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Re: immer geschnittene Apfelbäume umgewöhnen

Verfasst: Do 10. Mai 2012, 18:34
von Benutzer 68 gelöscht
Manfred hat geschrieben:Bei den nächsten Schnitten einfach zurückhaltender sein. Dann fängt sich der Baum wieder. Wenn du sie alle rausschneidest, bildet er nur wieder neue.
Man kann das auch über drei Jahre machen: Im ersten Jahr die Hälfte der Schosse entfernen, die anderen entspitzen (dann treiben sie Seitenäste). Im zweiten Jahr die dicht stehenden entfernen und ein paar ausgewählte stehenlassen usw.
Ich würde mich da aber nicht rantrauen ohne ein paar Stunden Beschäftigung mit einem guten Buch.

Re: immer geschnittene Apfelbäume umgewöhnen

Verfasst: Do 10. Mai 2012, 21:56
von emil17
Der Oeschbergschnitt ist in wikipedia bzw. den weiterführenden Links dort von Konzept und Praxis her recht gut beschrieben.

Re: immer geschnittene Apfelbäume umgewöhnen

Verfasst: Fr 11. Mai 2012, 09:25
von Benutzer 68 gelöscht
Wichtig ist noch, dass man eine ungefähre Idee haben muss, wie der Baum mal aussehen soll.

Re: immer geschnittene Apfelbäume umgewöhnen

Verfasst: Sa 12. Mai 2012, 11:00
von Spottdrossel
Ich denke, man muß einfach unterscheiden zwischen "viel schneiden" und "falsch schneiden". Ich habe den Eindruck, manche Leute (Männer?) wollen sich mit ihrem Baum regelrecht duellieren, im ersten Jahr greift der Gartenbesitzer energisch zur Astschere, im nächsten Jahr sagt der Baum "Ätsch!" und legt sich einen schicken Irokesenkamm aus Wassertrieben zu.
Ein Kollege sagte beim Anblick meines munter blühenden Apfelbaums: "unserer trägt einfach nicht, obwohl ich ihn jedes Jahr radikal schneide" :roll: .
Ein Gartenbauingenieur erklärte mir mal, die meisten (privaten) Bäume würden eher zuviel als zuwenig geschnitten (vielleicht, weil ansonsten im Winter nix zu tun ist?), seiner Meinung nach reicht bei einem jungen Baum die Erziehung auf die Hauptäste in den ersten Jahren und ab dann "mit Gefühl und Augenmaß".

Re: immer geschnittene Apfelbäume umgewöhnen

Verfasst: Sa 12. Mai 2012, 14:17
von Benutzer 68 gelöscht
Spottdrossel hat geschrieben:...im nächsten Jahr sagt der Baum "Ätsch!" und legt sich einen schicken Irokesenkamm aus Wassertrieben zu.
Der Saft muss eben irgendwo hin. Die Wurzeln werden ja meist nicht geschnitten, also liefern die Saft für viele Äste. Wenn man die alle wegschneidet bis auf einen, kriegt der entsprechend viel Saft.

Re: immer geschnittene Apfelbäume umgewöhnen

Verfasst: Sa 12. Mai 2012, 20:37
von WernervonCroy
Ich musste schmunzeln als ich das Thema gelesen habe.

Es gibt doch nichts schöneres als das Fachsimpeln übers Bäume schneiden. Ich mache das einfach nach Gefühl. Habe hier im neuen Heim auch drei Bäume, einen Apfel und 2 Kirschbäume. Die habe ich erstmal alle drei radikal zurückgeschnitten. Mein Nachbar meinte danach, dass ich mich aber sehr gut auskenne und wo ich das gelernt habe.......
Mal schauen wie sie werden.

kleine Provokation

Verfasst: Sa 12. Mai 2012, 22:13
von Das Faultier
Theo hat geschrieben:Wichtig ist noch, dass man eine ungefähre Idee haben muss, wie der Baum mal aussehen soll.
Genau !
Also - wenn ich einen Baum als Sichtschutz brauche, und ihn nur noch ein einziges Mal
schneiden will, weil ich zu faul geworden bin, dann mache ich es halt so,
wie es der Nachbar immer macht.
:haha:

Das geht natürlich auch mit Beerenobst.
Hab da eine Stachekbeere stehen, die ist dazu da, um einen Zaun zu ersetzen, den mir das Bauamt
nicht genehmigen wollte, macht übrigens einen guten Job und hat sogar Beeren dran :hhe:

Das Faultier

Re: immer geschnittene Apfelbäume umgewöhnen

Verfasst: Di 11. Sep 2012, 21:52
von Hotzenwalder
Neuer Rekord: 100 Liter Most !!
:michel: :lol: :holy:

So schlecht war der Sparschnitt wohl nicht :mrgreen:

Grüße

Re: immer geschnittene Apfelbäume umgewöhnen

Verfasst: Mo 26. Aug 2013, 17:58
von Hotzenwalder
08/2013
08/2013
2013-08-26 15.00.56a.jpg (198.64 KiB) 2058 mal betrachtet
Die Bäume biegen sich wieder vor Äpfeln.

Re: immer geschnittene Apfelbäume umgewöhnen

Verfasst: Mo 26. Aug 2013, 19:08
von Spottdrossel
Deshalb mußte ich meinen Apfelbaum ja schneiden - er hatte sich in eine Art apfeltragende Trauerweide verwandelt, wo weder Licht noch Luft an die Früchte kam.