Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Fr 18. Jan 2019, 21:00
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Moment,emil17 hat geschrieben:
Folglich muss per Gesetz erlassen und durchgesetzt werden, dass alle Kosten der Produktion auf den Produktpreis abgebildet werden. dazu gehören Grundwasserbelastung, Transport, weitere Umweltbelastungen, Bedingungen der Arbeiter und so weiter.
Rohana hat geschrieben:
Das sollte dann aber nicht nur für landwirtschaftliche Erzeugnisse gelten, gell?
frodo hat geschrieben:
Fairerweise nicht - aber dann werden SEHR viele Alltagsgewohnheiten und Konsumgüter SEHR viel teurer...
Ja gibt ja auch Leute die haben von viel Ahnung zu wenig oder von wenig Ahnung zuviel. Ja und das große Geld. Also ich hatte schon mal 2 und dann noch mal 3 Freilandschweine. Du auch?Rohana hat geschrieben:Gibt doch einige hier die so viel Ahnung davon haben... los, auf, Schweine halten, da wartet das grosse Geld in der Nische!
Schwein kann man auch selber essen. Bei mir wäre es auch kein Problem ein oder zwei Schweine zu holen und schlachtreif zu füttern. Ist das bei dir auch so? Oder steht da etwas "entscheidendes" dazwischen?Rohana hat geschrieben:Hätte hätte. Holst du dir jetzt n paar Schweine für deine Fläche? Kann man doch super hinterher verkaufen, am Stück oder in Einzelteilen...
Das bezahlt jetzt zum Teil die Allgemeinheit. Direkt, indem man staatliche Mittel für technischen Umweltschutz aufwenden muss, oder indem vom Staat bezahlte Leute den Müll an den Strassenrändern aufsammeln. Einen wesentlichen Teil zahlt der, der trotz Vollzeitarbeit damit seinen Lebensunterhalt nicht erwerben kann (über schlechte Arbeitsbedingungen und überlange Arbeitszeit). Ein ebenfalls wesentlicher Teil "zahlt" die Umwelt über Raubbau, Bodenbelastungen, schlechte Luft, ruinierte Landschaften und so weiter.viktualia hat geschrieben: wer bezahlt denn jetzt für Grundwasser, Transport, die weiteren Umweltbelastungen und die Bedingungen der Arbeiter?
Zahlt ihr nicht in die Krankenkasse, für´s Abwasser, die Verpackungen?
Was passiert denn mit den einzelnen, individuellen Alltagsgewohnheiten und den Konsumgütern, wenn das direkter wäre?
Und nicht über die Umwege Nebenkostenabrechnung oder Gehaltszettel abgezogen würde?
Das gäbe dem Begriff "solidarische Landwirtschaft" ne ganz neue Note...
Blöder weise hat aber auch kaum noch jemand bemerkt, dass diese Wirtschaftsweise nicht nur, scheinbar, der Allgemeinheit zugutekommt, sondern in erster Linie dazu dient die exorbitante Kapitalakkumulation im oberen Bereich exponentiell wachsen zu lassen.emil17 hat geschrieben:Niemand hat ein Interesse, sparsam mit Gütern umzugehen, die von allen bezahlt aber individuell verbraucht werden.