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Re: Stickstoff N
Verfasst: Di 27. Nov 2012, 12:48
von roland
ihno hat geschrieben:ein Hektar ist ja langsam anfangen
Ok, so gesehen hast du recht, ich denk in anderen Dimensionen
Die Wasserhaltekraft ist bei Humus ja enorm das ist auf anderen Böden sicher gut. Nur eben auf Moorböden die eh schon Nass sind ist das eher suboptimal
Das ist ein interessanter Punkt - denn im Humus ist das Wasser ja zum grossen Teil in Zellen oder interkristallin gebunden - somit wäre es sogar möglich, das er trockener befahrbar ist, als das Moor, wo das Wasser wie im Schwamm in den Poren gehalten wird.
Roland
Re: Stickstoff N
Verfasst: Di 27. Nov 2012, 12:50
von Manfred
Wie passen "Humus" und "interkristallin" zusammen?
Re: Stickstoff N
Verfasst: Mi 28. Nov 2012, 12:56
von roland
Manfred hat geschrieben:Wie passen "Humus" und "interkristallin" zusammen?
Auch im Humus is noch ein guter Teil Mineralisches. Irgendwas müssen ja auch die Mikroorganismen fressen, die Mineralien in Pflanzenverwertbares wandeln. Nur, gewöhnlich sinds halt keine Felsbrocken, sonder Sand.
Aber, du hast recht, interkristallin passt nich ganz, die Mengen sind zu klein. Aber das Wasser ist halt nich wie im Schwamm aufgesogen, sondern im Boden tatsächlich gebunden - bis die superfeinen Wurzelhärchen kommen und es aufsaugen
aus Humus-Bodenleben und Fruchtbarkeit hat geschrieben:
Die chemische Analyse spricht nur von „Wasser", wobei sie die Bindungsform nicht unter-
scheidet. Der Wassergehalt des Bodens stammt aber aus 3 verschiedenen
Quellen. Es kann sich handeln um:
1. chemisch gebundenes Kristallwasser,
2. plasmatisch fixiertes Wasser,
3. freies Kapillarwasser des Bodens.
Noch ein Zitat zum Mineralien im Humus:
aus Humus-Bodenleben und Fruchtbarkeit hat geschrieben:
Ein Idealboden sollte folgende Zusammensetzung aufweisen:
65% organische Substanz
20% edaphische Organismen
15% Mineralsubstanz.
Roland
Re: Stickstoff N
Verfasst: Mi 28. Nov 2012, 15:15
von Manfred
Da vermischt du die Begriffe Boden und Humus.
Humus enthält per Definition keine mineralische Substanz, sondern nur organische, und kann demnach auch eine Kristallbindungen eingehen. Wenn Humus durch Zersetzung (Bakterien etc.) mineralisiert, sprich abgebaut wird, ist er kein Humus mehr.
Im Boden hast du dann eine Mischung aus mineralischer und organischer Substanz, sprich Humus und Mineralien und andere Zutaten (Bodenleben etc.) werden gemischt.
Im Boden findest du dann auch entsprechend unterschiedliche Arten, wie das Wasser festgehalten wird.
Die Extreme reichen vom Moorboden, der fast nur aus organischer Substanz besteht, weil Mineralien nur über Wind und Wasser hinein gelanden, und fast von organischer Substanz freien mineralischen Böden.
Re: Stickstoff N
Verfasst: Do 29. Nov 2012, 00:13
von utebo
Manfred hat Recht. Da geht was arg durcheinander.
Hier gibt's einen schönen anschaulichen Vortrag zu dem Thema:
Humus im Boden und seine Bedeutung im Ökosystem
http://www.geowiss.uni-hamburg.de/i-bod ... _Boden.pdf
Re: Stickstoff N
Verfasst: Do 29. Nov 2012, 09:33
von roland
Manfred hat geschrieben:Da vermischt du die Begriffe Boden und Humus.
Humus enthält per Definition keine mineralische Substanz, sondern nur organische, und kann demnach auch eine Kristallbindungen eingehen. Wenn Humus durch Zersetzung (Bakterien etc.) mineralisiert, sprich abgebaut wird, ist er kein Humus mehr.
hab grad nochmal im Buch nachgelesen, bin ja noch am lernen - die Definition ist für Naturhumus, so zumindest die Definition von Frau France-Harrar
Und da ist auf jeden Fall nichtorganisches drin, und zwar nicht aus den mineralisierten Bakterien, sondern weil ursprünglich mal alles mineralisch war und durch jahrtausende währenden Bewuchs die organische Masse dazukam. Es ist aber immer noch mineralisches drin und für einen gesunden Boden auch notwendig. Die Bakterien, die die Sandkörner umschliessen und ganz langsam umwandeln sorgen über Jahre hinweg für ausreichend Mineralstoffe im Boden. Auch bilden sich, wie Du richtig geschrieben hast, aus den Körpern der Mini-Nutztiere

