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Re: Müll reduzieren
Verfasst: Fr 8. Jun 2012, 09:00
von Räubermutter
Super Thread, danke!
Kann gerade einen Tipp geben... ich kauf Katzenfutter nur als Trockenfutter, das wird mir geliefert im 10 kg Sack, natürlcih im Karton. Über den Karton freuen sich meine Kinder und spielen mit ihm, bis er dann natrlich reif ist für den Pappmüll. Und der riesige Plastiksack, hm... damit könnte man sicherlich auch etwas machen, wenn er leer ist. Ich hab ihn kürzlich halt über den "RAWEG-Sack" entsorgt, wo er natürlich viel Platz eingenommen hat. Aber wie ich finde, schon mal besser als Dosen und Aluschalen, die man wöchentlich mehrmals entsorgen muss, den Sack halt nur alle 6 Monate... wobei die bessere Alternative natürlich eine Kartonverpackung wäre. Sollte ich beim Hersteller wohl mal anregen...
Bei uns fällt viel Müll an - Kunststück bei 7 Personen. Trotzdem reicht bei uns ein 60l Restmüll, der 14tägig geleert wird. Dank des Wertstoffhofes, der auch gut 10 km entfernt ist, kann ich aber auch ganz viel dort entsorgen und mach das natürlcih auch. Und fahren muss ich sowieso, ich fahr selten extra nur zum Wertstoffhof, sondern verbinde es mit einem Einkauf, Arztbesuch o.ä.
Ich überlebe gerade, mir eine Abokiste fürs Gemüse zu bestellen. Da fiele dann die Umverpackung fast ganz weg, schätze ich, und ich brauch nciht extra mit dem Auto fahren (mindestens 12 km), sondern der Anbieter fährt z.Zt. pro Kunde 2 km - das find ich genial.
Re: Müll reduzieren
Verfasst: Di 12. Jun 2012, 19:37
von Picassa
Ich bin gezwungen, Elektroschrott ca. 17km weit weg abzugeben... dabei gibt es eine Sammelstelle, die nur 3km entfernt ist. Aber die gilt nicht für meine Gemeinde. Wenn mir hier einer weismachen will, es ginge um Umweltschutz, dem lache ich ins Gesicht. 28km zusätzlich fahren, um eine alte Glühbirne zu entsorgen? Also irgendwo hört´s auch mal auf.
Ansonsten erschrecke ich mich jedesmal wieder auf´s Neue, welche Mengen Müll ich so produziere. Obwohl ich deutlich weniger Gelbe Säcke an die Straße stelle als der Durchschnittsnachbar. Und bei meinen Mülltonnen geht der Deckel immer problemlos zu (im Gegensatz zu vielen Nachbartonnen). Trotzdem - mein Müllberg ist noch viel zu groß.
Aber was soll man machen... vier Beispiele: es gibt keinen losen Zucker mehr zu kaufen; Geschäfte in der Nähe bieten keine Mehrwegverpackungen an. Im ganzen Ort gibt es keine einzige Käsetheke, an der man frisch geschnittenen Käse kaufen könnte. Da bleibt nur der verpackte Käse. Und 20km fahren, um "Käseverpackung" zu sparen? Macht ja auch keinen Sinn. Es gibt immer weniger Metzger/Bäcker, bei denen man noch lose Ware (ohne extra Verpackung) kaufen könnte.
Ich tue mein Bestes, um Müll gar nicht erst einzukaufen, aber es wird immer schwieriger.
Re: Müll reduzieren
Verfasst: Mi 13. Jun 2012, 14:28
von rheinländerin
Räubermutter hat geschrieben:Super Thread, danke!
Kann gerade einen Tipp geben... ich kauf Katzenfutter nur als Trockenfutter, das wird mir geliefert im 10 kg Sack, natürlcih im Karton. Über den Karton freuen sich meine Kinder und spielen mit ihm, bis er dann natrlich reif ist für den Pappmüll. Und der riesige Plastiksack, hm... damit könnte man sicherlich auch etwas machen, wenn er leer ist. Ich hab ihn kürzlich halt über den "RAWEG-Sack" entsorgt, wo er natürlich viel Platz eingenommen hat. Aber wie ich finde, schon mal besser als Dosen und Aluschalen, die man wöchentlich mehrmals entsorgen muss, den Sack halt nur alle 6 Monate... wobei die bessere Alternative natürlich eine Kartonverpackung wäre. Sollte ich beim Hersteller wohl mal anregen...
Wenn du die Katzen ausschließlich mit Trockenfutter fütterst, dann sind spätere Erkrankungen vorprogrammiert, und das verbraucht dann weit mehr Müll.
http://www.hauspuma.de/Gesundheit/Ernae ... futter.htm
Einzig bei Freigängern, die viele Mäuse und Vögel fressen, würde ich ein hochwertiges Trofu als nicht allzu schlimm sehen.
