Re: Käseformen selber bauen - Ideen?
Verfasst: Mo 9. Mai 2011, 08:54
Moin,
die Überlegung ist sicher richtig - jede MO - Kultur braucht ds richitge Substrat.
Wer also, wie Joghurtbakterien, von Laktose lebt, wird zB in Fruchtsaft keine Freude haben.
Essigbakterien brauchen Alkohol und fressen demnach keinen Milchzucker und so weiter und so fort.
AUs dem Sauerteig (und Hefeteig) sind es lt Literatur die Hefen, welche gerne Frischkäse besiedeln - der verheft dann, das sind die leicht farbigen Flecken, die sich darauf bilden. Bei mir nicht natürlich *prahl, angeb*, weil ich mich vor verdorbenen Lebensmitteln grusel und Reste immer schon weit vorher verfütter. Aber in manchen Hof- und Biolöaden haben ich die bunt gescheckten DInger schon gesehen.
Vermutlich kommt man ganz gut zurecht mit einer Wirtschaftsküche, wenn man sauber arbeitet - nach dem BAcken alles wegräumen, alle Flächen reinigen, bevor wieder Milch verarbeitet wird, kleine überschaubare Mengen herstellt und diese alsbald aufbraucht.
Trotzdem ist mir schon wieder eine Joghurtkultur verunglückt - es entsteht ein leckeres sehr festes Produkt, das aber entschieden kein Joghurt ist. kA, wie das immer wieder passiert, heut abend werd ich, dank für den Tipp, erstmals frischen Joghurt (aus dem Supermarkt) einfrieren, in der Hoffnung, den bei Bedarf ins Leben zurückholen zu können.
Der Supermarkt, welcher das mEn beste Starterjoghurt führt, ist über 20 km entfernt.
Das ist so, beim Leben auf dem LAnde - die Strecken sind zu weit, um mal eben zu fahren, also muss man sich Lösungen einfallen lassen müssen.
..................
Nein, Jonas, leider kein Foto, kann ich nicht, Bilddateien in Foren einbauen.
Stell dir einfach einen Raum vor, vorn Tür vom Durchgangsbereich Wohnhaus - Stall, hinten Tür zur Waschküche, dahinter zum Stall. Gefliest, Bodenablauf, Fliegengitter vorm Fenster, 2-Becken-Spüle mit Abtropffläche, separates HAndwaschbecken, Arbeitsplatten, Ablagen, Hängen zum Aptropfen von Milchprodukten, ein herd mit Brutschrankfunktion, ein Kühlschrank, ein wenig Küchengerätschaften, viele Eimer, Waage, Notizbuch...das wars. Ist unspektakulär, aber superpraktisch, da hier eben nicht Essen gekocht und gewohnt wird, sondern nur Lebensmittel verarbeitet.
Die baulichen Voraussetzungen waren weitgehend da, außer Wände fliesen, Decke streichen, möblieren und ein wenig Sanitär und Elektro musste nichts getan werden.
Der Raum ist nach Norden ausgerichtet, keine schöne Wohnatmosphäre, bleibt aber lange kühl im Sommer.
So hat man das in den Bauernhäusern gemacht, als es noch keine allfälligen Kältemaschinen gab und man eh nicht "wohnte", sondern arbeitete, aß oder schlief. Die Küche nach Norden, damit sich die Lebensmittel lange hielten.
Findet man heute unidyllisch, da man dank Arbeitsteilung, Rationalisierung und Einkauf aus Billigproduktionsstaaten viel Zeit zum Wohnen hat und das in Licht und Sonne genießen will.
.....................
Landfrau
die Überlegung ist sicher richtig - jede MO - Kultur braucht ds richitge Substrat.
Wer also, wie Joghurtbakterien, von Laktose lebt, wird zB in Fruchtsaft keine Freude haben.
Essigbakterien brauchen Alkohol und fressen demnach keinen Milchzucker und so weiter und so fort.
AUs dem Sauerteig (und Hefeteig) sind es lt Literatur die Hefen, welche gerne Frischkäse besiedeln - der verheft dann, das sind die leicht farbigen Flecken, die sich darauf bilden. Bei mir nicht natürlich *prahl, angeb*, weil ich mich vor verdorbenen Lebensmitteln grusel und Reste immer schon weit vorher verfütter. Aber in manchen Hof- und Biolöaden haben ich die bunt gescheckten DInger schon gesehen.
Vermutlich kommt man ganz gut zurecht mit einer Wirtschaftsküche, wenn man sauber arbeitet - nach dem BAcken alles wegräumen, alle Flächen reinigen, bevor wieder Milch verarbeitet wird, kleine überschaubare Mengen herstellt und diese alsbald aufbraucht.
Trotzdem ist mir schon wieder eine Joghurtkultur verunglückt - es entsteht ein leckeres sehr festes Produkt, das aber entschieden kein Joghurt ist. kA, wie das immer wieder passiert, heut abend werd ich, dank für den Tipp, erstmals frischen Joghurt (aus dem Supermarkt) einfrieren, in der Hoffnung, den bei Bedarf ins Leben zurückholen zu können.
Der Supermarkt, welcher das mEn beste Starterjoghurt führt, ist über 20 km entfernt.
Das ist so, beim Leben auf dem LAnde - die Strecken sind zu weit, um mal eben zu fahren, also muss man sich Lösungen einfallen lassen müssen.
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Nein, Jonas, leider kein Foto, kann ich nicht, Bilddateien in Foren einbauen.
Stell dir einfach einen Raum vor, vorn Tür vom Durchgangsbereich Wohnhaus - Stall, hinten Tür zur Waschküche, dahinter zum Stall. Gefliest, Bodenablauf, Fliegengitter vorm Fenster, 2-Becken-Spüle mit Abtropffläche, separates HAndwaschbecken, Arbeitsplatten, Ablagen, Hängen zum Aptropfen von Milchprodukten, ein herd mit Brutschrankfunktion, ein Kühlschrank, ein wenig Küchengerätschaften, viele Eimer, Waage, Notizbuch...das wars. Ist unspektakulär, aber superpraktisch, da hier eben nicht Essen gekocht und gewohnt wird, sondern nur Lebensmittel verarbeitet.
Die baulichen Voraussetzungen waren weitgehend da, außer Wände fliesen, Decke streichen, möblieren und ein wenig Sanitär und Elektro musste nichts getan werden.
Der Raum ist nach Norden ausgerichtet, keine schöne Wohnatmosphäre, bleibt aber lange kühl im Sommer.
So hat man das in den Bauernhäusern gemacht, als es noch keine allfälligen Kältemaschinen gab und man eh nicht "wohnte", sondern arbeitete, aß oder schlief. Die Küche nach Norden, damit sich die Lebensmittel lange hielten.
Findet man heute unidyllisch, da man dank Arbeitsteilung, Rationalisierung und Einkauf aus Billigproduktionsstaaten viel Zeit zum Wohnen hat und das in Licht und Sonne genießen will.
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Landfrau