Ach Birgitt,
du machst es mir als altem Weinpanscher schon schwer:
einerseits fährst du auf die Wein-Idee ab und andrerseits ist dir noch nie Einer gelungen.
Mir sind meine Fruchtweine immer bisher gelungen, weil das eine eigentlich recht einfache Geschichte ist.
Es gibt m. E. echt keine elegantere Methode, größere Mengen Früchte zu verarbeiten:
bissl Hefe, ein Gärkanister, ein Gärverschluss ... und schon bist du die Sorgen los, etwas einkochen, konzentrieren, irgendwie haltbar machen zu müssen...
Also mit der Hefe könnte ich dir draufhelfen:
Ich muss noch 30 l Traubenwein 'abstechen' und der Bodensatz - also der Abstich - ist eine saugute, reaktionsfreudige Hefe (klar mit Trübstoffen angereichert etc.).
Ich kaufe nur einmal im Jahr Hefe. Und das so zur Zeit der Frühkirschenernte. Das ist der erste Fruchtwein, den ich vergäre. Und weiter wird immer der Abstich für die Nachfolgeweine verwendet und das funktioniert seit Jahren so (also immer im Frühjahr frische Hefe und wenn der letzte Wein fertig ist, Hefe leidend wech...).
Es tut mir dann immer furchtbar leid, wenn ich den letzten Wein (das ist heuer der Weintraubenwein) absteche und den Satz einfach verwerfen muss. Naja - die Hefen sollen ja an Aktivität verlieren usw. etc..
So wie die Newbees einen Imkerpaten brauchen, würde ich mich als 'Weinpate'

zur Verfügung stellen - quasi als Nachbar - dann klappt das auch mitdem!!!
Also abpressen, in Tank füllen, meinen Trauben-Spreng-Boden-Satz reinschütten, Gäraufsatz drauf und I (fast) vergessen!!!
LG Werner
...der etwas angehickst ist mit selbergepantschem Marillenwein... nächstes Jahr wird alles besser!