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Re: Nymoen - der Weg ist das Ziel
Verfasst: Do 29. Aug 2013, 15:37
von Benutzer 146 gelöscht
syldron hat geschrieben: Sehr vielversprechend sieht es für Kartoffeln aus. Ich habe mal ein paar Pflanzen abgeertet, nur um mal zu sehen, wieviel da eigentlich kommt. Danach dürften wir auf einer Fläche von etwa 35 m² um die 200kg Kartoffeln ernten. Und das, obwohl wir eigentlich kaum etwas mit dem Boden gemacht haben. Das ist zumindest weitaus mehr, als ich erwartet hätte.
Da würde ich erst mal abwarten, was tatsächlich dabei raus kommt.
Mit Deiner Hochrechnung liegst Du jedenfalls deutlich jenseits des oberen Flächenertrags der konventionellen Landwirtschaft hierzulande (mit Düngung, Pflanzenschutz etc.)
Gruß
frodo
Re: Nymoen - der Weg ist das Ziel
Verfasst: Do 29. Aug 2013, 15:48
von syldron
Ich hab die Fläche auch nur geschätzt, nachgemessen ist sie tatsächlich 60 m². Und ich hatte drei Pflanzen ausgegraben mitsamt ihrer Erträge. Zwei Sorten sind es, die eine heisst Mandelpotet und ist die aromatischere und weniger ertragreiche. Hier hatten beide Pflanzen so etwa 500g gebracht. Die andere Sorte (den Namen weiss ich nicht) bringt deutlich mehr, die eine Pflanze hatte 1,2 kg Kartoffeln unter sich. Es sind insgesamt 4 Reihen der ertragreicheren Sorte mit je 37 Pflanzen und zwei Reihen Mandelpotet. Das bedeutet 148 mal 1,2 kg und 72 mal 0,5 kg, so habe ich hochgerechnet, zusammen 214 kg. Kann natürlich sein, dass etwas ganz anderes dabei herauskommt, war auch nur als Ansatzpunkt gedacht. Ich muss ja irgendwie die Kartoffelkiste im Keller dimensionieren.

Re: Nymoen - der Weg ist das Ziel
Verfasst: Do 29. Aug 2013, 18:15
von stoeri
Hallo Manfred,
das man bei Weihnstephan nicht das bekommt was man glaubt zu bekommen weis ich jetzt seit vor ca 2 oder gar schon 3 Jahren ein Bekannter dort zum Sicherheitsdienst eingeteilt war. Die gleiche Milch mit anderem Namen bekommst oder bekam man damals auch bei Lidl um 40 Cent billiger.
Und Müller mag ich auch nicht.
Re: Nymoen - der Weg ist das Ziel
Verfasst: Mi 11. Sep 2013, 21:33
von syldron
Wieder viel passiert im Garten. Das zweite Erdbeerbeet ist angelegt, ein Hochbeet hab ich errichtet, und ich habe angefangen, die brach liegenden Flächen in Angriff zu nehmen. Die sind böse mit Buschwerk und auch kleineren Bäumen zugewuchert, das ist ein ordentliches Stück Arbeit, das da wartet.
Am Wochenende werden die Kartoffeln geerntet, bin schon gespannt auf das Ergebnis.
Daneben werde ich morgen anfangen, Taschenkrebse zu fischen. Und eine Tour in den Wald wirds auch noch geben. Bilder kommen dann am Wochenende.

Re: Nymoen - der Weg ist das Ziel
Verfasst: So 15. Sep 2013, 14:36
von syldron
Heute war der grosse Tag der Kartoffelernte. Nein, es sind keine 200kg geworden. Am Ende waren es etwa 125kg der Sorte Troll und gute 35 kg der Sorte Mandelpotet. Das ist aber dennoch mehr, als ich erwartet hätte, als wir die Kartoffeln gesetzt haben.
Daneben haben wir angefangen, einen weiteren Teil des Grundstückes zu bewirtschaften. Der war total mit Bäumen und Buschwerk zugewuchert. Nachdem der gesamte Bewuchs beseitigt ist, schichten wir dort Erdreich auf, das wir nach dem Aushub der Baugrube für die Garage über hatten. So brauchen wir nicht erst die grossen Baumwurzeln ausgraben.
Preiselbeeren haben wir noch verarbeitet, einen Teil eingefroren und einen teil zu Marmelade verkocht.
Re: Nymoen - der Weg ist das Ziel
Verfasst: Mo 16. Sep 2013, 09:29
von hobbygaertnerin
Welche Tomatensorten werden bei euch früh reif?
Die Kartoffelsorte Mandelpoet ist das eine eher ovale, längliche Kartoffel?
Bitte nicht falsch verstehen, ein Stück weit ist bei euch ein wahres Paradies, ihr könnt Fische fangen, Pilze pflücken, Preiselbeeren und viele andere Beeren ebenso. Hier seid ihr echt zu beneiden, so eine gute Qualität, Frische und die Freude am eigenen Tun.
