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Re: 1000 Gärten Versuchsreihe Sojabohnen

Verfasst: Sa 16. Jan 2016, 22:48
von poison ivy
Ölkanne hat geschrieben:
ansonsten welches Gemuese haettest denn gern?
Zwischen Gemüse und Futterpflanzen besteht aber hinsichtlich Ansprüche an Boden, Wasser, Nährstoffe und Chemie ein sehr großer unterschied! :lol:

Was möchte man denn in Deutschland mit mehr Soja?
brrr - halt Oelkaennle :flag:
ich will bestimmt nicht mehr Soja weder hier noch da
cfn will wissen, womit man das Zeug ersetzen kann
cfun hat geschrieben:
kraut_ruebe hat geschrieben:beide pflanzen würden besser durch heimische nahrungspflanzen ersetzt anstatt gefördert.
Und das wären?
und ich meine mit so ziemlich jedem Gemuese bist besser dran als mit Soja
Frage der Zielsetzung

wenn ich Platz haette wuerde ich persoenlich eher langfristig planen und Obst- oder Nussbaeume pflanzen statt Soja

Re: 1000 Gärten Versuchsreihe Sojabohnen

Verfasst: Sa 16. Jan 2016, 23:26
von Thomas/V.
und ich meine mit so ziemlich jedem Gemuese bist besser dran als mit Soja
Die Veggis brauche das Zeug doch, damit sie damit Fleisch imitieren können. ;) Das geht mit Äppeln schlecht...

Re: 1000 Gärten Versuchsreihe Sojabohnen

Verfasst: So 17. Jan 2016, 01:34
von Benutzer 4754 gelöscht
Die Veggis brauche das Zeug doch, damit sie damit Fleisch imitieren können. ;) Das geht mit Äppeln schlecht...
:haha: :haha:
brrr - halt Oelkaennle :flag:
ich will bestimmt nicht mehr Soja weder hier noch da
cfn will wissen, womit man das Zeug ersetzen kann
Hab ich auch nicht gesagt ;)
ich fragte was man mit noch mehr Soja machen möchte wenn das jetzige schon exportiert wird weil im Inland kein Bedarf besteht.
Was will man da mit mehr?

Re: 1000 Gärten Versuchsreihe Sojabohnen

Verfasst: So 17. Jan 2016, 10:34
von cfun
Ihr habt euch so in euren Rausch reingesteigert, dass meine Frage leider immer noch nicht beantwortet wurde: Wenn Soja und Mais schlecht sind weil nicht einheimisch, was soll man dann anbauen? Ackerbohnen und Erbsen sind doch auch eingeführt, oder? Weizen, Kartoffeln ebenso. Was sollen wir dann essen?

Und was Veganer vs. Nicht-Veganer angeht: Den größten Teil der Sojaproduktion essen nun mal die Nicht-Veganer. Deshalb braucht man ja so viel Soja.

Re: 1000 Gärten Versuchsreihe Sojabohnen

Verfasst: So 17. Jan 2016, 11:49
von misfits
was soll man dann anbauen
wie wär's mit Lupinen oder Hanf.

Re: 1000 Gärten Versuchsreihe Sojabohnen

Verfasst: So 17. Jan 2016, 13:59
von MeinNameistHASE
cfun hat geschrieben:Ackerbohnen und Erbsen sind doch auch eingeführt, oder? Weizen, Kartoffeln ebenso. Was sollen wir dann essen?
Je nach dem, wie man "eingeführt" definiert... :pfeif: Wenn du 100% europäisches Essen willst sieht es ganz schön mager aus. Die meisten heute kultivierten Arten stammen aus dem Gebiet des fruchtbaren Halbmonds. Die hier angeführte Ackerbohne stammt aus Südwestasien bis zum Himalaja und aus dem Mittelmeerraum (groß- und kleinkörnige Varietäten) und die Erbse aus Zentralasien.(vgl. Diepenbrock et al. 2005)

Eine andere Möglichkeit wäre bspw. die Linse, die aber auch aus dem östlichen Mittelmeergebiet stammt.

LG Jonas

Re: 1000 Gärten Versuchsreihe Sojabohnen

Verfasst: So 17. Jan 2016, 14:14
von der.Lhagpa
Jonas, da bin ich leider nicht belesen genug. Daraus schliesse ich, daß die Menschen auf ihrem WEg von Afrika über Kleinasien nach Europa praktischerweise ihre Nahrungsmittel mitgebracht haben, die sich dann glücklicherweise in Europa auch anbauen/ vermehren liessen? Also warum sollte man eine Frucht die hier wächst aber nicht heimisch ist nicht anbauen?

