Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Mo 25. Feb 2019, 08:58
Mir fällt auf, sind nicht so weit von der österr. Grenze entfernt-
dass viele Österreicher zum Einkaufen zu uns fahren- weil es billiger ist.
Ein Bioladen nach dem anderen hat die letzten Jahre zugemacht- die Konkurrenz in den Discountern ist vermutlich den Läden zum Nachteil geworden.
Ich weiß nicht mehr, wieviel pro Tag für die Verpflegung in Krankenhäusern und Altenheimen gerechnet werden darf- aber es war sehr wenig- selbst die Kitas und Horte kaufen sehr preisbewusst ihre Verpflegung für die Kids ein. Da spielen auch Entfernungen, alles tiefgekühlt usw. keine Rolle.
In den LEH und Discountern werden die Biosachen verschleudert, beim Honig fällt es wirklich auf, das kann es doch nicht sein.
Auf der anderen Seite- wir kommen öfters nach Österreich, da kann man noch gut zum Essen gehen, weil sehr gut gekocht wird, gibts in den meisten Ortschaften noch einen Gasthof, der auch als geselliger Treffpunkt gilt, bei uns stirbt eine Gastwirtschaft nach der anderen.
Weiterbildungen als Bäuerin mache ich lieber in Österreich, weil da über so manches anders gedacht wird, ich tausche auch gerne mit meinen österr. Freundinnen Kochrezepte aus- das ist eher so meine Welt.
In unserem Land wird zwar viel über Bio gelabert, aber das wars auch schon.
Je mehr und je weiter weg der Urlaub - das besondere In-Smartphone und vieles mehr zählt in diesem Land wesentlich mehr, auch wenn noch soviele Kochsendungen das Gefühl vermitteln, dieses Land sei ein Land der Feinschmecker.
Nein ist es nicht, je billiger, um sehr mehr wird gekauft, man wird schon eher als altbacken und hinterwäldlerisch bezeichnet, wenn man diese Segnungen der modernen Supermärkte nicht haben möchte-
gut kochen können- ein eher antiquarisches Relikt. Hab mich sehr viele Jahe als Bäuerin sehr in meine Arbeit reingehängt- aber ich merke, dass ich froh bin, wenn ich es nicht mehr mache-
es ist so verdammt einfach die ganze Verantwortung auf die, die diese Arbeit machen abzuwälzen und beim Ald.... und Consorten auf die billigen Bioprodukte, auf das Gemüse aus Spanien usw. zu greifen und sich darüber aufzuregen, dass diese Bauern so gar nicht ihrem Wunsch entsprechen.
Mir kommt immer öfters die Fabel vom Bauer mit dem Esel in den Sinn-
neulich bin ich mit dem Fahrrad so einen Radius von 50 km gefahren und ich war geschockt, wieviele landw. Betriebe in diesem Bereich aufgegeben haben und ich brauch gar nicht viel Phantasie, um zu sehen, was da in Zukunft noch kommt.
Bauernkinder haben heute auch eine gute Ausbildung, können studieren, der Fachkäftemangel wird da noch die letzten willigen aufsaugen- aber warum sich aufregen, wir können doch alles aus dem Ausland beziehen, auch China liefert gerne.
Ich bin auch noch in einer Zeit aufgewachsen, wo es 2 mal im Jahr Wiender Würstchen gab- und wir haben gelernt, dass Lebensmittel etwa kostbares sind, das man nicht wegwirft.
Letztes Jahr, wo der Regen so knapp war- die Sorgen, wie das Futter für die Tiere reichen könnte, die mussten wir zum Glück nicht mehr haben, unser Stall steht leer-
und ich hätte nie gedacht, dass ich einmal froh darüber bin, dieses ewige Gelaber über die Landwirtschaft nicht mehr so ernst zu nehmen.
dass viele Österreicher zum Einkaufen zu uns fahren- weil es billiger ist.
Ein Bioladen nach dem anderen hat die letzten Jahre zugemacht- die Konkurrenz in den Discountern ist vermutlich den Läden zum Nachteil geworden.
Ich weiß nicht mehr, wieviel pro Tag für die Verpflegung in Krankenhäusern und Altenheimen gerechnet werden darf- aber es war sehr wenig- selbst die Kitas und Horte kaufen sehr preisbewusst ihre Verpflegung für die Kids ein. Da spielen auch Entfernungen, alles tiefgekühlt usw. keine Rolle.
In den LEH und Discountern werden die Biosachen verschleudert, beim Honig fällt es wirklich auf, das kann es doch nicht sein.
Auf der anderen Seite- wir kommen öfters nach Österreich, da kann man noch gut zum Essen gehen, weil sehr gut gekocht wird, gibts in den meisten Ortschaften noch einen Gasthof, der auch als geselliger Treffpunkt gilt, bei uns stirbt eine Gastwirtschaft nach der anderen.
Weiterbildungen als Bäuerin mache ich lieber in Österreich, weil da über so manches anders gedacht wird, ich tausche auch gerne mit meinen österr. Freundinnen Kochrezepte aus- das ist eher so meine Welt.
In unserem Land wird zwar viel über Bio gelabert, aber das wars auch schon.
Je mehr und je weiter weg der Urlaub - das besondere In-Smartphone und vieles mehr zählt in diesem Land wesentlich mehr, auch wenn noch soviele Kochsendungen das Gefühl vermitteln, dieses Land sei ein Land der Feinschmecker.
Nein ist es nicht, je billiger, um sehr mehr wird gekauft, man wird schon eher als altbacken und hinterwäldlerisch bezeichnet, wenn man diese Segnungen der modernen Supermärkte nicht haben möchte-
gut kochen können- ein eher antiquarisches Relikt. Hab mich sehr viele Jahe als Bäuerin sehr in meine Arbeit reingehängt- aber ich merke, dass ich froh bin, wenn ich es nicht mehr mache-
es ist so verdammt einfach die ganze Verantwortung auf die, die diese Arbeit machen abzuwälzen und beim Ald.... und Consorten auf die billigen Bioprodukte, auf das Gemüse aus Spanien usw. zu greifen und sich darüber aufzuregen, dass diese Bauern so gar nicht ihrem Wunsch entsprechen.
Mir kommt immer öfters die Fabel vom Bauer mit dem Esel in den Sinn-
neulich bin ich mit dem Fahrrad so einen Radius von 50 km gefahren und ich war geschockt, wieviele landw. Betriebe in diesem Bereich aufgegeben haben und ich brauch gar nicht viel Phantasie, um zu sehen, was da in Zukunft noch kommt.
Bauernkinder haben heute auch eine gute Ausbildung, können studieren, der Fachkäftemangel wird da noch die letzten willigen aufsaugen- aber warum sich aufregen, wir können doch alles aus dem Ausland beziehen, auch China liefert gerne.
Ich bin auch noch in einer Zeit aufgewachsen, wo es 2 mal im Jahr Wiender Würstchen gab- und wir haben gelernt, dass Lebensmittel etwa kostbares sind, das man nicht wegwirft.
Letztes Jahr, wo der Regen so knapp war- die Sorgen, wie das Futter für die Tiere reichen könnte, die mussten wir zum Glück nicht mehr haben, unser Stall steht leer-
und ich hätte nie gedacht, dass ich einmal froh darüber bin, dieses ewige Gelaber über die Landwirtschaft nicht mehr so ernst zu nehmen.