Seite 196 von 535

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Mo 1. Apr 2019, 21:21
von Buchkammer
In Frankreich soll die Herstellung von und die Werbung für Brennnesseljauche verboten sein. Strafen bis zu 75 Tsd. Euro und 2 Jahre Gefängnis sollen bei Zuwiderhandlung drohen.

Ein Aprilscherz oder nicht? :pfeif:

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Mo 1. Apr 2019, 21:46
von Hildegard
Brennesseljauche Prohibition in Frankreich, die Auswirkungen des Kodex Alimentarius.
Die Brennessel hat sieben mal mehr Vitamin C wie eine Orange.
Sie hat in der Trockenmasse 40 Prozent Eiweis, mehr als Soja.
Bei Strafe von, man höre und staune 75.000 Euro, gibt es in Frankreich ein Anwendungsverbot und ein Weitergabeverbot von Informationen der Brennessel.
Seit September 2002 ist der Verkauf von Brennnesseljauche in Frankreich verboten. Und seit dem ersten Juli 2006 verbietet ein Gesetz, staatlich nicht genehmigte Pflanzenextrakte, die das Wachstum fördern oder dem Pflanzenschutz dienlich sind (wie zum Beispiel die seit Jahrhunderten benutzte Brennnesseljauche) zu verkaufen, zu besitzen und zu benützen. Sogar Werbung und Empfehlungen für diese Produkte sind nunmehr verboten.


....hab gerade nachgeschaut bei figaro, liberation etc. und folgendes gelesen: herstellung und nutzung waren per gesetz von mai 2006 bis april 2011 verboten.

Müsste mal meine Freundin dort befragen wie das heute aussieht ...und wie das gehandhabt wurde. :)

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Mo 1. Apr 2019, 21:59
von emil17
Hildegard hat geschrieben: Bei Strafe von, man höre und staune 75.000 Euro, gibt es in Frankreich ein Anwendungsverbot und ein Weitergabeverbot von Informationen der Brennessel.
Seit September 2002 ist der Verkauf von Brennnesseljauche in Frankreich verboten. Und seit dem ersten Juli 2006 verbietet ein Gesetz, staatlich nicht genehmigte Pflanzenextrakte, die das Wachstum fördern oder dem Pflanzenschutz dienlich sind (wie zum Beispiel die seit Jahrhunderten benutzte Brennnesseljauche) zu verkaufen, zu besitzen und zu benützen.
Ich besitze mehr als eine Brennesselpflanze, Das wird teuer, wenn die Franzosen das auch in den Nachbarländern einführen.
Ach, wie schön ist der Tag, mit dem der April beginnt

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Mo 1. Apr 2019, 22:14
von emil17
Rohana hat geschrieben: Es gibt erst dann ein Problem, wenn "Nachhaltigkeit und Qualität"* zum Nulltarif kommen sollen, so wie mittlerweile gefordert, und zwar ausschliesslich vom Landwirt. Und nebenbei natürlich noch Landschaftspflege, Artenschutz, Tierwohl, Bienenretten, Ökosystemdienstleistungen, NaWaRo, Ehrenamtliches Engagement, Städter-Aufklärung, ... von den Landwirten erledigt werden soll. Auch zum Nulltarif.
Ach, das hatten wir doch schon. Wozu denn die Milliarden, die vom Staat in die Landwirtschaft fliessen? Was genau heisst Nulltarif? Durch blosses Wiederholen wird es nicht wahrer.
Subventionen Null, einkommen nur aus dem Verkauf seiner Produkte, Umweltauflagen und Steuern zahlen wie jeder andere Gewerbler auch, und der Kunde hat die Wahl, bei wem er was kauft - so läuft das bei allen anderen Gewerben und das wäre eher Nulltarif.
Rohana hat geschrieben:möglicherweise obendrein definiert von Leuten die keinen Schimmer von der Sache haben, wobei ich das OFuA nicht unterstellen möchte
Auch das hatten wir schon. Wer niht einfach nur gut findet, was in der Landwirtschaft so läuft, der disqualifiziert sich als "hat keinen schimmer von der Sache". Schon mal überlegt, dass man einen schimmer von der Sache haben und sie trotzdem nicht gut finden kann?
Wenn man solche totgespritzten Frühjahrsfelder auf riesigen Flächen sieht, wie C. ein Bild davon eingestellt hat, dann muss man kein Fachmann sein, um zu sehen, dass da irgendwas nicht stimmt.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Mo 1. Apr 2019, 22:22
von Hildegard
Ich kann mich ja noch dunkel erinnern, als der "Brennnesslkrieg" damals aktuell war. Hab mich um meine Nessel-Zucht nicht gefürchtet, sondern eine "Botschaft ins Universum" ..Richtung Frankreich.. gesandt: Sollte sich jemand unerlaubterweise in meine brennenden Nesseln setzen, dann wird er mit einem Elixier vom Aconitum napellus kuriert!
Hat gewirkt....die Botschaft. :holy:

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Di 2. Apr 2019, 08:15
von hobbygaertnerin
@Hildegard,
das würde mich auch interessieren, wie sie das in Frankreich mit der Brennesseljauche und dem Verbot im Privaten gehandhabt haben?

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Di 2. Apr 2019, 08:21
von emil17
hobbygaertnerin hat geschrieben:@Hildegard,
das würde mich auch interessieren, wie sie das in Frankreich mit der Brennesseljauche und dem Verbot im Privaten gehandhabt haben?
Les orties sont utilisés pour garniture du poisson d'avril

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Di 2. Apr 2019, 22:32
von Hildegard
hobbygaertnerin hat geschrieben:@Hildegard,
das würde mich auch interessieren, wie sie das in Frankreich mit der Brennesseljauche und dem Verbot im Privaten gehandhabt haben?
Ganz einfach:Wahrscheinlich genauso wie wir (ich) es auch tun würden. Mund halten, weiterdüngen/genießen... und ab in den Kochtopf/Teekanne! :grinblum:
...nicht nur am 1.April.
Dann wächst "Gras" drüber.
https://brennnesselpflanze.de/warum-ist ... -verboten/

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Mi 3. Apr 2019, 09:42
von Manfred
Durch den Schneesturm und die nachfolgenden extremen Überschwemmungen in den USA (Nebraska und angrenzende Staaten) sind vermutlich bis zu 1 Million Kälber umgekommen.

http://theeconomiccollapseblog.com/arch ... ing-months

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Mi 3. Apr 2019, 17:26
von emil17
In der Schweiz (Kanton Bern) sind bei einer Untersuchung von Kleingewässern über 80 problematische Substanzen gefunden worden, die vorwiegend oder ausschliesslich aus der Landwirtschaft stammen.
Weitere Substanzen kommen unterhalb der Einmündunge von geklärten Abwässern hinzu.
Bereits eine Untersuchung der EAWAG hat vor zwei jahren auf das Problem hingewiesen.

Ebenfalls typisch ist eine Stellungnahme der Agrarwirtschaft dazu:
Die Kleingewässer seien nicht repräsentativ für die Schweiz ausgewählt worden, die meisten Schweizer Kleingewässer seien geringer belastet.
Das stimmt, aber: Das Ziel der Studie war die Untersuchung von Kleingewässern in intensiv landwirtschaftlich genutzten Gebieten.
Da die Schweiz 2/3 ihrer Fläche im Gebirge hat, wo nur extensive oder gar keine landwirtschaftliche Nutzung ist, ist dieser Vorwurf eigentlich eine Bestätigung der Vermutung: Die Landwirtschaft ist die eine Hauptursache der Belastung, wenn Gewässer mit Einzugsgebiet aus landwirtschaftlicher Nutzfläche stärker belastet sind.
Die andere Quelle sind ungenügend geklärte Abwässer (oder Substanzen, die sich in Kläranlagen nicht ausreichend zurückhalten lassen).