Katzenhaltern empfehle ich immer das Buch: Katzen würden Mäuse kaufen.
Mein Tipp für gesunde Katzen und wenig Müll: Barfen, und das Fleisch selbst beim Schlachthof abholen, dann kann man es in eigenen Eimern verpacken.
Re: Müll reduzieren
Verfasst: Mi 13. Jun 2012, 17:55
von si001
Ich sammele zur Zeit die Klopapierinnenrollen, um mal einen ganzen Schwung Kerzen gießen zu können. Alte Kerzenreste habe ich genügend.
Re: Müll reduzieren
Verfasst: Mi 13. Jun 2012, 18:31
von fuxi
rheinländerin hat geschrieben:Katzenhaltern empfehle ich immer das Buch: Katzen würden Mäuse kaufen.
Mein Tipp für gesunde Katzen und wenig Müll: Barfen, und das Fleisch selbst beim Schlachthof abholen, dann kann man es in eigenen Eimern verpacken.
Zum Barfen/Rohffüttern bitte
>>hier<< entlang (das Thema ist zwar Hunde-fokussiert, aber Katzen werdena uch erwähnt und vieles ist ja ähnlich).
Re: Müll reduzieren
Verfasst: Mi 13. Jun 2012, 22:53
von kleinesLicht
aufgewacht hat geschrieben:
Eigentlich ist der meiste Müll: Windeln vom Baby - leider nicht zu vermeiden
Kennst du die
http://www.popolini.com/? Sind eine gute Alternative. Ich habe einen Satz gebraucht bei E... erstanden und die halten locker noch ein Kind aus (bloss nicht bei uns!

) Wenn du moechtest, kann ich dir welche abgeben.
Mullwindeln sind, gerade in den ersten Monaten, auch nicht zu verachten, wenn man weiß, wie man wickeln muss. Da gibt es Wickelfolien, die ganz gut sitzen.
Re: Müll reduzieren
Verfasst: Do 14. Jun 2012, 09:13
von si001
Ich habe bei meinen Kindern auch beides probiert. Stoff- und Wegwerfwindeln und war mir eingentlich nie wirklich sicher was nun umwelttechnich besser ist.
Neulich kam eine extra Fersehsendung zu diesem Thema (bei Arte oder so), die war ganz interessant. Sie kamen zu dem Fazit, dass es umwelttechnisch egal ist, ob man Wegwerfwindeln bemutz, die nach 200 Jahre "leben" oder ob man mit Stoffwindeln wickelt und diese dann mit viel Wasser und Energie wäscht.
Es sei denn, dass man so eine Art Abo- oder Austausch-System hat, wie es es in England gibt, wo die Stoffwindeln säckeweise von zu Hause angeholt, gewaschen und gebracht werden. Da wäscht man dann wohl effizienter.
Re: Müll reduzieren
Verfasst: Do 14. Jun 2012, 10:42
von Maja
Also sehr viel mehr Wasser können Stoffwindeln nicht brauchen. Ich hab mal ein über Jahr lang mit Stoff gewickelt und unser Wasserverbrauch ging in dieser Zeit nicht nach oben. Sehr viel mehr Arbeit war es auch nicht. Das nächste Baby wird in ein paar Wochen von Anfang an mit Stoffies gewickelt. Die Windeln kann man übrigens auch recht einfach selber nähen.
Re: Müll reduzieren
Verfasst: Do 14. Jun 2012, 12:43
von si001
Maja hat geschrieben:Die Windeln kann man übrigens auch recht einfach selber nähen.
Was nimmst du da für Stoff, bzw. wo kaufst/besorgst du den?
Re: Müll reduzieren
Verfasst: Do 14. Jun 2012, 13:28
von Rati
Maja hat geschrieben:Also sehr viel mehr Wasser können Stoffwindeln nicht brauchen. Ich hab mal ein über Jahr lang mit Stoff gewickelt und unser Wasserverbrauch ging in dieser Zeit nicht nach oben. Sehr viel mehr Arbeit war es auch nicht...
ich will die Stoffwindeln nicht mieß machen, aber solche Wäschestücke müßen gekocht oder zumindest heiß gewaschen werden. Und wenn das Wasser dafür nicht auf dem Holzofen heiß gemacht wird dann ist es ein hoher Energieverbrauch (eigentlich der gleiche nur Umwelttechnisch gesehen)
Wenn du das Wasser aber auf dem Ofen heiß machst heist das Handwäsche und dann ist der Wasserverbrauch auf jeden Fall deutlich höher.
Ich tendier auch zu der Ansicht das beide in der Gesamtrechnung gleich sind.
Das beste ist die Kinder möglichst bald trocken zu bekommen oder wenigstens die große Geschäftsabwicklung schnell auf die Schüssel zu verlegen.
Das klappt mit etwas Beobachtungsgabe recht gut.
Grüße Rati