Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Do 4. Apr 2019, 07:52
Warum Gentechnik für "die Welternährung" wenig Sinn macht: Wiener Umweltanwaltschaft , Schrot und Korn
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Ich hab das mal überarbeitet und emils farbigen text gleich mit gerichtet.ina maka hat geschrieben:@Ölkanne: wieso lernst du nicht mal zuerst richtig zitieren?
Obiges ist mir grad zu anstrengend zu entwirren - ich weiß eh, dass du meinst, die "Agrarindustrie" sei niemals nicht an gar nichts schuld....![]()
emil17 hat geschrieben:Von hinteh her:Macht was nicht besser?Oelkanne hat geschrieben: das ich noch dazu verschweige das ich nur 1/3 aller Gewässer betrachte machts nicht besser
Kleine Fliessgewässer sind mit einer Vielzahl von Herbiziden, Fungiziden und Insektiziden belastet Eine im Auftrag des Bundesamts für Umwelt erstellte und heute publizierte Studie zu fünf Schweizer Bächen zeigt: In keinem Fall wurden die gesetzlichen Anforderungen an die Wasserqualität eingehalten. Selbst Stoffkonzentrationen, die für Gewässerorganismen als akut toxisch gelten, wurden überschritten. Biologische Untersuchungen weisen darauf hin, dass die Lebensgemeinschaften unter den Stoffgemischen leiden. Massnahmen zur Verbesserung der Wasserqualität werden zurzeit im nationalen «Aktionsplan zur Risikoreduktion und nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln» erarbeitet.
45‘000 Kilometer, drei Viertel des Schweizer Gewässernetzes, gelten als kleine Bäche und Bächlein. Bisher gibt es jedoch keine Messstellen, welche dort die Wasserqualität über längere Zeiträume überwachen. Die Aussagekraft von Stichproben ist begrenzt. Im Auftrag des Bundesamtes für Umwelt (BAFU) haben daher die Eawag und das Oekotoxzentrum zusammen mit fünf Kantonen (TG, BL, BE, VS, TI) und dem Verband Schweizer Abwasser- und Gewässerschutzfachleute (VSA) fünf Fliessgewässer genauer unter die Lupe genommen. Ihre Einzugsgebiete sind typisch für eine starke landwirtschaftliche Nutzung. Von März bis August 2015 wurden gegen 1800 Wasserproben gesammelt. Heute haben die Beteiligten die Auswertungen nun in zwei Fachartikeln in der Zeitschrift Aqua&Gas veröffentlicht."
In der Einleitung und im Text steht immer nur "Gewässer" und das man als Test-Bäche die "typisch stark landwirtschaftlich genutzte Einzugsgebiete " haben.emil hat geschrieben:Die Studie bezieht sich auf Gewässern aus Landwirtschaftsgebieten. Man sollte vielleicht den Titel der Studie lesen, statt sowas zu behaupten.
Die Belastung von Kleingewässern aus landwirtschaftlichen Nutzflächen zu messen, war ja das Motiv zur Studie. Wenn ich das wissen will, messe ich nicht im Winter und nicht im Wald und nicht in Gletscherbächen.
du behauptest jeder Fund eines Stoffes sei negativ.emil hat geschrieben: Die "nur 2 wirklich bedrohlichen von 180" sind ebenfalls eine Behauptung aus der Stellungnahme der Gegenpartei.
12 hin und wieder in kleinem Maße überschritten: 12%emil hat geschrieben:Wenn man genau liest, schreiben die zwar selber 12% und nicht 1.1 % beanstandete Messwerte, aber wegen einer Zehnerpotenz Fehler der dir.
