Na, Ihr Jurten-und Erdhöhlenbewohner...

BernhardHeuvel

Re: Na, Ihr Jurten-und Erdhöhlenbewohner...

#21

Beitrag von BernhardHeuvel »

Jurten sind unter anderem in der Mongolei zu finden, wo sie zum Wohnen dienen.

Klima in der Mongolei:

Die Lage im zentralasiatischen Hochland beschert der Mongolei eines der extremsten Klimate unter den kontinentalen und auch den ariden Klimaten der Welt. Aufgrund des trockenen, ausgeprägten Kontinentalklimas schwanken die Temperaturen im Laufe des Jahres sehr stark: Im Winter liegen die durchschnittlichen Tagestemperaturen bei −25 °C, im Sommer bei +20 °C, womit die Schwankungen zwei- bis dreimal größer sind als in Westeuropa. Der mittlere Jahresniederschlag erreicht 200 bis 220 Millimeter und nimmt von über 400 mm im Norden des Landes auf weniger als 100 mm im Süden der Wüste Gobi ab. Im Jahresgang fallen 80 % bis 90 % der Niederschläge von Mai bis September. Auch die Temperaturdifferenzen zwischen Nacht und Tag sind ungewöhnlich hoch und erreichen bis zu 32 °C. Die absolute Temperaturamplitude zwischen Sommer und Winter erreicht bis zu 100 K.
aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Mongolei#Klima

Siehe auch:
http://de.wikipedia.org/wiki/Jurte

So eine Jurte ist aufgebaut wie eine Kugel und bietet damit viel Volumen und wenig Oberfläche - gut für den Wärmeerhalt. Die Wände sind aus dickem Filz. Jeder, der bei Temperaturen unter minus 20 Grad Celsius mit Stiefeln aus dickem Filz unterwegs war, der wird Filz ganz anders zu schätzen wissen.

Viele Grüße
Bernhard

PS: Eine Entschuldigung tut nicht weh. ;)
Manfred

Re: Na, Ihr Jurten-und Erdhöhlenbewohner...

#22

Beitrag von Manfred »

Ja, Bunz. Du hättest die Frage etwas neutraler stellen können. Hast Angela ganz schön verletzt. Auch wenn ich mir sicher bin nicht mit Absicht.
Die Frage nach der Wintertauglichkeit alternativer Wohngelegenheiten von Bauwagen bis zu Jurten etc. finde ich durchaus berechtigt und würde mich über Erfahrungsberichte freuen.
Für das Nomadenleben in der Mongolei sind die Jurten sicher ideal. Mit Hausmitteln leicht herzustellen, mobil, isolierend.
Aber wie Bernhard schreibt: In der Mongolei sind die Winter kalt und trocken. Schneelasten und ständige Nässe sind dort winters kaum ein Problem. Und will man trotz Schlachtung nach Bedarf was tiefkühlen, braucht man es blos rauslegen...
Gut, hierzulande kann man leicht mit einer Lage Plastik nachhelfen und Be Bedarf das Dach räumen. Das eine oder andere Problem könnte ich mir aber schon vorstellen.

LG,
Manfred
guenther

Re: Na, Ihr Jurten-und Erdhöhlenbewohner...

#23

Beitrag von guenther »

hier in england hat man mit filz-yurten glaub ich schlechte erfahrungen. (fortwaehrend nass)

ich benutze eine schwere impraegnierte baumwollplane. :daumen:

bei bedarf kann einer ja von innen isolieren wie er will :kaffee:

lg. guenther
Benutzer 68 gelöscht

Re: Na, Ihr Jurten-und Erdhöhlenbewohner...

#24

Beitrag von Benutzer 68 gelöscht »

Spottdrossel hat geschrieben:Die ich so verstehe, das es nicht darum geht, auf Leuten herumzuhaken, die pechbedingt mal in einer kalten Bude überwintern müssen.
Sondern eher um das Unverständnis, warum jetzt eine Wohnform idealisiert wird, die sich hier in diesem Klima bisher nicht bewährt hat - vielleicht wegen "Hauptsache, kein Mainstream"?
So hatte ich es auch verstanden :kuuh:
Benutzer 68 gelöscht

Re: Na, Ihr Jurten-und Erdhöhlenbewohner...

#25

Beitrag von Benutzer 68 gelöscht »

Manfred hat geschrieben:Aber wie Bernhard schreibt: In der Mongolei sind die Winter kalt und trocken. Schneelasten und ständige Nässe sind dort winters kaum ein Problem.
Ebent! Es gibt doch gerade täglich Meldungen von eingestürzten Flachdächern - sowas ist einfach nicht nötig.
andrea

Re: Na, Ihr Jurten-und Erdhöhlenbewohner...

#26

Beitrag von andrea »

Von meiner Seite sicher keine Idealisierung der Wohnform Jurte, obwohl ich in einer Jurte wohne, wollte einfach nur eine Möglichkeit unter vielen :kuuh: des Wohnens zur Diskussion stellen. Was ist denn schon ideal ? lg andrea
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Spottdrossel
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Re: Na, Ihr Jurten-und Erdhöhlenbewohner...

