Peterle hat geschrieben:frodo hat geschrieben:Peterle hat geschrieben:Ich wüsste immer noch nicht , was gegen Sole-Wärmepumpe mit Erdkollektor spricht.
Alles andere erscheint mir in Investition und Betrieb auf 20Jahre summiert teurer.
Gruß
Peter
wie rechnest Du das auf 20 Jahre summiert? Woher weißt Du, wie sich in der Zeit der Strompreis entwickelt?
Ich persönlich meide, wo immer möglich, von kostenpflichtigen Energieträgern abhängig zu sein, die ich nicht bevorraten kann. Beim Heizen auf jeden Fall!
Guß
frodo
Also der Energieträger ist ja erst mal mein eigener Boden. Dem entziehe ich Wärme und entnehme somit unter Umständen (falls das Verhältnis Heizung/Bodenfläche nicht passt) mehr Energie als gut ist. Das kann man im Vermoosen der Flächen erkennen.
Die Pumpe ist natürlich von Strom getrieben und verbraucht diesen. Woher dieser kommt ist in der Berechnung enthalten. Ich hatte das vor geraumer Zeit schon einmal gelinkt, hier also noch einmal:
klick
Bei Pellets sehe ich mehrere Probleme: Qualität (Polnische zerfallen gerne mal), Wartung der Förderschnecke, Umbauten wie Lagerraum (Trockenheit) etc. und klar, der Bezug (Preis/Sicherheit)
Liege ich da falsch??
P.S. Bevorraten bei Pellets sehe ich auch kritisch. Wie ist es mit dem Zerfallen dieser? Wenn ich nur noch Holzmehl in der Vorratskammer habe, was dann? Klar, in ein paar Monaten löst sich der Pressdruck nicht gleich auf, in Jahren aber schon. Dafür sorgen allein die Schwankungen in Temperatur/Luftfeuchte.
Zitat aus Deinem Link:
Wer sich heute für ein Heizsystem entscheidet sollte nicht nur auf die Investitionskosten, sondern auch auf die Betriebskosten achten. Einen großen Anteil dabei machen die Energiekosten aus und diese werden in der Nutzungsdauer der Heizung von ca. 20 Jahren sicher steigen - und sie werden unterschiedlich stark steigen. Diese Steigerungen nicht zu berücksichtigen würde den Vergleich daher verfälschen. Da jedoch niemand die genauen Preissteigerungsraten vorhersagen kann, müssen diese abgeschätzt werden und das könnte etwa so aussehen wie in der nachfolgenden Tabelle dargestellt.
Deine Schlussfolgerung basiert also auf der Einschätzung des Verfassers, und er weiß über die Zukunft genau so viel wie Du und ich, nämlich nichts.
Natürlich ist die Erdwärme bei Deinem Modell der Energieträger, aber Wärmepumpen brauchen schon einen ziemlich hohen Strom, um diese Energiequelle anzuzapfen.
Laut Wiki kann eine WP unter optimalen Bedingungen (die es eigentlich nur im Labor gibt) das 1,65-fache der zur Stromerzeugung eingesetzten Primärenergie an nutzbarer Wärmeenergie verfügbar machen.
Besser als das maximal um 0,9 fache bei direkter Nutzung der Primärenergie zur Wärmeerzeugung, aber so lange mir Jemand von außen den Saft abdrehen kann, bin ich froh über einen Stapel Holz und einen Heizölvorrat, mit dem ich ggf. per Generator meinen Strombedarf eine Weile decken kann, wenn gerade keine Sonne scheint.
Bei Neubauten würde ich HEUTE allerdings, neben der dann möglichen Bedarfsminimierung von Heizenergie, tatsächlich über eine Kombination von PV und WP nachdenken - wenn ich das nötige Kleingeld hätte...
