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Re: Selbstversorgung von fleischfressenden Haustieren
Verfasst: Do 23. Jun 2011, 11:48
von Rati
Manfred hat geschrieben:....Kackefressen ist heute ein Übel unter Hunden. Gell, Nobbi?...

und ob!
in meiner Zeit als Schäfer hatte ich des öfteren mit Hundebesitzern zu tun die "meine Herde" besuchten.
Viele von denen waren erstaunt bis entsetzt wenn ihre Lieblinge wie bescheuert die frisch gelegten Kaffebohnen in sich rein stopften.
Ich erinnere mich besonders an eine Dame mit zwei modisch frisierten Königspudeln.
Die ist tatsächlich wie ein aufgescheuchtes Huhn um ihre Hündchen rumgesaust und hatt versucht sie irgendwie von ihrem Tun ab zu bringen.Erfolglos natürlich.
Und als die beiden dann endlich satt waren hat sie ihnen (mit spitzen Fingern und ekelverzerrtem Gesicht) die Schnauzen mit einem feinen Tüchlein abgewischt.
Ja Ja, Menschen sind schon seltsame Tiere.
Grüße Rati
Re: Selbstversorgung von fleischfressenden Haustieren
Verfasst: Do 23. Jun 2011, 14:47
von Landfrau
Wie man das Fleisch für die Fleischfressersozialpartnerersatztiere akquiriert:
Man braucht
- eine Wiese mit erheblichem Kaninchenbefall
- einen Stapel Raschelsäcke (die gelben Kartoffelsäcke)
- Zeltheringe oder Erdanker
- Leute mit Knüppeln, einer pro 3 - 4 Kaninchenlöcher
- ein Frettchen
Man befestigt über den Kaninchenlöchern die Netze mit den Erdankern wie eine Reuse
jeder "Spieler" überwacht ca 3- 4 Löcher
man setzt das Frettchen in ein Kaninchenloch
die Kaninchen schießen raketenartig aus den Löchern
die Spieler knüppeln die Kaninchen in den Netzen tot.
Brutal? Unappetitlich?
Manch ein Dorfbengel hat sich so sein Taschengeld verdient.
Die (oder ihre Eltern) waren nicht so zart besaitet wie jene, die wegen der kürzlichen Medienstory vom Kaninchenschlachten im Rahmen eines neandertalerprojektes an einer Schule fast Herzklabastern bekamen.
Bin auch nicht sicher, ob die Herkunft von Whiskas was für all die ihren Brutpflegeinstinkt an ihren Katzen oder Hündchen abreagierenenden Tierschutztanten wäre, betrachtete man sie etwas genauer.
Aber lieber die stinkende Dose MAssentierhaltungsabfälle in den Teller gelöffelt, als den BAseballknüppel aufs Kaninchen herabgeschlagen.....
Landfrau
Re: Selbstversorgung von fleischfressenden Haustieren
Verfasst: Do 23. Jun 2011, 16:55
von Manfred
Abgesehen davon, dass diese Art des Tötens (Erschlagen ohne Ausbluten) in D nicht mehr tierschutzgerecht ist: Frettierjagd mit Netzen ist gängig und die Karnickel erholen sich langsam von den Seuchenzügen und werden regional schon wieder zur Plage.
Aber: Kein Vergleich zu den Neuseeländern. Wenn die mal wieder einen Jagdtag auf invasive Neubürger durchziehen, sieht das so aus:
http://www.youtube.com/watch?v=haR7VLGLwIU
http://www.youtube.com/watch?v=y4RGS5H00JU
So berichtet die neuseeländische Presse:
http://www.odt.co.nz/your-town/alexandr ... bunny-hunt
Organisiert wird die Aktion vom Lions Club.
(Man stelle sich die deutsche Gutmenschenhetze vor, gäbe es sowas hier...Tierquälerischer Massenmord an Osterhasen. Nächstes Mal wären 10.000 Gegendemonstranten da.)
Das ist ein jährlicher Wettbewerb mit dem Zweck der Schädlingsbekämpfung.
Geschossen werden überwiegend Karnickel, aber auch Füchse, Feldhasen, verwilderte Schweine. Halt alles, was so eingeschleppt wurde.
Nach der Jagd wird im Pioneer Park in Alexandra Stecke gelegt. Hinter jedem Schild die 24-Stunden Beute eines Jagdteams a 12 Mann. Wer am meisten aufgeräumt hat, gewinnt.
Nach meinen Infos (durch einen Internetbekannten, ausgewanderte Jäger in Neuseeland) landen die Tiere übringens in einer Hundefutterfabrik, weil anders nicht zu verwerten.
Die Besucher können sich nach der Zählung kostenlos so viel mitnehmen, wie sie haben möchten.
Re: Selbstversorgung von fleischfressenden Haustieren
Verfasst: Fr 24. Jun 2011, 11:41
von fuxi
chris hat geschrieben:was wir nicht selber essen, bekommen die hunde...
ich mache mir nur die mühe und koche alles ab, haare und federn werden natürlich vorher entfernt und kompostiert.
Warum?

