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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Fr 5. Apr 2019, 08:50
von Rohana
Ob nun die Mittel nicht so wie vom Hersteller vorgeschrieben ausgebracht worden sind oder ob die zulässigen Gaben oder Gewässerabstände oder Zeitfenster falsch sind, das würde bei einer Untersuchung wohl herauskommen.
Und ohne eine WEITERE Untersuchung weiss man es eben nicht.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Fr 5. Apr 2019, 09:21
von penelope
Abgasgrenzwerte gelten ja auch für alle PKW und es wird kein Unterschied gemacht, ob jemand mit seinem Auto wirklich nur die Strecken fährt, bei denen ein Auto auch sinnvoll ist oder ob jemand anders sich für 200 Meter zum Bäcker ins Auto setzt. Das ist ja auch keine "Sippenhaft". Wie bitte soll man das auch sonst regeln?
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Fr 5. Apr 2019, 10:19
von Benutzer 6456 gelöscht
Liebe/r Rohana,
Das ist schon recht toll, was du hier schreibst! Ich wohne hier mitten im Schweinegürtel von NRW und was glaubst du, passiert hier regelmäßig? Ja, genau, die Nitratwerte im Grundwasser sind regelmäßig zu hoch. Wie gut, dass im Ruhrgebiet keine so intensive Landwirtschaft betrieben werden kann wie hier, denn dadurch schafft es Gelsenwasser immer noch, durch Beimischung diese Werte unter den Grenzwert abzusenken.
Auch ist die Krebsrate aller gängigen Krebsarten für eine ländliche Gegend sehr hoch. Das liegt nicht am Autoverkehr, der sich hier in Grenzen hält, auch nicht an Industrieemissionen, die schön an uns vorbei nach Südosten driften, sondern (mittlerweile auch nachgewiesen) am hohen Nitratgehalt des Wassers, der immer knapp unterhalb des Grenzwertes liegt. Denn alle Bevölkerungsgruppen sind hier betroffen, kleine große, alte Junge und Frauen wie Männer!
Gestern sind dann diese Nitratverseucher, die bald nicht mehr wissen, wohin mit ihrem Siff, nach Münster gefahren um genau dagegen zu demonstrieren, dass die Düngeausbringung hier reduziert werden soll. Was soll man da als normaler Mensch, der auf Trinkwasser angewiesen ist, noch sagen?
Ich kanns hier bald nicht mehr sehen, wie hartnäckig du und Oelkanne ignorieren wollen, dass ihr mit euerer Art des Wirschaftens unsere Erde zerstört! Hört doch auf eure Kinder und wartet nicht, dass irgendein Politiker wach wird, werden die eh nicht, sondern tut etwas für euch und eure Kinder! Hört auf mit diesem Blödsinn und besinnt euch darauf, wofür Bauersein steht: vertretbar Lebensmittel erzeugen, durch die weder Tiere ausgebeutet werden noch unsere Erde so nachhaltig verseucht wird, dass man kaum noch auf ihr Leben mag/kann. Mir hat mein Nachbar, der mittlerweile 75 wird, erzählt, dass er es furchtbar findet, wie sein Sohn wirtschaftet und mit den Mastrindern umgeht. Das hätte es zu seiner Zeit nicht gegeben. Aber Sohnemann ist auch schon ins Grübeln gekommen, tut nämlich nicht gut, so zu wirtschaften, weder ihm noch seinem Geldbeutel....
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Fr 5. Apr 2019, 10:27
von Benutzer 6456 gelöscht
Und noch was, bevor du dann mit deinen Gegeargumenten kommst:
Wir hier in D erzeugen die meisten Schweine, wir Schlachten sie und Mastgeflügel zum menschenverachtenden Dumpingpreis, wir bringen sie mit Discountern (auch eine deutsche Idee) in Umlauf. Was glaubst du, wenn einer in diesem Kreislauf einfach damit aufhören würde? Was, wenn es Landwirte wären...
Ich fände das toll! Dann gäbe es keine Schnitzel mehr für 1,50€ das Kilo, unsere europäischen Nachbarn könnten gar nicht so schnell eine solche Infrastruktur aufbauen, um diese Lücke zu schließen. Und China übrigens auch nicht...
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Fr 5. Apr 2019, 10:32
von Rohana
Alles ist gut, wenn's die anderen machen und zahlen, nicht wahr? Nein, das ist mir nichtmal die verschwendete Zeit für eine ausführliche Antwort wert.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Fr 5. Apr 2019, 10:42
von Benutzer 72 gelöscht
SunOdyssey hat geschrieben:Wir hier in D erzeugen die meisten Schweine, wir Schlachten sie und Mastgeflügel zum menschenverachtenden Dumpingpreis, wir bringen sie mit Discountern (auch eine deutsche Idee) in Umlauf. Was glaubst du, wenn einer in diesem Kreislauf einfach damit aufhören würde? Was, wenn es Landwirte wären...
Das war mal eine gute Idee!!
Nur tät ich nicht "auf die Landwirte" warten (die werden wie Rohana schon erwähnte "alles gut, solang andere zahlen") nicht auf ihre Einkommensquelle verzichten wollen...
Also ich fang heute damit an!
Nee, stimmt nicht ganz, wir essen ja schon die längste Zeit öhh... wie sagt man? bewußt??
(muss mich trotzdem per "Sippenhaft" als Konsumentin beschimpfen lassen)
Bestreiken wir mal die Fleischprodukte!

