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Re: SV-Fotos in der "ZEIT"
Verfasst: Fr 26. Nov 2010, 16:52
von Waldläuferin
kommt Öko-Udo total negativ rüber... schrulliger verbissener Typ mit ausschweifendem Sex-Leben....
hm, was ist an ausschweifendem Sexleben oder (kicher) "polyamourösen Beziehungen" denn "total negativ"?

Re: SV-Fotos in der "ZEIT"
Verfasst: Fr 26. Nov 2010, 20:19
von Benutzer 146 gelöscht
die Einordnung in die Webseitenstruktur der "Zeit", wie sie im Originallink zu sehen ist ("../Lebensart/Essen-Trinken/...)

, deutet doch schon auf eine gewisse Hilflosigkeit im Umgang mit dem Thema hin...
Re: SV-Fotos in der "ZEIT"
Verfasst: Fr 26. Nov 2010, 23:34
von Manfred
Die Zeit hat ja auch "Leben im Wald" und nicht "Selbstversorger" tituliert?
Re: SV-Fotos in der "ZEIT"
Verfasst: Sa 27. Nov 2010, 00:19
von Benutzer 220 gelöscht
Mir gefällt, dass die Zeit dem Thema Raum gibt und zeigt, dass es Menschen gibt, die anders leben als der überwiegende Teil ihrer Leser und ein Großteil der Bevölkerung. Und die Bilder machen mich neugierig auf die Geschichten hinter den Bildern.
Die Bilder selbst finde ich in ihrer Einfachheit ganz gelungen. Man sieht, dass die Szenen gestellt sind und für die Bildaussage "Mensch in seinem Lebensraum Wald" ist das auch ausreichend. Interessanter wären sicher Bilder, die die Menschen beim Tun in ihrer Umgebung zeigen. Aber das kann ja vielleicht Thema einer anderen Bilderserie für einen anderen Fotografen sein.
Ganz nebenbei und persönlich interessiert mich das Lebenskonzept des polyamorösen Waldmenschen in der Eifel... natürlich nur, weil ich die Eifel sehr mag!
Re: SV-Fotos in der "ZEIT"
Verfasst: Sa 27. Nov 2010, 01:14
von gmc
DIE ZEIT hat geschrieben:In ihrer Arbeit
Holon beschäftigt sich die 1982 in Polen geborene und heute in Köln lebende Fotografin Malwine Rafalski mit Einzelgängern, Idealisten und Kommunenmitgliedern in Deutschland. In ihren Porträts zeigt sie, wie Menschen versuchen, einen eigenen Zugang zu sich und zu ihrer Umwelt zu finden.
Die Autorin, deren Arbeit wir sehen, hat im Stil der "klassischen" Portraitfotografie eine Serie geschaffen. Damit knüpft sie u.a. an Vorbilder der amerikanischen Fotografie an. Klassisch, weil sie die Dargestellten dazu gebracht hat, innezuhalten und sich dem Betrachter zu stellen. Portraits sind immer ein Augenblick von Konzentration, sich einlassen auf das Objektiv und das subjektive Auge des Fotografen. Sie nehmen uns für die Dargestellten ein oder sie interessieren uns zumindest und lassen uns an einen ihrer Lebensaugenblicke teilnehmen.
Einige ihrer Aufnahmen erinnern mich an August Sander, an einen Großen der Fotografie, in dessen Lebens- und Arbeitsstadt die Fotografin lebt. Aber heutzutage sind die Einflüsse vielfältig, denen man sich als Schaffender aussetzt. Es ist ja unter fotografierenden Puristen immer noch die Frage, ob Portraits in "gefälliger" Farbe (bunt!) überhaupt Portraits sind.
Re: SV-Fotos in der "ZEIT"
Verfasst: Sa 27. Nov 2010, 07:05
von Bunz
Danke gmc,
ich habe mir auf Grund der Beiträge die Bilder mal angesehen.
Hm.
Ich stelle nichts als gutgemachte Bilder fest.
Und wenn sich Menschen mit dem Dargestellten identifizieren...
Ist doch o.k..
Oder?
lg
Bunz
Re: SV-Fotos in der "ZEIT"
Verfasst: Sa 27. Nov 2010, 10:02
von Benutzer 68 gelöscht
gmc hat geschrieben:Die Autorin, deren Arbeit wir sehen, hat im Stil der "klassischen" Portraitfotografie eine Serie geschaffen. Damit knüpft sie u.a. an Vorbilder der amerikanischen Fotografie an.
Hm, also "fotografisch" kann ich da nichts sehen. Die Fotos sind richtig belichtet und scharf. Ist aber wohl Geschmackssache...
Re: SV-Fotos in der "ZEIT"
Verfasst: Sa 27. Nov 2010, 11:06
von geizhals
Boa! Die Fotos sind SPITZE!!! Darf man in Ö überhaupt noch so leben?!
lg geizhals
Re: SV-Fotos in der "ZEIT"
Verfasst: Sa 27. Nov 2010, 13:14
von Winnie07
Ja, das mit den Fotos ist Geschmackssache. Mich beeindrucken sie auch nicht übermäßig, vielleicht bin ich ein Banause.
Re: SV-Fotos in der "ZEIT"
Verfasst: So 28. Nov 2010, 06:31
von Bunz
Nee, bist Du nicht, da Kunst unterschiedlich aufgefaßt wird.
Das ist nicht schlimm.
Das ist einfach so.
Aber kommen wir mal zu den Bildern:
Ein Bild ist dann gut, wenn es - außer der handwerklichen Perfektion- eine Geschichte erzählt und den Menschen (besonders bei Portrait-Fotografie) irgendwie berührt. Berührt nämlich über den dargestellten Sachverhalt hinaus.
Man muß natürlich nicht mehr hineindeuten, als gesagt wird.
Also nehmen wir mal die junge Frau mit der Sense:
Was ist die Geschichte?
Hier stehe ich. Ich bin bereit, was zu unternehmen, und als Beispiel habe ich mir mal eine Sense genommen. Vor allem, weil ich in Richtung Selbstversorgung tätig sein will.
Was ist dran schlecht?
Daß die Sense nicht zu der Person paßt, spielt erstmal keine Rolle.
Der sachbezogene Betrachter wird nämlich feststellen, daß die Sense für diese Person zu groß ist und zwar was den Worb, als auch das Blatt betrifft.
Das macht aber nichts.
Die Sense steht hier nur als Symbol.
Und ausschließen, daß sie damit einen Korb Karnickel-Futter abkriegt, möchte ich auch nicht.
So, was wird weiter erzählt?
"Ich betrachte so eine Arbeit nicht einfach als "Schuften" und ziehe mir (so wie der Bunz) einen Blaumann an, sondern ich wähle eine Kleidung, von der ich annehme, daß sie so richtig gut zu meinem gewählten Leben paßt."
Was ist schlimm daran?
Nämlich das, was manche unterstellen, daß da missioniert wird...Also, das sehe ich nicht.
Aber vielleicht bin ICH der Banause.
lg
Bunz