Re: Selbstversorgung von fleischfressenden Haustieren
Verfasst: Fr 24. Jun 2011, 21:22
von Nightshade
Die Aussies sind zu beneiden. Hierzulande machen sogar die Insekten und Würmer fürs Hundefutter noch Mühe.
Re: Selbstversorgung von fleischfressenden Haustieren
Verfasst: Sa 25. Jun 2011, 13:53
von chris
fuxi hat geschrieben:chris hat geschrieben:was wir nicht selber essen, bekommen die hunde...
ich mache mir nur die mühe und koche alles ab, haare und federn werden natürlich vorher entfernt und kompostiert.
Warum?

kochen: im schweinefleisch können sich verschiedene krankheitserreger befinden, die zwar für den menschen nicht schädlich sind, aber für unsere hunde tödlich sein können zB. der aujeszky-virus (auch in schlachthöfen wird auf diesen virus nicht routinemäßig getestet). deshalb keine rohes schweinefleisch, auch keine rohen innereien vom schwein.
die
haare oder federn verfüttern wir grundsätzlich nicht....ich empfinde es ekelhaft wen überall "hundekotze" herumliegt.
natürlich hätten wir nicht so viele "schlachtabfälle" wenn wir (2personen) alles selber verwerten könnten...aber wir verzichten deshalb nicht auf eigenes fleisch.
Re: Selbstversorgung von fleischfressenden Haustieren
Verfasst: Mo 27. Jun 2011, 17:16
von fuxi
@Chris
Ah, das mit dem Aujeszky wusste ich bei Katzen, aber dass das auch für Hunde gefährlich ist, war mir nicht bewusst. Das wandert bei mir also eh in die Wurmkiste (gekochtes Fleisch mögen meine Katzen nicht). Danke für die Info.
Re: Selbstversorgung von fleischfressenden Haustieren
Verfasst: Di 28. Jun 2011, 05:53
von Bunz
Wenn ein Hund Kacke frißt, dann sicherlich, um sich mit bestimmten Bakterien oder Mineralien zu versorgen.
Ernähren kann man einen Hund mit Kacke NICHT.
Und er ist auch kein Abfalleimer.
Aber kommen wir mal zum Kochen:
Das mit rohen Schlachtabfällen ist eine ziemliche Schweinerei.
Ich schmeiße daher alles, was für den Hund gedacht ist (und das sind nicht nur Abfälle, denn ich teile mir mit meinem Hund ein Schaf redlich, gebe aber zu, daß ich mir die besten Stücke schon nehme) in einen Topf, koche es und friere es portionsweise ein.
lg
Bunz
Re: Selbstversorgung von fleischfressenden Haustieren
Verfasst: Di 28. Jun 2011, 11:08
von Rati
Bunz hat geschrieben:Wenn ein Hund Kacke frißt, dann sicherlich, um sich mit bestimmten Bakterien oder Mineralien zu versorgen.
Ernähren kann man einen Hund mit Kacke NICHT...

ja, wahrscheinlich muß mensch so etwas tatsächlich explizit erwähnen damit manche nich auf dumme Gedanken kommen. So wie ja auch erwähnt werden mußte das Katzen nicht in der Mikrowelle getrocknet werden dürfen
Ich denke auch da geht es um einzelne Stoffe die sie so nicht bekommen.
hab mal gehört das sie sich so auch mit bestimmten Pflanzlichen Materialien versorgen, die sie selber nicht aufschlüsseln könnten und die so schon vorverdaut sind.
Bunz hat geschrieben:Das mit rohen Schlachtabfällen ist eine ziemliche Schweinerei....
bei uns in der Schäferrei kam es im Sommer schon öfter mal vor, das Kalb oder Schafkadaver die zur fütterung vorgesehen waren ein zwei Wochen einfach so auf ner Betonplatte lagen. Wenn mensch die dann angestoßen hat begannen die wieder zu leben.
Unsereiner brauchte schon ne weile Gewöhnung um da zu arbeiten ohne zu kotz... aber die Hunde fanden das Fleisch samt lebendem Gewusel ober lecker. Die haben da mehr rein gehauen als bei blutfrischem Fleisch, ganz ehrlich.
Grüße Rati
Re: Selbstversorgung von fleischfressenden Haustieren
Verfasst: Di 28. Jun 2011, 11:30
von Tanja
Rati hat geschrieben:Ich denke auch da geht es um einzelne Stoffe die sie so nicht bekommen.
hab mal gehört das sie sich so auch mit bestimmten Pflanzlichen Materialien versorgen, die sie selber nicht aufschlüsseln könnten und die so schon vorverdaut sind.
ja, und nun denken wir mal darüber nach, was "Ernährung" bedeutet... den Körper mit Nähstoffen zu versorgen, die er er braucht, vielleicht?
So blöd, seine Viecher vorsätzlich mit Kacke zu füttern, wird wohl niemand sein. Ist für Mensch ja nun auch eine unappetitlich scheinende Angelegenheit.

Nichts desto trotz ernähren sich Hunde selbst, wenn man sie lässt, auch von solcher, gehört ganz normal auf ihren Speiseplan. Und in Ermangelung anderer Nahrungsquellen können sie durchaus eine ganze Weile davon leben.