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Re: Ist Getreideanbau auf kleinen Flächen möglich?
Verfasst: Mo 4. Jul 2011, 09:07
von styrian_cro
morgen
@outdoorfreak
bei Dinkel solltest du beachten dass es ein Spelzgetreide ist, d.h. das Korn ist von einem harten Spelz, den Veesen umschloßen, die nur maschinell oder in sysiphus handarbeit zu entfernen sind. Viel einfacher, da das aufwendige Entspelzen entfällt, und auch ertragreicher sind Winterweizen und Winterroggen.
lg styrian_cro
Re: Ist Getreideanbau auf kleinen Flächen möglich?
Verfasst: Mo 4. Jul 2011, 22:47
von Talitha Cumi
Weiss hier jemand, wo ich Saatgut von Körner- bzw. Stärkemais bekommen kann?
Re: Ist Getreideanbau auf kleinen Flächen möglich?
Verfasst: Mo 4. Jul 2011, 22:59
von styrian_cro
hi thalita
Landsorten an Körnermais erhälst du bei Genbanken wie Gatersleben oder in Österreich bei Arche Noah.
Habe heuer selber bei Arche Noah Polentsmais gekauft, steht schon einen meter hoch auf dem Beet
Re: Ist Getreideanbau auf kleinen Flächen möglich?
Verfasst: Mi 6. Jul 2011, 00:40
von outdoorfreak
Hallo Styrian_co,
von Weizen sagt man aber auch, dass es nicht gesund ist. Z.B das Karies und auch viele andere Zivilisationskrankheiten auf Weizen zurückzuführen ist. Besonders schädlich ist das hoch ausgemahlene Weizenmehl.
bei Dinkel solltest du beachten dass es ein Spelzgetreide ist, d.h. das Korn ist von einem harten Spelz, den Veesen umschloßen, die nur maschinell oder in sysiphus handarbeit zu entfernen sind
Wieso muss ich denn die harte schale entfernen, ich kann doch das ganze Korn auch so malen, oder?
ciao Outdoorfreak
Re: Ist Getreideanbau auf kleinen Flächen möglich?
Verfasst: Mi 6. Jul 2011, 12:29
von styrian_cro
outdoorfreak hat geschrieben:Hallo Styrian_co,
von Weizen sagt man aber auch, dass es nicht gesund ist. Z.B das Karies und auch viele andere Zivilisationskrankheiten auf Weizen zurückzuführen ist. Besonders schädlich ist das hoch ausgemahlene Weizenmehl.
Dass kann man meines Wissens nicht generell auf Weizen beschränken, sondern eher auf alle Getreidearten. Denn mit der Neolithischen Revolution und dem Umstieg auf hauptsächlcih Getreide basierte Ernährung stieg der Kariesbefall rapide. Die vermehrten Zahnprobleme nahm man in Kauf, da eine viel größere Menge an Menschen ernährt werden konnte als nurch durch Jagen und Sammeln.
outdoorfreak hat geschrieben:Wieso muss ich denn die harte schale entfernen, ich kann doch das ganze Korn auch so malen, oder?
ciao Outdoorfreak
Weil die Spelzen im Mund sehr unangenehm sind. Die vergangenen Generationen waren ja auch nicht hirnverbrannt, warum sie sich das Entspelzen und die Züchtung auf spelzfrei angetan haben.
Aber die Probelmatik mit den Spelzen zeigt am besten das Steinzeit Experiment
http://www.youtube.com/watch?v=op70QqSZ ... er&list=UL ab Minute 12.0
Ist überhaupt eine sehr interessante 4 teilige "Doku" , auch für SVler
Re: Ist Getreideanbau auf kleinen Flächen möglich?
Verfasst: Mi 6. Jul 2011, 12:37
von fuxi
styrian_cro hat geschrieben:outdoorfreak hat geschrieben:Wieso muss ich denn die harte schale entfernen, ich kann doch das ganze Korn auch so malen, oder?
Weil die Spelzen im Mund sehr unangenehm sind. Die vergangenen Generationen waren ja auch nicht hirnverbrannt, warum sie sich das Entspelzen und die Züchtung auf spelzfrei angetan haben.
Die Frage war doch darauf abgezielt, ob man nicht die Körner (mit Spelzen)
mahlen kann (nicht
essen). Mehl abzusieben ist doch viel einfacher (und muss, wenn man nicht mit sehr kleielastigem Vollkornmehl backt, ja eh gemacht werden).
P.s.: Ich habe leider gerade keine Zeit nachzugucken, ob das in dem Video erklärt wird.

(Arbeit und so... *seufz*)
Re: Ist Getreideanbau auf kleinen Flächen möglich?
Verfasst: Mi 6. Jul 2011, 14:22
von Benutzer 72 gelöscht
hallo!
Also über Dinkel weiß ich leider nichts, aber ich hab Buchweizen samt harter Schale vermahlen - ein Großteil der Schale ist obenauf liegen geblieben und ich konnte es so entfernen (ein bisschen herumgschüttelt, dann sind alle größeren Schalenteile oben geblieben und ich hab sie mit den Fingern wegheben können) - es war aber eine Kaffeemühle und nur eine geringe Menge!!