Zu sagen es ist keine zu hohe Belastung vorhanden (da haben wir ja zwei Kandidaten) ist genau so falsch wie zu sagen "es sind anhaltend hohe Konzentrationen einer Vielzahl von stoffen vorhanden".emil hat geschrieben:"Nur 2 Wirkstoffe wurden in mehreren Kleingewassern in Konzentrationen nachgewiesen, die uber langere Zeit die Kriterien uberschreiten", siehe Fussnote 2, und diese Zahl stammt zudem nicht aus der Studie selber, sondern aus der Stellungnahme des Bundesamtes für Landwirtschaft dazu. Das BLW hätte auch schreiben können, "gar kein Wirkstoff war dauernd und überall zu konzentriert vertreten" und damit wäre das Problem ganz vom Tisch gewesen, aber so offensichtlich wollten sie die Öffentlichkeit dann doch nicht für dumm verkaufen.
ich habe absolut nichts gegen Nackte zahlen.emil hat geschrieben:Das was du da zu betreiben versuchst, nennt man schönrechnen. Was nicht sein darf, kann nicht sein.
nein, was bezweckst du damit?emil hat geschrieben:Interessant, aus Sicht des Wissenschaftlers, ist auch die Kritik an der Messmethode:Forschungsfragestellung unklar
In diesem Projekt wurden kleine (belastete) Gewasser aus landwirtschaftlichen Gebieten (---> solche Gewässer sind also belastet, das wollten wir doch wissen) mit einer konservativen Methode untersucht. Die Fragestellung und das Forschungsvorhaben hinter diesem Ansatz sind nicht klar (ist es das wirklich nicht?).
genau das gleiche Spiel mit den Einheiten hatte ich im Verlauf der nun schon seit Jahren hier schwelenden Disskion auch schon gemachtemil hat geschrieben:Tja, wer Daten ohne Einheiten und Text liest und Mikro- und Nanogramm nicht unterscheiden kann, der kann natürlich nichts dafürVerwirrende Darstellung der Ergebnisse
Es wird zum Teil die Einheit ng/L (Nanogramm pro Liter = 1 Milliardstel Gramm pro Liter) fur die gemessenen Konzentrationen verwendet, aber an mehreren Stellen im Text, wenn es um die Grenzwerte geht, wird die Einheit μg/L (Mikrogramm pro Liter = 1 Millionstel Gramm pro Liter) gebraucht. Die zwei unterschiedlichen Einheiten konnen beim Leser den Eindruck erwecken, als ob die Werte weit uber den Grenzwerten liegen wurden. Wenn man sich auf den Datensatz konzentriert ohne den Text zu lesen, kann man so zu einer volligen falschen Beurteilung der Daten kommen.
[/quote]emil hat geschrieben:Ein wissenschaftlicher Grund fur die Verwendung zwei verschiedener Einheiten wird nicht angegeben bzw. kann nicht erkannt werden. Eine solche nicht kongruente Darstellung ist wenig professionell, da die beiden Einheiten um einen Faktor 1'000 auseinanderliegen. Der Grund dürfte darin liegen, dass für bestimmte Stoffe die Grenzwerte um mehrere Zehnerpotenzen geringer sind als für andere. Beide Einheiten sind zulässig und üblich. Einheiten ganz zu ignorieren ist auch nicht professioneller. Ich messe auch Düngergaben in kg pro ha und Erträge in to pro ha, wo ist das Problem?
Nichts ist völlig ohne Spuren, schon gar nicht bei den modernen Messmethoden. Schade dass nur auf Stoffe aus der Landwirtschaft untersucht wurde, denn es gibt sicher genug Eintragsquellen verschiedenster Arten von Substanzen die in Fliessgewässern egal welcher Grösse grundsätzlich überhaupt nicht vorhanden zu sein haben.All diese Substanzen haben in Fliessgewässern egal welcher Grösse grundsätzlich überhaupt nicht vorhanden zu sein. Der Grenzwert ist erst ein Schwellenwert, ab welchem der Gesetzgeber einschreiten muss.
Wenn es darum geht, muss man problemlösende Ansätze entwerfen, umsetzen und überprüfen. Da die Landwirtschaft nicht im Vakuum existiert, reicht es allerdings nicht zu sagen XY darf nicht mehr eingesetzt/gemacht werden und alles andere bleibt wie es ist.Zudem geht es nicht um eine Verurteilung der Landwirtschaft als solche, sondern um Behebung des Problems nach Feststellung der Ursache