Re: 1000 Gärten Versuchsreihe Sojabohnen

Verfasst: So 17. Jan 2016, 14:35
von matt23
Ölkanne, wenn der Bauer Milchvieh hat, soll er doch Luzerne anbauen. Dann kann er auch aufs Greening anrechnen und die Leguminosenförderung mitnehmen. Die Luzerne kann er wahrscheinlich auch besser verwerten. Entweder Heu machen, wenn eine Trocknungsanlage in der Nähe ist (wegen der Bröckelverluste), oder als Silage (Luzerne allein siliert nicht so gut. Deswegen mit Gras oder Mais zusammen silieren). Für die Futteraufnahme ist das sehr gut.
Ungetoastete Sojabohnen haben zu viel Fett für Rinder. Würde ich also nicht unbedingt einsetzen.
Also mMn machen da andere Eiweißpflanzen mehr Sinn :kuuh:

Re: 1000 Gärten Versuchsreihe Sojabohnen

Verfasst: So 17. Jan 2016, 15:40
von Benutzer 4754 gelöscht
matt23 hat geschrieben:Ölkanne, wenn der Bauer Milchvieh hat, soll er doch Luzerne anbauen. Dann kann er auch aufs Greening anrechnen und die Leguminosenförderung mitnehmen. Die Luzerne kann er wahrscheinlich auch besser verwerten. Entweder Heu machen, wenn eine Trocknungsanlage in der Nähe ist (wegen der Bröckelverluste), oder als Silage (Luzerne allein siliert nicht so gut. Deswegen mit Gras oder Mais zusammen silieren). Für die Futteraufnahme ist das sehr gut.
Ungetoastete Sojabohnen haben zu viel Fett für Rinder. Würde ich also nicht unbedingt einsetzen.
Also mMn machen da andere Eiweißpflanzen mehr Sinn :kuuh:
Luzerne hat er auf schlechten Böden, steinigen Äckern (manche sind hier "Steinreich" :lol: ) und im Überschwemmungsgebiet, auf allen anderen Flächen ist sie zu schwach gegenüber Mais, Getreide und Co mit ZF.

Er hat praktisch kein Grünland (max. 2-3ha, und das ist auf 9 oder 10 Fetzen verteilt) weshalb auf den Luzerneflächen alle 4 Jahre Mais steht, denn eigentlich ist es Ackerland

Frisch verfüttert wird die Luzerne an den Nachwuchs und Värsen (beide bekommen nur Grünfutter im Frühjahr bis Herbst) und für das Milchvieh mit Getreide-GPS einsiliert.
Also warum sollte man eine Frucht die hier wächst aber nicht heimisch ist nicht anbauen?
Also doch her mit dem Soja ;)
aber bitte fürs Schwein und die Kuh...

Re: 1000 Gärten Versuchsreihe Sojabohnen

Verfasst: So 17. Jan 2016, 16:38
von matt23
Ölkanne hat geschrieben:Luzerne hat er auf schlechten Böden, steinigen Äckern (manche sind hier "Steinreich" :lol: ) und im Überschwemmungsgebiet, auf allen anderen Flächen ist sie zu schwach gegenüber Mais, Getreide und Co mit ZF.

Er hat praktisch kein Grünland (max. 2-3ha, und das ist auf 9 oder 10 Fetzen verteilt) weshalb auf den Luzerneflächen alle 4 Jahre Mais steht, denn eigentlich ist es Ackerland

Frisch verfüttert wird die Luzerne an den Nachwuchs und Värsen (beide bekommen nur Grünfutter im Frühjahr bis Herbst) und für das Milchvieh mit Getreide-GPS einsiliert.
Ist dann eben eine wirtschafltiche Frage. Wenn er mit Soja eine bessere Verwertung hinbekommt und das Futter nicht braucht, ist das natürlich auch ok ;) . Weißt du was er pro ha erntet?
Wie gedeiht die Luzerne auf den Überschwemmungsflächen? Luzerne mag ja eigentlich keine (stau-)nassen Böden. Ist Acker-/Kleegras da nicht ertragreicher?
Wenn er so wenig Grünland hat und vermutlich einen dementsprechend hohen Maisanteil in der Ration hat, finde ich, dass Luzerne da eigentlich ganz gut dazu passen würde (Eiweiß und Rohfaser). Luzerne ist ein gutes Futter für Milchkühe. Und gerade in solchen trockenen Jahren wie heuer, war die Luzerne den Wiesen beim 2. und 3. Schnitt deutlich überlegen.