wollte nur noch kurz etwas dalassen (angeregt durch den Palmöl-thread, passt aber besser hier her).
Mensch und Natur haben sich getrennt - also eigentlich hat sich der Mensch aus der Natur, aus den Naturkreisläufen herausgelöst (abgesondert... Sündenfall).
Ob das gut ist oder schlecht will ich nicht beurteilen, aber es gibt/gab Landwirtschaft, die "Natur" ist und Landwirtschaft, die sich herausgelöst hat.
So. Diese Landwirtschaft, die Natur ist, die schadet nie - die kann ruhig "Riesenflächen" "verbrauchen", sie verbraucht ja keine Flächen.
Bestes Beispiel sind für mich ziehende Nomaden-Hirten und Wanderfeldbau im Urwald. Diese Art von Landwirtschaft ernährt Menschen
und bereichert die Natur.
Ich kann das bei mir im Kleinen nicht wirklich nachbaun, aber großteils schon!!!
Sprich: man kann "in Kleinen" durch Anbau für mehr Vielfalt sorgen, sich nebenbei mit wirklich gesunden Pflanzen ernähren und dadurch weniger "Platz verbrauchen" (weil man weniger Produkte der "industriellen Landwirtschaft" benötigt).
Zum Beispiel:
Wir haben ein kleines Erdbeerfeld, müssen also keine Erdbeeren kaufen. In dem Erdbeerfeld herrschen ganz andere Lebensräume als sonst auf unserem Grundstück, weil wir dort die Erde recht frei von Bewuchs halten und es eher trocken ist. Dort leben viele Insekten und viele einjährige Wildkräuter können sich vermehren - darf man natürlich nicht immer sofort alles rausreißen.
Ich habe die wilde Malve (hohe Käsepappel) angesiedelt. Dort kann sie sich immer wieder vermehren.
Ich habe auch Artischocken. Mal sehen, ob ich sie heuer über den Winter bring. Das werde ich mit einem übergestülpten Eimer und Erde drüber machen - da können auch Insekten oder anderes Kleingetier überwintern. Wieso sind Artischocken so "böse" Pflanzen??
Meine Tomaten, die ich jedes Jahr aus eigenen Samen vermehre - Dafür verwende ich weder extra Heizung noch LED-Beleuchtung, wir rucken einfach ein bischen zusammen und machen ihnen Platz am Fensterbrett und

am Schreibtisch meiner Kinder, die dann für ca. einen Monat am Eßtisch Aufgabe machen müssen...
Diese Tomaten schaffen es auch ohne Regenschutz und ohne Glashaus und ohne weite Transporte, ohne Kunstdünger (verdünnten U--n lieben sie)
- "verbrauchen" die Platz??
Unser Teich ist künstlich angelegt - zwecks Fischhaltung, aber was es da drinn für Leben gibt!!
Alte Obstbäume sind wertvolle Lebensräume und bringen trotzdem noch eine mehr oder weniger große Ernte ein, ganz sicher aber leckeres und wirklich gesundes Obst1
Muss man wieder weniger importieren....
Herzgespann ist eine einheimische Wildstaude, hab gelesen, dass sie selten geworden ist. Ich hab es dreimal probiert, bis sie bei uns heimisch geworden ist. Sie soll mir mein Herz gesund halten - sodass ich nie "härtere Medikmente" brauchen will. Dreimal probiert heißt, dass ich ein paar Pflanzen am Balkon halte, deren Sämlinge wilderte ich an Stellen aus, von denen ich dachte, da wird sie wachsen wollen - leider hab ich eben erst beim dritten mal richtig getippt... bin halt auch kein "Alleswisser" (@Nightshade: ja, arme Pflanzen, aber jetzt haben sie es geschafft...)
Ungefähr dasselbe gilt für die Mariendistel.
Und die Brennesselecke, die wir stehen lassen...
Aber eben nicht überall nur Brennessel, wie es sonst auf großen Teilen unseres Grundstückes wäre.
Ich könnte jetzt ewig weiterschreiben.
Aber ich denke, es ist klar, was ich meine - oder??
Und ich bin überzeugt davon, dass die meisten hier im Forum so eine Art der Kultivierung anstreben und auch schon leben.
Ist das nicht ein ganzheitliches Management der einem anvertrauten Erdstücke??