Seite 3 von 4

Re: Geschirrabwaschen mit Aschenlauge

Verfasst: Mo 21. Feb 2011, 14:05
von emil17
"Bio" in "biologisch abbaubar" heisst erstmal nur, dass die Substanz durch Prozesse, die an die Aktivität von Lebenwesen gebunden sind, chemisch verändert wird.
Wenn beispielsweise eine Substanz in der Kläranlage biologisch abbaubar ist, dann kommt sie nicht mehr hinten raus. Was daraus wird, ist eine andere Frage.
Das meinen zwar die Konsumenten berechtigterweise nicht, aber die, die es auf ihre Packung schreiben.

Seltsamerweise steht es noch nicht auf den Kleinpackungen Kaminfeuerholz, die hier überall palettenweise am Eingang der Supermärkte stehen. Dabei bin ich fast sicher, dass das Holz ohne Pflanzenschutzmittel, in Bodenhaltung und im Freiland gewachsen ist.

Re: Geschirrabwaschen mit Aschenlauge

Verfasst: Di 22. Feb 2011, 13:03
von roland
emil17 hat geschrieben:Seltsamerweise steht es noch nicht auf den Kleinpackungen Kaminfeuerholz, die hier überall palettenweise am Eingang der Supermärkte stehen. Dabei bin ich fast sicher, dass das Holz ohne Pflanzenschutzmittel, in Bodenhaltung und im Freiland gewachsen ist.
Bist du ruhig :nudel: - nich dass wer von denen mitliest :mrgreen: ;)

Roland

Re: Geschirrabwaschen mit Aschenlauge

Verfasst: Mi 23. Feb 2011, 19:06
von krabbe
waren sie vielleicht auch freilaufend? :mrgreen: äh feiwachsend...

lg Andrea

Re: Geschirrabwaschen mit Aschenlauge

Verfasst: So 3. Apr 2011, 11:38
von Marion2311
ich staune hier auch bauklötzer :oma:
leider habe ich keine ofenasche tuts denn die zigarettenasche auch? dann würde ich die sammeln und mal ausprobieren.

:hhe: lieben gruß marion

Re: Geschirrabwaschen mit Aschenlauge

Verfasst: So 3. Apr 2011, 14:30
von BernhardHeuvel
emil17 hat geschrieben: Dabei bin ich fast sicher, dass das Holz ohne Pflanzenschutzmittel, in Bodenhaltung und im Freiland gewachsen ist.
Die Gentechnik wird schon bei Bäumen eingesetzt und die massive Verwendung von verschiedenen Insektiziden, Fungiziden und Totalherbiziden gibt es in Monokulturforsten auch.

Holz heißt also nicht automatisch "Bio".

Ein Baum steht lange in der Weltgeschichte rum, bevor er zu Asche verbrannt wird. Genug Zeit um Umweltgifte und Strahlung im Holz zu speichern. Ein Konzentrat an Schwermetallen und anderen Stoffen sozusagen.

Ich habe daher Bedenken, was die Verwendung im Geschirr betrifft. Dass ich die Asche trotzdem dafür verwende, liegt an der Omnipräsenz dieser Substanzen. Wir bekommen stets auf den Teller, was wir als Menschheit uns einbrocken.

Deswegen gibt es selbst heute noch DDT im Babybrei. Siehe:
http://www.bvl.bund.de/cln_028/DE/01__L ... taende.pdf

Ganz unten in der Liste.

Ich will euch nicht den Appetit oder Tag verderben. Nur solltet ihr wissen, daß ihr auf dem richtigen Weg seid. Je mehr Menschen ihre Nahrung selbst produzieren und je weniger unsere Erdenmutter durch uns belastet wird, desto besser für alle.

