Hallo Dieter, das Grundprinzip ist so: Es folgen alternierend aufeinander Blütentage, Blatttage, Fruchttage, Wurzeltage. Das Zeitfenster dieser Konstellationen ist zwischen 1 und 4 Tage groß, meist 2 bis 3. Die Pflanzen werden in Blüten-, Blatt-, Frucht- und Wurzeltyp unterteilt, nach dem Organ, was genutzt werden soll. Bei Möhre, Spinat und Erdbeere ist klar wo sie hingehören, aber z.B. Brokkolie wird den Blütenpflanzen zugeteilt, während Blumenkohl zu den Blattpflanzen gehört. Diese Zugehörigkeiten hat Maria Thun wohl in langjährigen Versuchen ermittelt, einfach wie die entsprechenden Pflanzen am besten gedeien. Die Hülsenfrüchte gehören z.B. zu den Fruchtpflanzen, da wär man vielleicht auch nicht drauf gekommen. Bei Tomaten und Zucchini vielleicht noch eher.
Also an diesen Tagen finden dann alle Arbeiten statt. Von der Aussaat, über das Pikieren, das Auspflanzen, auch das Hacken und später die Ernte. Bei der Ernte geht es vor allem um den nicht direkten Verbrauch, sondern wenn man was lagern will. Für den unmittelbaren Verbraucht erntet man direkt.
Dann gibt es noch zu wissen, dass es sogenannte Pflanzzeiten gibt, das sind die Zeiten des absteigenden (nicht abnehmenden!) Mondes. In diesem Zeitfenster (etwa 2 Wochen) ist es günstig alle Arbeiten zu machen die die Pflanze "mit dem Boden verbinden" sollen also aussäen, einpflanzen, auch hacken, weil die Pflanzen gut einwurzeln in der Zeit. Und auch Schnittarbeiten, denn der Saftstrom ist in der Zeit geringer, die Pflanze "blutet" also nicht so beim Schnitt.
Die Zeit des aufsteigenden (nicht zunehmenden!) Mondes ist wiederum günstig für alle Erntearbeiten, vor allem bei Lagerobst/ -gemüse, denn der Saftanstieg in den Pflanzen ist stark. Innerhalb dieser Zeiten werden dann noch die jeweiligen Tage gewählt. Also bei absteigenden Mond an Blatttagen sät man Spinat, aber bei aufsteigenden Mond an Fruchttagen ernet man Äpfel. Das hört sich vielleicht erstmal kompliziert an, wird aber total übersichtlich wenn man so einen Kalender vor sich hat.
Wo ich grad so drüber nachdenk, kommt mir die Frage: Wie ist es dann mit Lagerkartoffeln, -möhren,... müssten die nicht genau konträr bei absteigenden Mond geerntet werden, weiss das jemand? Würde doch irgendwie Sinn machen.
Naja, das ist jedenfalls im Groben das Prinzip. Jetzt ist nur noch die Frage ob es absurd ist oder genial. Probieren wirs aus!