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Re: Pyrokocher
Verfasst: Mo 3. Jan 2011, 21:44
von roland
guenther hat geschrieben:beim kocher werden die abgase durch secundaere sauerstoffzufuhr verbrannt.
beim normalen ofen entweichen diese giftigen aber brennbaren gase einfach in die umwelt
also energieverschwendung
Meinst Du jetzt beim Holzofen, oder beim Kohle herstellen?
Bei einem Guten Ofen (nicht Lagerfeuer

) wird doch auch das entstehende Holzgas mitverbrannt, oder?
Allerdings, eines ist mir noch nicht klar: Wird die Kohle im Pyrokocher mitverbrannt oder werden nur die Holzgase genutzt.
Roland
Re: Pyrokocher
Verfasst: Mo 3. Jan 2011, 23:35
von dobi
Also mir gefallen die Dinger immer besser..
http://worldstove.com/about-2/partners- ... iliations/
lg
dobi, schwer am

Re: Pyrokocher
Verfasst: Mo 3. Jan 2011, 23:43
von dobi
Hihi,
wer hats erfunden, wer hats gekauft
http://www.freepatentsonline.com/5083010.html
na, les ma das mal.
lg
dobi
Re: Pyrokocher
Verfasst: Mo 3. Jan 2011, 23:58
von guenther
Bei einem Guten Ofen (nicht Lagerfeuer

) wird doch auch das entstehende Holzgas mitverbrannt, oder?
ja, roland
aber nicht so vollstaendig wie bei einem gasifier
lg.guenther
Re: Pyrokocher
Verfasst: Di 4. Jan 2011, 01:32
von Sagisdorfer
Wieso sind dann normale Holzöfen nicht so gebaut? Ist ja technisch leicht umsetzbar?
Aber noch mal: anfangs sollte ja vorgetrocknete Biomasse (Bioabfall) verkohlt werden, die entstehenden Gase werden zum heizen genutzt, man benötigt aber ein Gebläse und brennbares Material zum starten. Die Kohle kann man zum verbrennen oder düngen verwenden, richtig? Hat schon jemand praktische Erfahrung damit?
Re: Pyrokocher
Verfasst: Di 4. Jan 2011, 11:56
von globedriver47
Ich finde diese Art von Kocher auch interessant, aber für mich persönlich gibt es nichts besseres als einen "Rocket-Stove", da kann ich das Brennmaterial bequem nachführen ohne den Topf von der Kochstelle zu nehmen.

So ein Rocket-Stove lässt sich auch von handwerklich ungeschickten Händen nachbauen. Übung macht den Meister. Anleitungen gibt es massenhaft im Netz.
Wer sein "Abitur" in Sachen Holzvergasung machen möchte hier noch ein Link mit vielen Infos:
http://www.bioenergylists.org/en/stoves
Ohne den Finger heben zu wollen, finde ich es aber wirklich nicht nachhaltig solche einfachen Kocher zu importieren.

Ein angehender SVler ist doch ohne Fingerfertigkeit und Improvisationstalent verloren.

Re: Pyrokocher
Verfasst: Di 4. Jan 2011, 14:36
von bebe13
globedriver47 hat geschrieben:
Ein angehender SVler ist doch ohne Fingerfertigkeit und Improvisationstalent verloren.

Eine alleiniger SVler ist genauso verloren. Wenn ich denke, dass ich alles selbst machen sollte oder denke, dass ich das könnte, da wäre ich persönlich ganz schnell am Ende mit meiner Selbstversorgungsidee.
Selbstversorgung heißt für mich, viele Leute zu kennen und mit denen zusammen mein Leben selbst gestalten. Nicht abhängig von Großen zu sein.
Es ist doch blödsinnig, wenn jeder alles selbst macht. Zeit- und Ressourcenverschwendung. Und Spaß kann man auch teilen.
LG
Bettina

machen die bienen auch so, schon verdammt lang..
ziemlich OT
Verfasst: Di 4. Jan 2011, 14:48
von globedriver47
Zeit- und Ressourcenverschwendung
Wo verschwende ich den Zeit und Resourcen, wenn ich alles selbst anfertige?
Bitte um Aufklärung.
Natürlich ist es toll, wenn es im Umfeld ein Netzwerk gibt, wo man sich gegenseitig ergänzen kann. Dieses wird aber in der Praxis nur selten der Fall sein.
Aber nun wieder zurück zum Kocher

Re: Pyrokocher
Verfasst: Di 4. Jan 2011, 21:27
von Sagisdorfer
Aber der Rocket-Stove ist doch ein stinknormaler Holz-Ofen...
Re: Pyrokocher
Verfasst: Mo 7. Mär 2011, 17:58
von Benutzer 662 gelöscht
hallo alle miteinander!
Ich habe dieses Forum vor ein paar Tagen gefunden und fand den Kocher so interesant. dass ich ihn heute mal schnell gebaut habe.
Kostenpunkt: zwei Stück "müll" und 10 Minuten Zeit.
Eine Konservendose 400 ml - eine Dose 800ml;
die kleine dose wird mit einem 120er Nagel 0,5 cm unter dem oberen Rand ca. alle 1,5cm gelocht und 1cm über dem Boden werden ringsherum ein paar 10 oder 12 mm große Löcher gebohrt.
nun den Umfang der Kleinen Dose auf dem Boden der Großen mittig anzeichnen und mit der Stichsäge und Metallblatt so aussägen, daß das Loch etwas kleiner ist als der Durchmesser der kleinen Dose.
Die kleine Dose mit kleinem Reisig oder ähnlichem bis 2 cm unter dem Rand füllen und auf eine erhöhte Unterlage (Stein oder 30iger Mutter) stellen. Die große Dose drüberstülpen. Die Kleine muß so hoch stehen, daß die Große wie eine Glocke daraf hängt, unten muß Luft eintreten können.
Durch das Loch oben kann das Ganze jetzt angezündet werden.
In der Größe brannte der Kocher etwa 10 min, was für einen Liter Teewasser reicht.
Nach zwei Durchgängen hatte ich eine Tasse Kohle. Das nächste Projekt wird sicher Größer (Badewasser

)
Und der Kleine kommt in den Wanderrucksack.
Vieleicht kann diese Anleitung ja den Import aus Indien ersparen.
Kleinerklaus