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Re: Eine Kerze im Fenster für Berlin ...
Verfasst: Mi 21. Dez 2016, 18:42
von Benutzer 3991 gelöscht
Manfred hat geschrieben:Das stinkt doch schon wieder zum Himmel.
Und wie.
Nach dieser Spiegel - Grafik hat der LKW lediglich neun Hüttchen beiderseits passiert, bevor er wieder Richtung Straße durchgebrochen ist
http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 87186.html
Das stimmt auch mit diesem Bild überein
http://www.tagesspiegel.de/images/moegl ... at6001.jpg
hier von oben
http://cdn.salzburg.com/nachrichten/upl ... 183266.jpg
und hier wird der Tatort inspiziert
http://bilder.bild.de/fotos-skaliert/na ... 0.bild.jpg
Es liegt noch allerhand Gerümpel herum, es wurde also noch nicht gereinigt. Was fehlt auf all den Bildern?
Re: Eine Kerze im Fenster für Berlin ...
Verfasst: Mi 21. Dez 2016, 19:43
von Benutzer 146 gelöscht
Lysistrata hat geschrieben: Was fehlt auf all den Bildern?
Nichts! Denke mal darüber nach, auch wenn`s schwer fällt, um welche Art von Verletzungen es hier geht...
Re: Eine Kerze im Fenster für Berlin ...
Verfasst: Mi 21. Dez 2016, 20:01
von Benutzer 3991 gelöscht
frodo hat geschrieben:Nichts! Denke mal darüber nach, auch wenn`s schwer fällt, um welche Art von Verletzungen es hier geht...
Ja anscheinend um völlig unblutige, weil das unschuldige grau der Wegplatten von keinerlei Blutfleck getrübt wird..
aber, schwerfällig wie ich halt bin, leuchtet es mir nicht ein

Re: Eine Kerze im Fenster für Berlin ...
Verfasst: Mi 21. Dez 2016, 20:22
von Thomas74
Verstehe ich jetzt nicht, dein Problem...
Vielleicht standen ja 3-5 in der plattgefahrenen Bude, vielleicht ganz am Anfang des Weges. Man sieht ja nur den Abschnitt weiter hinten. Es werden ja nicht alle wie die Salzsäulen gewartet haben, bis der LKW da ist und sie überrollt werden...

Re: Eine Kerze im Fenster für Berlin ...
Verfasst: Mi 21. Dez 2016, 20:37
von Benutzer 3991 gelöscht
An dieser Stelle mag ich mich ausklinken. Ich versteh die Deitschen einfach nimmer. Ist aber eh wurst

Re: Eine Kerze im Fenster für Berlin ...
Verfasst: Mi 21. Dez 2016, 21:49
von henmen
Lysistrata,
danke für das Ausklinken. Es ging und geht mir bei diesem Post um nichts anderes als eine Verneigung vor den Opfern und ihren Lieben, den Menschen die als erste vergessen werden und die auch wenn sie überleben, für ihr restliches Leben gezeichnet sind und auch deshalb dauerhaft in unseren Herzen und unserem Focus stehen sollten, statt den Tätern oder wem oder was auch immer eine Wichtigkeit zu geben, die sie nicht verdienen.
Re: Eine Kerze im Fenster für Berlin ...
Verfasst: Do 22. Dez 2016, 00:52
von Blümle
Stadtgärtner, das mit den Waffenlieferungen lässt mich auch nicht los. Das ergibt einfach überhaupt keinen Sinn.
Und solche Verschwörungstheorien sind gegenüber den Opfern sehr respektlos.
Ich muss aber auch sagen, dass es in mir ein seltsames Gefühl auslöst, wenn ich sehe, wie bestürzt alle sind nach einem Terroranschlag in einem zentraleuropäischen Land, während jeden Tag 1000de Menschen einen ebenso vermeidbaren (durch Menschen verursachten) Tod sterben. Ich meine, wie viele Leute werden jeden Tag fahrlässig oder absichtlich umgebracht? Ich rede jetzt nicht von den Unfällen, wo einfach niemand was dafür kann. Die sind genauso tragisch, aber ich rede von den bewussten Tötungen oder dem "In-Kauf-nehmen-dass-jemand-stirbt" Wie viele sterben jedes Jahr, weil irgendjemand mal wieder betrunken Auto fahren musste (zähle ich zu in-kauf-nehmen)? Wie viele sterben an Krebs, der von Stoffen ausgelöst wurde, welche verboten gehören (es aber nicht werden, weil Firmen an Regierungen viel Geld zahlen)? Es werden auf der Welt noch genug Leute vollkommen grundlos umgebracht oder für das Geld in ihrer Brieftasche oder weil sie die falsche Hautfarbe haben oder weil es mal wieder eine "Familientragödie" gab.
An diese Leute denkt niemand. Warum ist es erwähnenswerter, wenn ein radikaler Idiot jemanden umbringt, als wenn ein Mann bei einem Raubüberfall getötet wird?
Selbstverständlich können die Nachrichten nicht von allen Todesfällen im Land berichten, aber die Relationen sollten schon dar gestellt werden, finde ich. Ich möchte den Anschlag definitiv nicht verharmlosen.