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Fr 5. Apr 2019, 11:00
von emil17
Rohana hat geschrieben:Alles ist gut, wenn's die anderen machen und zahlen, nicht wahr?
Wieso soll das Verursacherprinzip in der Landwirtschaft nicht gelten?
Rohana hat geschrieben:Nein, das ist mir nicht mal die verschwendete Zeit für eine ausführliche Antwort wert.

Eine Sackgasse wars dann, wenn es nicht mehr weitergeht.
Keine Argumente mehr ... schade.
Freude über die "gewonnene" Diskussion kommt bei mir nicht auf, denn verloren hat einmal mehr ... die Umwelt.
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Fr 5. Apr 2019, 11:10
von Benutzer 6456 gelöscht
Warum sollte diese/r Landwirt/in denn anders sein al die zigtausend Kollegen in diesem Land? Ich frage auch -btw- was so ein Mensch in einem SV-Forum macht?
Für Landwirte sind immer nur wir Konsumenten schuld, klar, wir kippen ja auch die Gülle auf die Felder, kloppen so viele Schweine wie möglich in die Buchten und spritzen alles tot oder klein, was nicht Mais oder Getreide oder was eben gerade Geld oder viel Fördermittel bringt.
Im Ernst, mit solchen Leuten zu diskutieren, bringt meist nix! Quod erst demonstrandum, kann ich nur sagen.
Aber dieses hartnäckige Leugnen und dauernd auf irgendwelche Studien schielen, bringt mich schon auf die Palme!
Rohana, den Touareg hat sich der Bauer links von mir von Fördermitteln der EU geleistet, hat er auch so gesagt! Ich kann mir nur einen Passat leisten, der seine 20 Jahre auf dem Buckel hat, denn ich zahle eure Zeche!
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Fr 5. Apr 2019, 11:20
von Rohana
emil17 hat geschrieben:
Rohana hat geschrieben:Nein, das ist mir nicht mal die verschwendete Zeit für eine ausführliche Antwort wert.

Eine Sackgasse wars dann, wenn es nicht mehr weitergeht.
Keine Argumente mehr ... schade.
Freude über die "gewonnene" Diskussion kommt bei mir nicht auf, denn verloren hat einmal mehr ... die Umwelt.
Ich sehe keine "gewonnene" Diskussion deinersets - wie kann das Verursacherprinzip greifen, wenn kein direkter Verursacher zu ermitteln ist bzw. ermittelt wird, und was ist wenn keine illegalen Handlungen ursächlich waren? Ich bin nicht blind für die Problematik, aber dein Ansatz ist mir zu undifferenziert. Es läuft halt doch wieder hinaus dass die Landwirte als Prügelknaben und zum Exempel statuieren herhalten, davon hab ich ganz dezent die Schnauze voll. Umweltbelastung durch Autoabgase ist dagegen ne heilige Kuh, Autofahrer sind halt ein paar mehr als Landwirte...

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Fr 5. Apr 2019, 11:31
von Benutzer 6456 gelöscht
Nö, das sehe ich auch so wie du, ich bin nicht umsonst ÖPNV-Nutzer, das nimmst du einfach an, dass das für mich oder uns nicht so wichtig ist. Aber-und das scheinst du hier sehr zu ignorieren-hier in diesem Faden geht es um Landwirtschaft! Und da ist der Bezug zum Umweltschaden, Volksgesundheit und Wirtschaft eben klar erkennbar. Was soll denn da dieses hartnäckige Leugnen?
Und ja, so wie es jetzt läuft, seid ihr die Prügelknaben! Ihr macht euch aber selbst dazu, siehe oben!