Re: Bin ich ein Aussteiger?
Verfasst: Fr 8. Jan 2016, 09:15
Hallo!
Wenn du Sattler bist, kannst du was, was alle brauchen und wenige können. Ein guter Trumpf, um in einer kleinen halbautarken Gemeinschaft einen guten Platz zu haben. Da sind Leute, die von Berufs wegen Rhythmiklehrer oder Hundefrisör sind und sonst nix können, nicht so gefragt. Gescheite Lederwaren oder Reparaturdienst an solchen kannst du gegen vieles eintauschen, was die anderen sowieso produzieren und womit du dich nicht auch noch abplagen musst, wenn es Dir keinen Spass macht. Alles kann man sowieso nicht alleine.
Wegen dem Wasser: Gülle wird durch biologische Aktivität im Boden abgebaut, deshalb ist es wichtig, ob der Boden mächtig oder dünn ist (--> schlechte Trinkwasserqualität in Karstgebieten, wo alles sofort durch geht) und ob in der Vegetationszeit oder im Winter gegüllt wird. Deshalb darf nicht in jeder Jahreszeit gegüllt werden und deshalb ist Abstand zu Gewässern einzuhalten.
Wie Dyrsian schreibt: Wenn du biologisch verseuchtes Wasser trinken musst, wirst du bald und ernsthaft krank. Nicht das, was man im Katastrophenfall braucht. Wenn es bloss irgendwelche Nitrate oder Spuren von Weichmachern drin hat, kann man das für einige Tage ab. Im Notfall kannst du Dir aus einem grossen Blumentopf und etwas Moos, Sand und Walderde ein Regenwasserfilter basteln.
Da Trinkwasser hierzulande eines der am strengesten überwachten Lebensmittel ist, kann man es problemlos nehmen. Wenn es schlecht schmeckt, liegt das in der Regel an einer vermurksten Hausinstallation (rostende Leitungen, unnötige Ionenaustauscher usw.).
Wenn du wegen einer Trinkwasserklemme vorsorgen willst (meistens einige Tage Wassernot nach Überschwemmungen oder anderen Naturkatastrophen), dann horte einige Kästen stilles Wasser oder, wenn du den PET-Flaschen nicht traust, nimm Korbflaschen aus Glas. Nützt aber nix, wenn der Keller mit absäuft oder verschüttet wird, wo sie drin stehen.
Bei Überschwemmungsgefahr kann man sich für Brauchwasser (waschen, reinigen, in der Not auch trinken) einige 30Liter-Kanister besorgen und die nur zu 3/4 füllen, dann schwimmen sie bei Überflutung obenauf. Kriegt man gebraucht z.B. bei Grossschlachtereien, Molkereien usw, wo Reinigungsmittel und Zusatzstoffe für die Maschinen und Produkte drin geliefert werden.
Kinder suchen sich ihren Weg alleine. Ich bin meinem Papa ja auch dankbar, dass er mir nicht seine Wertmasstäbe aufgezwungen hat. Erster Bezugspunkt für die Orientierung der Kinder ist die Gesellschaft in der man lebt, und die hat und will nun mal überall in Mitteleuropa Mobilinternet und Geiz ist geil und alles immer und überall.
"Papa, wenn du ein ganzes statt ein kaputtes Haus gekauft hättest, dann könnten wir im Sommer auch mit dem Flugzeug weg wie die anderen"
Das beisst sich mit dem Selbstversorger-Gedanken. Was du tun kannst, ist dein Ideal vorleben. Wenn du dabei ein zufriedener Mesch bleibst und nicht in die Kategorie der verbitterten ungehörten Propheten abgleitest, machen es einige vielleicht irgendwann einmal nach.
Um einen eigenen Lebensentwurf zu leben, braucht es eine positive Motivation. "Ich hab diese Konsumwelt satt" ist bloss eine negative, das reicht auf Dauer nicht.
Wenn du Sattler bist, kannst du was, was alle brauchen und wenige können. Ein guter Trumpf, um in einer kleinen halbautarken Gemeinschaft einen guten Platz zu haben. Da sind Leute, die von Berufs wegen Rhythmiklehrer oder Hundefrisör sind und sonst nix können, nicht so gefragt. Gescheite Lederwaren oder Reparaturdienst an solchen kannst du gegen vieles eintauschen, was die anderen sowieso produzieren und womit du dich nicht auch noch abplagen musst, wenn es Dir keinen Spass macht. Alles kann man sowieso nicht alleine.
Wegen dem Wasser: Gülle wird durch biologische Aktivität im Boden abgebaut, deshalb ist es wichtig, ob der Boden mächtig oder dünn ist (--> schlechte Trinkwasserqualität in Karstgebieten, wo alles sofort durch geht) und ob in der Vegetationszeit oder im Winter gegüllt wird. Deshalb darf nicht in jeder Jahreszeit gegüllt werden und deshalb ist Abstand zu Gewässern einzuhalten.
Wie Dyrsian schreibt: Wenn du biologisch verseuchtes Wasser trinken musst, wirst du bald und ernsthaft krank. Nicht das, was man im Katastrophenfall braucht. Wenn es bloss irgendwelche Nitrate oder Spuren von Weichmachern drin hat, kann man das für einige Tage ab. Im Notfall kannst du Dir aus einem grossen Blumentopf und etwas Moos, Sand und Walderde ein Regenwasserfilter basteln.
Da Trinkwasser hierzulande eines der am strengesten überwachten Lebensmittel ist, kann man es problemlos nehmen. Wenn es schlecht schmeckt, liegt das in der Regel an einer vermurksten Hausinstallation (rostende Leitungen, unnötige Ionenaustauscher usw.).
Wenn du wegen einer Trinkwasserklemme vorsorgen willst (meistens einige Tage Wassernot nach Überschwemmungen oder anderen Naturkatastrophen), dann horte einige Kästen stilles Wasser oder, wenn du den PET-Flaschen nicht traust, nimm Korbflaschen aus Glas. Nützt aber nix, wenn der Keller mit absäuft oder verschüttet wird, wo sie drin stehen.
Bei Überschwemmungsgefahr kann man sich für Brauchwasser (waschen, reinigen, in der Not auch trinken) einige 30Liter-Kanister besorgen und die nur zu 3/4 füllen, dann schwimmen sie bei Überflutung obenauf. Kriegt man gebraucht z.B. bei Grossschlachtereien, Molkereien usw, wo Reinigungsmittel und Zusatzstoffe für die Maschinen und Produkte drin geliefert werden.
Kinder suchen sich ihren Weg alleine. Ich bin meinem Papa ja auch dankbar, dass er mir nicht seine Wertmasstäbe aufgezwungen hat. Erster Bezugspunkt für die Orientierung der Kinder ist die Gesellschaft in der man lebt, und die hat und will nun mal überall in Mitteleuropa Mobilinternet und Geiz ist geil und alles immer und überall.
"Papa, wenn du ein ganzes statt ein kaputtes Haus gekauft hättest, dann könnten wir im Sommer auch mit dem Flugzeug weg wie die anderen"
Das beisst sich mit dem Selbstversorger-Gedanken. Was du tun kannst, ist dein Ideal vorleben. Wenn du dabei ein zufriedener Mesch bleibst und nicht in die Kategorie der verbitterten ungehörten Propheten abgleitest, machen es einige vielleicht irgendwann einmal nach.
Um einen eigenen Lebensentwurf zu leben, braucht es eine positive Motivation. "Ich hab diese Konsumwelt satt" ist bloss eine negative, das reicht auf Dauer nicht.