Viele Grüße
Bernhard

Geschirr mit Asche abwaschen

Verfasst: Do 30. Jun 2016, 20:14
von Viona
[An bestehendes Thema angehängt]

Hallo Ihr Lieben!
Ich bin neu hier im Forum und beginne mein Leben Stück für Stück auf Selbstversorgung um zu stellen. Ich habe ältere Beiträge zum Thema Aschelauge und Umgang damit gelesen. Dabei bin ich auf "Achtung Verätzung" gestoßen und wurde verunsichert. Besteht die Verletzungsgefahr nur bei der Herstellung der Lauge oder auch bei der Anwendung? Entschuldigt diese Frage, vielleicht bin ich auch nur durcheinander gekommen. :aeh: Kann mir evtl. jemand mit Erfahrungswerten aushelfen in Bezug auf das Mischungsverhältnis Wasser: Asche, damit ich eine Flasche voll bekomme?
Liebe Grüße
Viona

Re: Geschirr mit Asche abwaschen

Verfasst: Do 30. Jun 2016, 21:50
von strega
du bringst mich auf Ideen...
hab es bisher nicht selbst gemacht, aber gehört von älteren Leuten, dass sie früher Asche einfach aufs Geschirr gerieben haben, abgespült, fertig. Keine Lauge angerührt also.
Mit Asche von eigenem Holz würd ich das vielleicht auch machen, mit anderem Zeugs vielleicht eher nicht.

und willkommen übrigens im Forum :)

Re: Geschirr mit Asche abwaschen

Verfasst: Do 30. Jun 2016, 21:52
von Wicheler
Hallo,

ich wollte mal Seife (nach einem Besuch eines großen Mittelaltermarkt) machen und hab mich kurz damit befaßt. Hab's aber dann gelassen. Gibt's du aber Seife, Asche, Lauge in die Suche ein, bekommst du viele Infos. Allerdings ist meist die Rede von Pottasche.
Sowas z.B. : http://tarmes.at/seife/

Säubern nur mit Asche war mir bis jetzt unbekannt, vielleicht schreibst du später mal deine Erfahrungen?

Re: Geschirrabwaschen mit Aschenlauge

Verfasst: Fr 1. Jul 2016, 17:07
von fuxi
Hallo Viona.
Ich habe deine Frage an dieses Thema angehängt. Vielleicht kannst du weiter vorne im Thread etwas Interessantes finden. Ansonsten gibt es eine Menge Infos zu Asche, wenn du im Unterforum "Haushalt, Tipps und Tricks" im linken oberen Bereich die "kleine" Suchfunktion nutzt, mit der nur das Unterforum durchsucht wird. Suchbegriff Asche* wobei der Stern dann aussagt, dass auch Aschenlauge, Aschenkasten, etc ... gefunden wird.

Re: Geschirrabwaschen mit Aschenlauge

Verfasst: So 3. Jul 2016, 09:07
von Anya
Hallo,
für eine Mittelalterveranstaltung habe ich mich ein bisschen mit der Herstellung von Seife in der Antike und Frühmittelalter beschäftigt und einiges ausprobiert. Hier mal ein paar Ergebnisse:
- Holzasche in weiches Wasser gekippt (ca. eine Handvoll auf einen Liter Wasser), verlaugt relativ schnell, schon nach einer halben Stunden fühlte sich das Wasser "seifig" an und wirkte fettlösend (Finger mit Speiseöl eingerieben ließen sich erfolgreich waschen).
- Aufgrund der schnellen Verlaugung habe ich dann auch eine Handvoll Asche statt Waschpulver in die Waschmaschine (gleich in die Wäsche, nicht in eins der Fächer) getan. Die Wäsche wurde sauber, wie mit Kastanien, etc auch. Enthält halt keine Bleichwirkung. Inwiefern die Laufe das Gewebe oder die Farben angreift müßte man über einen längeren Zeitraum testen, habe aber nur ein paar Mal gewaschen.
- Geschirrwaschen geht mit der Aschenlauge auch, wobei die Asche am besten im Abwaschwasser bleibt, weil sie ja auch eine mechanische Reibwirkung hat. Geht natürlich nciht bei leichtverkratzenden Materialien. Die Lauge ist allerdings nicht gerade hautfreundlich, da fettlösend. Asche im Geschirrspüler habe ich noch nicht ausprobiert.
- Kocht man die Lauge ein und verdampft die Flüssigkeit bleibt im wesentlichen Pottasche übrig, die man zur Seifenherstellung verwenden kann, was allerdings zum Geschirrspülen und Wäschewaschen nciht braucht.