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Re: Das Demenzrisiko sinkt

Verfasst: Mo 11. Apr 2016, 13:28
von Jul
Da ich ja recht dicht bei der Betreuung von zwei 'Gemeinschaftsomis' bei uns beteiligt bin, gebe ich jetzt auch mal meinen Senf dazu.
Bei mir selbst dauert es ja hoffentlich noch etwas^^

Beide sind über 80, die eine war Lehrerin, spricht immer noch Latein, Italienisch, Französich, Englisch und Deutsch sowieso.
Aber wo sie wohnt, wer wir sind, wo das Klo ist und was man damit macht weiß sie nicht mehr.
Ob Sprachen also wirklich so viel helfen :aeh:

Die andere vergisst auch schon mal welcher Tag ist, ob sie die Tabletten schon genommen hat usw...
Aber war nie so gebildet, auch wenn sie immer sehr viel gelesen hat.
Mittlerweile ließt sie halt die selben drei Bücher im Turnus und merkt es nicht.

Beide hatten nie besondere Hobbies, keine Kinder und keinen besonders anspruchsvollen Haushalt zu führen.

Meine Oma, die 4 Kinder großgezogen hat und scharenweise Enkel, außerdem engagiert im Chor und Kirche usw. ist 10 Jahre älter und hat jetzt so langsam ähnliche Erscheinungen wie die zwei 'Leihomis'.
Auch die 'Alten' hier im Dorf, die noch ihre Ziegen versorgen usw. sind alle! fit im Kopf.

Ich schließe daraus, dass ein anspruchsvolles Leben zu managen, sich bis ins hohe Alter hinein bei Projekten einzubringen, Leute zu treffen etc. die beste Vorbeugung ist.

Allerdings ist das natürlich nix statistisches, sondern nur meine eigenen Beobachtungen :pft:

Liebe Grüße und ich wünsche uns allen bis zum Schluss klar im Kopf zu bleiben :kuuh:

Re: Das Demenzrisiko sinkt

Verfasst: Mo 11. Apr 2016, 16:57
von emil17
Ich hab grossen respekt vor Leuten, die Dinge wie Dementenpflege machen.

Manche Forschungskritiker halten es für sehr gefährlich, dass mehr in Fitness und Kosmetika und Alterungsverzögerung geforscht wird als in Anti-Demenz-Therapien. Sie sehen eine Gesellschaft, wo die Omis mit strammem Busen und die Opas mit steifem Schwanz rumlaufen - und keine Ahnung mehr haben, was man damit anfangen kann.

Re: Das Demenzrisiko sinkt

Verfasst: Mo 11. Apr 2016, 21:25
von si001
Aus gegebenem Anlass hatten wir das Thema auch neulich in der Familie und sind auch zu einem Schluss gekommen: Früher lebten die alten Leutchen in großen Familien. Dort hatten sie ihre Aufgabe und wurde gefordert. Natürlich war die, eine oder andere Oma düdelig, aber dement? Abgesehen davon, dass es das Wort noch gar nicht gab (?), "durchgeknallte Alte" gab es doch wenig. Die waren dann aber bekannt.

Re: Das Demenzrisiko sinkt

Verfasst: Mo 11. Apr 2016, 21:37
von Benutzer 72 gelöscht
si001 hat geschrieben:Früher lebten die alten Leutchen in großen Familien. Dort hatten sie ihre Aufgabe und wurde gefordert.
hält Enkel-Hüten geistig fit?
Ich finde es immer so herrlich, wie gut sich ganz kleine Kinder und alte Leute manchmal verstehen - da kommt man als Außenstehende ("Mama") nicht immer mit! :pft:

Re: Das Demenzrisiko sinkt

Verfasst: Mo 11. Apr 2016, 23:21
von Steffen
Als häufigste Ursache für Demenz wird eine Stoffwechselstörung genannt. In diesem Fall wird das Gehirn mit Nährstoffen unterversorgt. Das Lernen von Sprachen oder weitere geistige Forderungen des Gehirns werden dann nicht viel nützen - ohne Kraftstoff läuft kein Motor.
Vor diesem Hintergrund finde ich das Thema Demenz und Kokosöl sehr interessant. Einfach mal google fragen!

Re: Das Demenzrisiko sinkt

Verfasst: Di 12. Apr 2016, 18:50
von sybille
si001 hat geschrieben:Aus gegebenem Anlass hatten wir das Thema auch neulich in der Familie und sind auch zu einem Schluss gekommen: Früher lebten die alten Leutchen in großen Familien. Dort hatten sie ihre Aufgabe und wurde gefordert. Natürlich war die, eine oder andere Oma düdelig, aber dement? Abgesehen davon, dass es das Wort noch gar nicht gab (?), "durchgeknallte Alte" gab es doch wenig. Die waren dann aber bekannt.
Doch, es gab die durchgeknallten Alten sogar sehr oft Aber es wurde nicht publik gemacht. Sie wurden nicht so bezeichnet und auch der Begriff Demenz ist neu. Einige meiner dementen alten Leute (ü 80) erzählten das die Mutter oder der Vater irgendwann völlig "durcheinander" waren. Da spielt wohl auch Vererbung eine Rolle.