#27

Beitrag von Spottdrossel »

andrea hat geschrieben:Von meiner Seite sicher keine Idealisierung der Wohnform Jurte, obwohl ich in einer Jurte wohne, wollte einfach nur eine Möglichkeit unter vielen :kuuh: des Wohnens zur Diskussion stellen. Was ist denn schon ideal ? lg andrea
Das war mir das größte Rätsel an den Unstimmigkeiten hier - Du hättest Dir berechtigterweise auf den Schlips getreten gefühlt können (Himmel, was ein Satz :mrgreen: ) und hast stattdessen ganz locker mit Fakten gekontert.
Natürlich ist es ein blödes Gefühl, wenn man von wohlgefülltem Keller als positive Jahresabschlußbilanz eines Selbstversorgers liest, während es bei einem selbst nicht so gut gelaufen ist - ungefähr genauso schön, wie als frischgebackener Single an Sylvester zwischen lauter knutschenden Pärchen zu stehen.
Nur - was hilft´s?
Das Forum lebt ja grade davon, das nicht nur trockene Theorie zur Sprache kommt, sondern auch die kleinen und großen Erfolge sowie die kleinen und großen Mißerfolge bequatscht werden können.
Und da man sich teilweise recht gut oder zumindest nicht nur virtuell, sondern auch livehaftig kennt, kommt da vielleicht mal unbewußt der Anspruch auf "der hätte doch wissen müssen, das ich sowas jetzt nicht hören möchte".
Nur: wo soll man dann die Grenze ziehen?
Soll Ina nicht mehr von ihren Kindern berichten, aus Rücksicht auf die ungewollt Kinderlosen, die mitlesen?
Soll keiner mehr stolz von einem Berg selbstgeschlagenem Holz berichten, weil vielleicht die, die das gesundheitlich grade nicht hinkriegen, belasten könnte?
Außer Äpfeln habe ich dieses Jahr auch nix erfolgreich auf die Reihe bekommen - trotzdem kann ich mich mit Bunz freuen, vermutlich dank meiner eher pflegeleichten Bauarbeitermentalität.
Neues Jahr, neuer Versuch, es kommen auch für die Pechvögel wieder bessere Zeiten, und bis dahin ist es doch wesentlich streßfreier -und weihnachtlicher?- anderen ihr Glück zu gönnen und sich mitzufreuen.
jow

Re: Na, Ihr Jurten-und Erdhöhlenbewohner...

#28

Beitrag von jow »

Manfred hat geschrieben:....
Die Frage nach der Wintertauglichkeit alternativer Wohngelegenheiten von Bauwagen bis zu Jurten etc. finde ich durchaus berechtigt und würde mich über Erfahrungsberichte freuen.
....
LG,
Manfred

tja, ich kann hier nur was zur wintertauglichkeit von bauwagen beisteuern. allerdings sind das auch keine allgemeingültigen aussagen, klar, jeder bauwagen ist anders.
ich stehe auf einem stadtplatz, mitten in hamburg, grüner hinterhof, eingerahmt mit häusern. also auch noch mal was anderes als, z.b.ein feldwagenplatz in der uckermark.
allerdings hat es draussen grade auch so -7°C und ich habs mollig warm.
das wird gern leute im wagen gefragt: was macht ihr im winter? antwort: das fenster auf oder den pullover ausziehen.
wagen sind halt meist ziemlich klein und werden mit einem handelsüblichen holzofen ziemlich schnell warm bis bullig warm geheizt. ich lebe in einem 8 meter wagen, also schon eher die größere variante, den innenraum hab ich in küche und wohnzimmer geteilt, mit einer flügeltür dazwischen. so bleibt die küche ungeheizt, bzw. bei bedarf mache ich die tür auf und die wärme verteilt sich gut in beiden abteilen. am kältesten sind natürlich der morgen, bevors zur arbeit geht (so 6:15 aufstehen), und wenn man nach der arbeit nach hause kommt. vorteil morgens: küche klein.aufstehen, gasherd für tee+waschwasser an, auf klo in den sanitärwagen (ja, quer übern platz bei jedem wetter), zurück: küche warm, wasser zum waschen warm, waschen in der schüssel, tee fertig, essen in der warmen küche an der arbeitsplatte!
nachmitags von der arbeit zurück: ist man eh warm in arbeitsklamotten und der wagen ist in ner dreiviertelstunde warmgeheizt, in der kann man holz machen, duschen, kaffee aufsetzen etc.
holz muss naturlich auch organisiert werden: unbehandelte tischlerei und zimmereiabfälle, spänepellets auch von da und befreundete gärtner und baumpfleger wo man auch mal stammholz abholt, das ist allerdings auch schwieriger, wir habe nicht soviel platz zum lagern....
aber es geht, dies ist jetzt mein achter winter im wagen und ich will keinen missen. klar flucht man auch schon über die scheißkälte wenn man nach hause kommt und alles ist kalt. aber das gehört dazu.selbstgewählt. :kuuh:
meryn

Re: Na, Ihr Jurten-und Erdhöhlenbewohner...

#30

Beitrag von meryn »

Hi!

hat jmd erfahrung mit Ganzjahresleben in der Jurte und kindern?
mich lässt der gedanke nicht mehr los auch in eine jurte zu ziehen...einstweilen bin ich mal auf der suche nach einem geeigneten Grund...und dann hoff ich, dass die Behörden nicht allzusehr nerven-

ich freu mich auf weitere erfahrungsberichte!

:grinblum:
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