Re: Ende der Globalisierung?
Verfasst: Di 29. Nov 2016, 13:58
Das Forum für Selbstversorgung und Permakultur
https://selbstvers.org/forum/
Dankeschön.Bewundernswertes positives Weltbild.Rati hat geschrieben:Und wenn ich es recht einschätze ist die Menschheit gerade ganz gut dabei sich vom Öl zu lösen.
Auf Inovativen Projekten in Sachen Energieffizien und regenerativen Energiequellen.... Worauf basiert diese Einschätzung?
i.O. Renysol,Renysol hat geschrieben:Ich hatte doch geschrieben:
"Die Erde ist im Hinblick auf fossile Energien ein geschlossenes System."
Bemerkungen wie "Ich kaufe mir einen Anhänger" mögen zwar Gelächter beim
unbedarften Publikum hervorrufen, sind aber einer ernsthaften Diskussion
über das (Haupt-)Problem der Menschheit nicht dienlich....
Die kannst Du nicht ins unermeßliche steigern. Siehe Automotor. Warum wohl haben die Hersteller Beschiß-Software eingebaut?Auf Inovativen Projekten in Sachen Energieffizien und regenerativen Energiequellen.
Die reale Welt funktioniert so, das am Ende jedes Prozesses Netto-Energie übrig bleiben muß. Das war mit dem Beispiel gemeint. Schon wenn Du nur 250km zur Tanke fahren mußt, lohnt es sich nicht mehr, die 10l, die übrig bleiben, überhaupt zu holen, weil Du in der Zeit zuhause auf dem Acker schuften könntest und dabei mehr Netto-Energie rausholen könntest (z.b. indem Du Deine Kartoffeln erntest oder Holz hackst.)Aber so funktioniert die reale Welt auch nicht.
Das nennt sich Wohlstandsverlust. Und den will niemand haben, außer ein paar Verrückten wie uns...Was ist wenn ich zB Fahrgemeinschaften bilde, was ist wenn ich ein Auto mit weniger Spritverbrauch nutze? Was ist wenn ich zB auf dem Hinweg ein Pferd mein Auto ziehen lasse (das ich dann vor Ort jemandem für den Rückweg überlasse), was wenn ich einfach kein Auto mehr brauche? usw.
Ja. Man müßte eigentlich sofort und global damit aufhören, den Wachstumsgott und seinen Propheten "technischer Fortschritt" an zu beten....Aber das dauert, da
die meisten Leute Optimisten sind.
Es dürfte unmöglich sein, hochkonzentrierte Energieträger, die ihr eigener Speicher sind und leicht zu transportieren, durch niedrig konzentrierte, "fein verteilte", schlecht speicherbare und aufwändig zu transportierende zu ersetzen.Schließlich ist alles, wann an Strahlung aus dem All kommt und in der Atmosphäre, an der Oberfläche oder dem Mantel in Wärme umgewandelt wird (und Nachts wieder abgegeben wird) wiederkehrend und kann problemlos verbraucht werden
Es sind ja auch noch ganz andere als rein energetische Probleme zu bedenken. Vor allem das Finanzsystem müßte erstmal radikal und weltweit umgebaut werden.Ich bin nicht ganz so pessimistisch wie Thomas/V oder Reynisol.
Kommt drauf an, was Du unter Komfort verstehstAber ich halte trotzdem ein komfortables Level auch ohne Öl für möglich,
So wie ich das verstehe, ist es ein Lügen in die eigene Tasche, wenn man sowohl von Atom- als auch von Kohle und Gas weg kommen will (um das Klima zu retten), aber glaubt, trotzdem das Wohlstandsniveau /Wachstum usw. beibehalten zu können, weil Erdöl, Kohle und Gas notwendig sind, um die EE zu "subventionieren".frodo hat geschrieben:ich gebe zu, nicht besonders sorgfältig gelesen zu habenund bitte um Widerspruch, falls ich `was übersehen habe, aber mir kommt es so vor, als würde bei diesem EROI davon ausgegangen, dass Erdöl der einzige derzeit verfügbare und genutzte Energieträger ist
![]()
Vermutlich wird aber ein großer Teil der Förder- und Verarbeitungs-Energie von Rohöl in Form von elektrischer Energie benötigt, und DIE wird derzeit doch nur in Ausnahmefällen aus Erdöl erzeugt, sondern eher aus Kohle, Kernkraft oder regenerativ (in gewissem Sinne gibt es also doch einen Anhänger).![]()
Das soll jetzt ausdrücklich KEIN Plädoyer für "weiter so" sein, aber derartig schmalspurige Argumentationen sind "der Sache" eher abträglich.
Gruß
frodo