Relativ viel ist aber mitvermahlen worden - sprich, das Mehl war grau. (ich denke mal, so ähnlich funktioniert das Aussieben dann auch)
Meine Mutter meinte nur, ich werde Probleme mit der Verdauung bekommen, weil das so harte Teilchen sind und mein Darm ist für sowas nicht gemacht
Sonst hab ich aber auch nichts gefunden darüber, warum die Spelzen schädlich sein sollten - wer mehr weiß: es interessiert mich sehr!
Dass Dinkel gesünder als Weizen ist, das kann man öfter hören oder lesen - aber was spricht gegen Roggen?
Ich tät mit Roggen anfangen - für mich geht nichts über ein selbergebackenes Roggenvollkorn-Sauerteigbrot!
Ob und wie weit jetzt Getreide schädlich ist für den Menschen - das ist ein bisschen eine Glaubensfrage
(hab eben grad einen Artikel gelesen über Karies bei Dinosaurieren).
Spelzenschälen ist aber was anderes als "Auszugsmehl-Herstellen" - entspelztes Getreide ist trotzdem noch "Vollkorn".
liebe Grüße!
Re: Ist Getreideanbau auf kleinen Flächen möglich?
Verfasst: Mi 6. Jul 2011, 15:47
von styrian_cro
fuxi hat geschrieben:styrian_cro hat geschrieben:outdoorfreak hat geschrieben:Wieso muss ich denn die harte schale entfernen, ich kann doch das ganze Korn auch so malen, oder?
Weil die Spelzen im Mund sehr unangenehm sind. Die vergangenen Generationen waren ja auch nicht hirnverbrannt, warum sie sich das Entspelzen und die Züchtung auf spelzfrei angetan haben.
Die Frage war doch darauf abgezielt, ob man nicht die Körner (mit Spelzen)
mahlen kann (nicht
essen). Mehl abzusieben ist doch viel einfacher (und muss, wenn man nicht mit sehr kleielastigem Vollkornmehl backt, ja eh gemacht werden).
P.s.: Ich habe leider gerade keine Zeit nachzugucken, ob das in dem Video erklärt wird.

(Arbeit und so... *seufz*)
sorry sorry, war wieder mal zu schnell drüber gelesen, man sollte sich doch Zeit zum genauen Lesen nehmen
wie bereist gesagt mahlen und dann aussieben geht sicher, nur stellt sich die Frage bis zu welchen Grad. Aber dü könntest es ja ausprobieren und hier berichten
Wenn ich persönlich Brotgetreide zur SV anbauen würd, würde ich Roggen und Weizen nehmen. Vll. sogar am gleichen Feld gemeinsam angebaut.
Und aus diesen beiden kann man dann ein wunderbares Vollkornbrot backen.
Aber ein Praxisbericht zum Dinkelanbau auf kleinen Flächen wäre sicher toll
lg styrian_cro
Re: Ist Getreideanbau auf kleinen Flächen möglich?
Verfasst: Mi 6. Jul 2011, 22:04
von Benutzer 72 gelöscht
hallo!
Ich bin jetzt auf diese Seite gestoßen:
"Dinkel entspelzen" - vielleicht machbar? Aber sicherlich ziemlich aufwendig, denke ich....
Beim Buchweizen war es ja so, dass ich es versucht habe, die Körner zum Keimen zu bringen, um die harte Schale loszuwerden - aber nix da! die Schale ist drangeblieben, Wurzeln und Stängel sind da einfach rausgewachsen ohne mir den Gefallen zu tun, die harte Schale ganz zu sprengen....
Aber noch was steht da - interessant!
Die Steinrückstände vom Mahlen sorgten für stete Abnutzung von Zähnen und Zahnfleisch.
- was dann wahrscheinlich recht schnell zu Karies führte .....
liebe Grüße!
Re: Ist Getreideanbau auf kleinen Flächen möglich?
Verfasst: Do 7. Jul 2011, 07:08
von Saurier61
Die Steinrückstände vom Mahlen sorgten für stete Abnutzung von Zähnen und Zahnfleisch.
Hallöle ina maka,
das kann ich so nicht nachvollziehen... Ok Steinrückstände in Form von größeren Steinchen könnten dazu führen, dass wenn man draufbeisst ein Stück Zahn abbricht.
Aber Abnutzung, weil da Mahlstaub von den Mahlsteinen enthalten ist weniger.
Zumal dieser ja im Brot oder Brei eingebettet ist. Abnutzung von Zähnen wohl eher wenn man die Getreidekörner so kauen würde.
Für eine Abnutzung muss man schon ziemlich hartes oder faseriges Material haben, das intensiv gekaut werden muss.
Und Zahnfleisch wird durch Kauen gefestigt, abgenutzt wohl eher nicht, sondern eher durch Vitaminmangel oder Bakterien geschädigt.
Lieben Gruß von
Helga