Soch, ich empfehle erst mal den Wiki-Artikel:
http://de.wikipedia.org/wiki/Spinnrad und diesen guten Artikel über Louets:
http://www.bellaonline.com/articles/art42158.asp.
Wie schon erwähnt, würde ich diese Räder keinem Anfänger freiwillig geben, sie führen nur zu sehr viel Frust. Das Schlimmste in meinen Augen liegt darin, daß man ständig nachregullieren muß mit wachsender Spulenfüllung, womit jeder Anfänger wirklich überfordert ist.
Die deutlich bessere Alternative sind Double Drives, wo man einmal das Antriebsband passend macht für den mittleren Wirtel, und dann erst wieder an der Spannung schrauben muß (minimal - da reicht bei den Ashfords zwei Schraubenumdrehungen), wenn die Spule 3/4 voll ist.
Genial gut ist z.B. das Video von Rita Buchanan "How I spin"
http://www.interweavestore.com/Spinning ... ThemeID=23, die ihr Rad einmal einstellt und dann damit alle Arten von Garn spinnt, einfach durch Anpassung von Tempo beim Treten und Ausziehen - völlig im Gegensatz zu den Videos von der "Queen" Judith MacKenzieMcCuin, die eher dauernd auf andere Einstellungen am Rad besteht.
Ich finde den ersten Ansatz deutlich besser, aber da gibt es halt verschiedene Ansätze und Vorlieben.
Ich würde mir wünschen, daß du nicht so verdammt weit weg wohnen würdest, weil man viele Dinge nur einmal gesehen haben muß, um sie zu begreifen, siehe o.g. Video als Beispiel....

(wobei ich mit einem Louet allerdings auch nur als schlechtes Beispiel dienen könnte - ich habe mein S-10 am Ende so gehaßt, daß es jahrelang im Keller stehen mußte).
Für die Koordination von Auszug und Drall würde ich jedem erst mal wenigstens für eine Stunde eine leichte(!!!!!) Handspindel geben, mit laaangen Fasern, die nicht viel Drall brauchen, um zusammenzuhalten.
Was allgemein als "Anfängerspindel" verkauft wird, ist mit 80g viel zu schwer, meist gibt es Merinokammzug dazu, und da geht das Theater schon los, weil die Fasern so kurz sind, und die Spindel so schwer.
Mit 30g geht es aber deutlich besser, egal ob Fuß- oder Kopf- oder Türkische Spindel.
Ich hab mit dem Ashford E2 am Anfang gedacht, ich brauch für meinen dünnen Krams unbedingt den Very Fast Flyer (max.1:22), aber nach relativ kurzer Zeit war klar, daß man auch allerfeinstes Lacegarn mit der größten Übersetzung (1:5) spinnen kann - man muß nur verdammt schnell treten und noch schneller ausziehen
Damit dürfte klar sein, daß man mit den schnellen Übersetzungen (je kleiner der Wirtel, desto mehr Umdrehungen pro einer des großen Rads) deutlich effizienter und kraftsparender spinnen kann. Beim kleinsten Wirtel und dem dünnsten Garn habe ich mit dem Riesenrad (24") des EZ nur noch sehr wenig getreten, nicht mal 30/min, und tw war die Singles noch überdreht, also noch zu schnell....
Je größer das Hauptrad, desto besser die Effizienz (Ashford baut grad ein Sondermodell des E2 mit 30" Durchmesser....*sabber*

)
Ich hab das E2 auch als Single Drive ausprobiert, dann spulengebremst mit scotch tension, aber mir persönlich gefällt der DD am besten, weil man sich nicht ständig um die Einstellungen kümmern muß, sondern sich komplett auf sein Garn konzentrieren kann.
Ob dir das jetzt wirklich weiterhilft, kann ich nicht sagen, aber üben und planmäßig experimentieren hilft meist am meisten.
Intuitiv mach ich fast nix, sondern lege immer regelrechte Versuchsreihen an. Bei Garnfärben hab ich von jeder Farbe 1g/4m-Ministränge in 5 verschiedenen Farbtiefen gemacht, das hilft jetzt und auch noch in hundert Jahren extrem weiter, wenn man bestimmte Farben mixen will.
Ebenso mach ich von jeder neuen Faser Muster von 1-2m in verschiedenen Dicken, und einfach, 2- und 3ply, roh und "finished", und schreib alle wichtigen Daten dazu.
Das ist alles mühsam, aber es kann extrem wertvoll sein, wenn man was nachspinnnen möchte oder für Kombis.