hallo!
kraut_ruebe hat geschrieben:aber mal ehrlich....von abgezupften blättchen und gesammelten würzelchen kriegst du keine familie satt. das ist maximal beiwerk und wächst sowieso in massen überall - das muss nicht unbedigt aufs/ins beet.
von Kopfsalat, Spargel und Kirschtomaten kriegt man seine Familie allerdings auch nicht satt
Ich esse gerne Giersch und Brennessel - da ich letztere ständig beernte, hab ich auch das ganze Jahr über frische Triebe!
hab in meinem Garten ein Wildkraut angesiedelt, nennt sich Süßdolde und es stammt nicht aus Österreich - aber trotzdem "Wildkraut" - oder ist das jetzt schon eine Kulturpflanze, weil ich es bewußt ausgesetzt habe? Nö, ich denke, eher nicht, weil züchterisch nicht verändert worden. Das gilt ebenso für Feldsalat (ursprünglich ein Unkraut am Getreidefeld) und kleinen Wiesenknopf.
Mein Oregano

ist ein wilder Dost, den ich in der Steiermark ausgegraben und hierher verpflanzt habe.... (es ist aber nicht der einzige, den ich hab)
Die von mir so geliebte Käsepappel will auch nur im Garten wachsen (in der Wiese kommt sie bei uns nicht hoch - ich denke, weil das Klima doch nicht ganz so passt), da kann man im Laufe des Jahres auch einiges ernten - Blüten, Samenkapseln und die Blätter für "Spinat".
Wobei schon wieder die Erkenntnis: von Spinat krieg ich meine Familie nicht satt!
Aber ... Wildspinat ist weitaus ertragreicher und unkomplizierter im "Anbau" als der übliche Kulturspinat. Guter Heinrich ... *schwärm* ...
(über Geschmack kann man streiten, doch mir schmeckt der "Wildspinat" auch besser!)
Ach ja - ich hab heuer auch als Versuch eine alte Kulturpflanze angebaut: "Zuckerwurzel" - die Würzelchen sind echt winzig (hab beim Einpflanzen eines gekostet) - bin gespannt, ob und wieviel ich da im Herbst wiederfinden werde... Geschmeckt hat es jedenfalls (gleich so, roh) recht lecker.
An den ursprünglichen, "alten" Sorten ist oft nicht wirklich viel Masse dran

Es ist einer Überlegung wert, was da an Inhaltsstoffen verloren gegangen ist, bei der Zuchtauswahl auf reine Masse! Das waren sicher nicht nur unerwünschte (?) Bitterstoffe.
Da fällt mir ein - wenn ich mich richtig erinner: das Wort Gemüse bedeute ursprünglich "Zugemüs", Beilage.
Zum richtigen Sattwerden braucht man Schweine und Getreidefelder, Kartoffeläcker und Nussbaumplantagen......
Lindenblätter und Frauenmantel fällt mir grad noch ein als "eßbare Wildkräuter" - es gibt aber genügend Bücher zu dem Thema, wenn ich hier am PC sitze fällt mir nur schwer was ein und wenn ich draußen im Garten bin, will ich nix aufschreiben
Wildkräuter und angebautes "Zeugs" sollte auch kein "Entweder-Oder" sein - ein "Sowohl als auch" ist aber sicherlich ökonomischer und ich denke mal, auch gesünder als ein totales Verschmähen der "Wilden"

Aber da soll jeder wie er will.
liebe Grüße!