"Nachlese" zum Traubensaft...
Also, gestern hab ich die letzten Trauben zu Saft verarbeitet.
Am Mittwoch Abend hat es mir nachts um 11 Uhr dann gereicht und ich habe die eingemaischten Trauben dann noch im blauen Fass stehengelassen.
Gestern Abend habe ich dann nochmal per Hand und Abseihtuch die Trauben vom Maischefass in den Trichter im Messbecher gepresst und dann in den Einwecktopf gekippt. Nachdem am Mittwoch die ersten 4 Liter mit 5 Minuten Köchelzeit bei 74 Grad nicht sooo super geschmeckt haben... hab ich gestern den 2. Schwung Trauben nur 1 Minute erhitzt und in Flaschen abgefüllt.
Mit 1 Minute ist der Geschmack definitiv besser (Der Topf heizt ja auch noch ein bißchen nach...)
Hmm...

Mein Fazit: Ganz schön viel Aufwand für so'n paar Liter.
Geschmacklich scheint sich die Pasteurisierungszeit doch sehr stark auszuwirken.
Und natürlich war es irrsinnig bescheuert, 10 kg Trauben mit den Händen auszupressen.
Also sollte ich in Zukunft professioneller in die Saftproduktion einsteigen wollen, bräuchte ich auf jeden Fall eine richtige Presse (muß ja nicht sooo riesig sein wie die von Richard ...) Vielleicht könnte ich mich dann ja auch mal zu Apfelsaft durchringen?
Oder ich probiere nächstes Jahr mal das Dampfentsaften der Trauben aus? Mein Johannisbeersaft ist definitiv viel weniger aufwändig.
Durch die Ascorbinsäure, die ich beim Stampfen im Fass beigegeben habe, hat der Saft aber eine wirklich schöne Farbe behalten.
Das Antigeliermittel braucht es vermutlich nicht unbedingt. Zumindestens habe ich keinen großen Unterschied bemerkt bei der Saftausbeute.
Außerdem habe ich den Fehler gemacht, daß ich das Antigeliermittel beim Einmaischen zugegeben habe.
Erst danach habe ich gelesen, daß ich das erst nach dem Pressen hätte zugeben müssen. Und dann den Saft zum Klären stehenlassen.
Und Richard hat Recht: Der Saft "schrumpft" in den Flaschen. Ich habe die Flaschen brav ganz voll gemacht und auf den Kopf gestellt.
Und tatsächlich -Wunder der Physik! - waren sie nach dem Abkühlen nicht mehr voll bis zur Oberkante.
Kann man mit den Trauben eigentlich -abgesehen von Wein, Saft, Gelee, Trocknen und Roh-Verschlingen- noch irgendwas machen? Geht auch Einfrieren?
Zum So-Essen sind die Trauben nämlich echt fantastisch. Meine Kollegin konnte gar nicht glauben, daß es in unserer Gegend auch so süße Trauben geben kann....
Danke Euch auf jeden Fall nochmal, daß Ihr mich so mit guten Ratschlägen unterstützt habt!

Ohne Euch wäre das wahrscheinlich ein Komplettausfall geworden...