Irgendwie kann ich nicht so richtig in Worte fassen, was ich sagen möchte. Versteht ihr denn was ich mein?
Re: Eine Kerze im Fenster für Berlin ...
Verfasst: Do 22. Dez 2016, 07:11
von bielefelder13
Hallo Olaf, genau so sehe ich es auch.

Deine Sicht der Situation gefällt mir gut!!!!!
Re: Eine Kerze im Fenster für Berlin ...
Verfasst: Do 22. Dez 2016, 11:40
von fuxi
Lysistrata hat geschrieben:frodo hat geschrieben:Nichts! Denke mal darüber nach, auch wenn`s schwer fällt, um welche Art von Verletzungen es hier geht...
Ja anscheinend um völlig unblutige, weil das unschuldige grau der Wegplatten von keinerlei Blutfleck getrübt wird..
aber, schwerfällig wie ich halt bin, leuchtet es mir nicht ein

Wenn dein Magen das aushält, such doch mal nach den (leider unzähligen) Videos von Radfahrern, die von LKWs überfahren werden. Blut ist da so gut wie nie in größeren Mengen. Der Mensch ist keine Wasserbombe, die einfach platzt. Blutig sind lediglich die Platzwunden, falls der Radfahrer am Kopf getroffen wird. Meist kommen die aber "einfach" komplett unter die Räder.
(Übrigens ein weiterer Grund, warum ich als Radfahrerin das "Terror"-Geschrei und die zur Schau gestellte Betroffenheit um diese überfahrenen Menschen absurd und lächerlich finde. Wenn die Toten auf dem Rad gesessen hätten wäre die Reaktion nicht "Welche Nationalität hatte der Fahrer?" und bundesweite Anteilnahme, sondern eine Fußnote in der Zeitung und ein selbstgerechtes "Tja, hätten sie mal einen Helm getragen.")
Re: Eine Kerze im Fenster für Berlin ...
Verfasst: Do 22. Dez 2016, 13:12
von viktualia
Auch mir tun die Angehörigen der Opfer leid, auch die Opfer selber.
Aber kann mir bitte mal jemand erklären, warum es pietätvoll ist, da jetzt den Mega-Medien-Hype draus zu machen, bevor noch irgendwas klar ist? Woher kommt eure Sicherheit, dass alle Angehörigen es begrüssen, dass wegen ihres Trauerfalles die Überwachung des Volkes erhöht wird?
Wisst ihr ganz sicher, dass sich niemand von denen Instrumentalisiert fühlt? (Fühlen wird, jetzt haben die erst mal andere Sorgen.)
Sorry, aber ich bin noch aus einer Generation, in der es bei Nachrichten um Fakten ging.
Und die Faktenlage ist mir hier eindeutig zu dünn um mich anmachen zu lasen, wenn ich dies bemerke.
Und dies durchaus auch im Namen der Opfer.
Da soll ich mich demnächst also sicher fühlen, wenn mit Maschinengewehren bewaffnete Männer zuhauf auf Märkten rumstehen. Geht´s noch?
Die können, so sie noch bei Verstand sind, mit den Waffen doch gar nix anfangen, in einer Menschenmenge.
@Rati und @Stadtgärtner, danke vielmals, ohne euch wär ich grad echt am verzweifeln.
(@henmen, die Kerzen und das leise find ich gut; die Wallungen sind jedoch für mich ne Art Kollateralterrorismus.)
(@Lys: die spinnen, die Preissen...)