Ich warte auf 15 Preiselbeer- 15 Cranberry- und 7 Heidelbeersträucher in unserem Garten, heuer war eine erste Ernte möglich,
für Pilze werde ich mir nächstes Jahr einen Pilzgarten anlegen-
draussen im Wald sind bei uns die Pilze sehr wenig geworden und was ich nicht 150 % kenne, dann lieber Butterbrot oder Kartoffeln.
Hopfen ist bei uns gepflückt und getrocknet, ich habe mindestens 100 Bügelflaschen geschenkt bekommen, wenn ich im November mehr Zeit habe, werde ich einen Versuch mit Bierbrauen beginnen.
Wünsche euch weiterhin eine gute Zeit und noch viele Erntefreuden in diesem Jahr und in den kommenden Jahren.
Re: Nymoen - der Weg ist das Ziel
Verfasst: Mo 16. Sep 2013, 14:24
von syldron
Ja, die Mandelpoteter sind so, wie du sie beschreibst. Sehr tückisch zu kochen, denn sie zerfallen von einer Sekunde auf die andere, aber geschmacklich ganz klar die beste Kartoffel, die wir hier haben.
Tomaten haben wir noch nicht versucht anzubauen, noch fehlt uns das Gewächshaus. Wir haben ja erst dieses Jahr mit dem Gemüsegarten angefangen, alles geht da natürlich noch nicht. Aber ich finde, daß wir schon sehr viel geschafft haben.
Das stimmt allerdings schon, daß es für uns ein großer Vorteil ist, daß wir uns zur versorgung mit Fisch, Fleisch, Schalentieren, Beeren und Pilzen nur beim reichhaltigen Angebot der Natur bedienen zu brauchen.
Re: Nymoen - der Weg ist das Ziel
Verfasst: Mo 16. Sep 2013, 19:06
von hobbygaertnerin
Muss euch ein dickes Kompliment machen, wenn ihr das 1. Jahr Garten macht, alle Achtung.
Ja, ihr habt wirklich viel geschafft.
Die Mandelpotet hatte ich schon mal im Garten, schmecken sehr, sehr gut und haben eine kürzere Kochzeit. Dieses Jahr hatte ich Mayan Gold, sind ziemlich ähnlich.
Meine Tomatenfrage war deshalb, weil ich die Sorte suche, die eine sehr kurze Reifezeit hat, müsste in Norwegen vermutlich eher zu finden sein als in Italien.
Bei deinen Bildern fange ich zu Träumen an und dazu läuft mir das Wasser im Mund zusammen-
dann gehe ich ich die Küche und mache selbst was-
so ein schönes Pilzgericht mit frischen Steinpilzen- hach, da sind meine getrockneten Vorräte nur Abklatsch.
Re: Nymoen - der Weg ist das Ziel
Verfasst: Sa 21. Sep 2013, 20:02
von Dyrsian
Das Phänomen mit dem Kohl habe ich hier auch. Woran es liegt habe ich aber noch nicht herausfinden können.
Mich würden ebenfalls die Kartoffelerträge der konventionellen Landwirtschaft interessieren, als Menge/ha.
Re: Nymoen - der Weg ist das Ziel
Verfasst: So 22. Sep 2013, 11:41
von syldron
Dyrsian hat geschrieben:Das Phänomen mit dem Kohl habe ich hier auch. Woran es liegt habe ich aber noch nicht herausfinden können.
Mich würden ebenfalls die Kartoffelerträge der konventionellen Landwirtschaft interessieren, als Menge/ha.
Zu beidem habe ich Antworten gefunden. Der Rotkohl ist wohl zu spät ins Beet gepflanzt worden.
Der Kartoffelertrag in der konventionellen Landwirtschaft in Deutschland schwankt normalerweise zwischen 33 und 38 Tonnen pro Hektar. Ich habe es für uns jetzt mal genau errechnet, alles, was ich vorher dazu geschrieben hatte, war Blödsinn.
Unser Kartoffelacker hatte exakt die Grundfläche von 3,8m x 10,5m, was ziemlich genau 40m² entspricht. Auf dieser Fläche war der Ertrag 160kg, hochgerechnet auf einen Hektar entspricht das genau 40 Tonnen, also noch über dem, was die Landwirtschaft üblicherweise einbringt. Der Bauer, dem unser Anwesen früher mal gehörte, war darüber überhaupt nicht erstaunt, er meinte nur, dass da schon immer Kartoffeln extrem einträglich waren. Dazu hatten wir dieses Jahr wirklich fast perfekte Witterungsbedingungen, nur im Juni gab es eine Phase, in der es zu kühl war. Viele denken ausserdem, dass hier so weit im Norden der Gemüseanbau nicht mehr lohnt. Dem ist aber überhaupt nicht so, denn aufgrund der im Sommer enormen Tageslichtlänge wächst hier vieles äusserst gut. Natürlich ist die Vegetationsperiode wesentlich kürzer, aber für Kartoffeln zum Beispiel ist sie absolut ausreichend lang.