann die Vergangenheit als Maßstab nimmt ist das nicht der schlechteste Ansatz oder?
Ich finde die Übersicht jedenfalls tauglich für eine Entscheidungshilfe.
Wie ich das machen würde? Gar nicht! Jedenfalls nicht mit einem Betriebskostenvergleich für 20 Jahre in die Zukunft.
Die Betriebskosten sind immer nur rückblickend zu benennen, alles Andere ist Spekulation.
Überleg mal, was eine solche Prognose in den frühen 90ern (also vor 20 Jahren) als Entscheidungsgrundlage bedeutet hätte, wie nah man mit den DAMALS verfügbaren Daten aus der DAMALIGEN Vergangenheit an die tatsächlichen Entwicklungen in der Zeit bis heute heran gekommen wäre
Mit einer Wetterprognose für den Zeitraum hätte man wahrscheinlich eine höhere Trefferquote erzielt
Ich habe einige Zeit als Energieberater gearbeitet und bin genau das immer wieder gefragt worden: welches Heizsystem würden sie empfehlen"?
Die Antwort musste in den meisten Fällen die Verweigerung einer Empfehlung sein, weil es eben zu viele unkalkulierbare Faktoren gibt. In einigen Spezialfällen gibt es sinnvolle Präferenzen, aber in der Regel ist es ein Glücksspiel, das der Bauherr spielen muss.
Nur EIN Beispiel aus aktuellem Anlass. WER hätte VOR dem Gesetz über die Förderung der Fotovoltaik (EEG 2000) jemals daran gedacht, dass die Module mal so billig werden könnten, dass es unter bestimmten Umständen rentabel ist, mit dem so gewonnenen Strom + WP zu HEIZEN?
Und das ist keine 20, sondern erst 13 Jahre her.
Die Berechnungen solcher Betriebskostenvergleiche erinnert mich immer an Anlageberater bei der Bank. Die tun auch so als wüssten sie, was die Zukunft bringt.
P.S.: ich hatte zuerst nur die verlinkte Tabelle gelesen, erst später auch andere Seiten.