im Boden wieder Mineralische Strukturen.
Im Sprachgebrauch hat sichs eingebürgert, mit Humus nur den organischen Anteil zu meinen. Aber das ist halt der Teil, Den wir mit der Kompostierung versuchen herzustellen und ihn dann mit dem Humusarmen, stark Mineralhaltigen Boden zu mischen - aber damit ist der Kreislauf der Mikroorganismen halt nicht vollständig
Roland
Re: Stickstoff N
Verfasst: Fr 30. Nov 2012, 20:31
von Das Faultier
Um das Thema erst mal weiter zu bringen:
mach einfach eine Bodenprobe !
Meine Vermutung: die 80 Kg N könnte der Boden schon ohne weitere Düngung zumindest
die nächsten 3 Jahre vorrätig haben.
Um das für den Holunder nachhaltig zu machen, würde ich eine schöne Kräuterwiese
ansäen.
Das Faultier
Re: Stickstoff N
Verfasst: Mo 3. Dez 2012, 08:11
von Benutzer 2354 gelöscht
im Gegensatz zu den meisten anderen Nährstoffen werden die meisten N Formen vom Regen ausgewaschen

und dürften deshalb nicht im Übermass vorhanden sein.
Hab jetzt auch eine Planänderung werde Ertragshecken von 100m Länge machen und diese im Abstand von 20 m Pflanzen.
Unabhängig davon werde ich mal ne Bodenprobe zur Lufa schicken um zu sehen was denn für Nährstoffe im Boden sind . Ich berichte dann von den Ergebnissen

Re: Stickstoff N
Verfasst: Mo 3. Dez 2012, 09:30
von roland
ihno hat geschrieben:im Gegensatz zu den meisten anderen Nährstoffen werden die meisten N Formen vom Regen ausgewaschen

und dürften deshalb nicht im Übermass vorhanden sein.
Hab jetzt auch eine Planänderung werde Ertragshecken von 100m Länge machen und diese im Abstand von 20 m Pflanzen.
Unabhängig davon werde ich mal ne Bodenprobe zur Lufa schicken um zu sehen was denn für Nährstoffe im Boden sind . Ich berichte dann von den Ergebnissen

Ich weis nicht, wie stark dein Forscherdrang ist, aber parallel zur chemischen Analyse würd ich auch gern mit Mikroskop und Lupe den Boden untersuchen, wenns meiner wäre.
Problem is nur, das ich erstmal lernen müsst, die kleinen Tierchen voneinander zu unterscheiden
Roland
Re: Stickstoff N
Verfasst: Mo 3. Dez 2012, 16:22
von Benutzer 72 gelöscht
hallo!
roland hat geschrieben:würd ich auch gern mit Mikroskop und Lupe den Boden untersuchen, wenns meiner wäre.
Problem is nur, das ich erstmal lernen müsst, die kleinen Tierchen voneinander zu unterscheiden

Stickstoffspeicher "Bodenleben"!
(wobei ich da nicht nur Tierchen sehen könnt...)
liebe Grüße!