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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Fr 18. Jan 2019, 21:00
von Benutzer 3370 gelöscht
:daumen: :daumen: :daumen:

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Fr 18. Jan 2019, 21:11
von Gelöschter Benutzer 54
au, ja. es sollt mehr schweine geben :)

immer wenn ich an den labonca-weiden vorbeifahre und mir die hübschen schweinderln ansehe, krieg ich hunger :essen:

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Fr 18. Jan 2019, 21:27
von Benutzer 3370 gelöscht
au, ja. es sollt meerschwein geben :hunger:

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Fr 18. Jan 2019, 21:40
von viktualia
emil17 hat geschrieben:
Folglich muss per Gesetz erlassen und durchgesetzt werden, dass alle Kosten der Produktion auf den Produktpreis abgebildet werden. dazu gehören Grundwasserbelastung, Transport, weitere Umweltbelastungen, Bedingungen der Arbeiter und so weiter.

Rohana hat geschrieben:
Das sollte dann aber nicht nur für landwirtschaftliche Erzeugnisse gelten, gell?

frodo hat geschrieben:
Fairerweise nicht - aber dann werden SEHR viele Alltagsgewohnheiten und Konsumgüter SEHR viel teurer... :pfeif:
Moment,
wer bezahlt denn jetzt für Grundwasser, Transport, die weiteren Umweltbelastungen und die Bedingungen der Arbeiter?
Zahlt ihr nicht in die Krankenkasse, für´s Abwasser, die Verpackungen?
Was passiert denn mit den einzelnen, individuellen Alltagsgewohnheiten und den Konsumgütern, wenn das direkter wäre?
Und nicht über die Umwege Nebenkostenabrechnung oder Gehaltszettel abgezogen würde?
Das gäbe dem Begriff "solidarische Landwirtschaft" ne ganz neue Note...

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Fr 18. Jan 2019, 21:42
von centauri
Rohana hat geschrieben:Gibt doch einige hier die so viel Ahnung davon haben... los, auf, Schweine halten, da wartet das grosse Geld in der Nische!
Ja gibt ja auch Leute die haben von viel Ahnung zu wenig oder von wenig Ahnung zuviel. Ja und das große Geld. Also ich hatte schon mal 2 und dann noch mal 3 Freilandschweine. Du auch?
Zur Zeit habe ich eine 3000 m² Unlandfläche zu roden. Das hätten damals die 3 Turopolje in 1 Monat gelöst. Ohne weiteres zutun. Gut das Brennholz hätte ich klein sägen müssen.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Fr 18. Jan 2019, 21:48
von Rohana
Hätte hätte. Holst du dir jetzt n paar Schweine für deine Fläche? Kann man doch super hinterher verkaufen, am Stück oder in Einzelteilen...

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Fr 18. Jan 2019, 22:08
von centauri
Rohana hat geschrieben:Hätte hätte. Holst du dir jetzt n paar Schweine für deine Fläche? Kann man doch super hinterher verkaufen, am Stück oder in Einzelteilen...
Schwein kann man auch selber essen. Bei mir wäre es auch kein Problem ein oder zwei Schweine zu holen und schlachtreif zu füttern. Ist das bei dir auch so? Oder steht da etwas "entscheidendes" dazwischen?

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Fr 18. Jan 2019, 22:13
von Rohana
Ich hab meine Hühner die alles für mich umgraben was umgegraben werden muss (manchmal auch mehr). Schweine zum Schlachten beziehen wir von der Tante zwei Dörfer weiter. Hab also akut keinen Bedarf :ohm:

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Sa 19. Jan 2019, 09:36
von emil17
viktualia hat geschrieben: wer bezahlt denn jetzt für Grundwasser, Transport, die weiteren Umweltbelastungen und die Bedingungen der Arbeiter?
Zahlt ihr nicht in die Krankenkasse, für´s Abwasser, die Verpackungen?
Was passiert denn mit den einzelnen, individuellen Alltagsgewohnheiten und den Konsumgütern, wenn das direkter wäre?
Und nicht über die Umwege Nebenkostenabrechnung oder Gehaltszettel abgezogen würde?
Das gäbe dem Begriff "solidarische Landwirtschaft" ne ganz neue Note...
Das bezahlt jetzt zum Teil die Allgemeinheit. Direkt, indem man staatliche Mittel für technischen Umweltschutz aufwenden muss, oder indem vom Staat bezahlte Leute den Müll an den Strassenrändern aufsammeln. Einen wesentlichen Teil zahlt der, der trotz Vollzeitarbeit damit seinen Lebensunterhalt nicht erwerben kann (über schlechte Arbeitsbedingungen und überlange Arbeitszeit). Ein ebenfalls wesentlicher Teil "zahlt" die Umwelt über Raubbau, Bodenbelastungen, schlechte Luft, ruinierte Landschaften und so weiter.
Zum Teil zahlt es gar keiner, weil die Leistungen der Natur (saubere Luft, Trinkwasser unsw.) scheinbar nichts kosten.
Das nennt sich "externe Effekte"

Wenn du z.B. an der Brennerautobahn oder am Flughabfen wohnst, hast du einen Verlust an Lebensqualität durch den vielen Warenverkehr per LKW oder den Fluglärm, kriegst aber keinen Ausgleich dafür, dass du den Lärm ertragen musst, weil alles in der Pampa herumgefahren wird oder in Urlaub fliegt.
Da es keinen einzelnen Verursacher gibt, zahlt keiner dafür. Das ist insofern anders, als wenn der Nachbar seinen Hund in deinen Rasen scheissen lässt, weil das für ihn einfacher ist, als die Hundehaufen auf der Strasse aufzsammeln und einzutüten - dagegen kannst du dich rechtlich zur Wehr setzen.
Die Einbeziehung aller Produktionseffekte in den Preis einer Ware ist eine wesentliche Forderung umweltverträglichen Wirtschaftens und hat erstmals noch nichts mit Solidarität zu tun. Es ist nicht Solidarität, wenn man darauf verzichtet, andere durch den eigenen Konsum zu schädigen.
Um einen weiteren Vergleich zu machen: So wie jetzt gewirtschaftet wird ist es wie in der Wohngenossenschaft, wo sich nach dem Essen jeder verdrückt, weil keiner Lust hast, den Abwasch zu machen.

Weil viel dieser Kosten, soweit sie in Form von Geld entstehen, über allgemeine Abgaben läuft und nicht individuell direkt im Warenpreis enthalten ist, ist das marktwirtschaftlich gesehen eine Subvention der Verbrauchsgüter durch die Allgemeinheit. Es wird in der Folge mehr verbraucht, als wenn alle diese externen Kosten im Warenpreis inbegriffen wären. Niemand hat ein Interesse, sparsam mit Gütern umzugehen, die von allen bezahlt aber individuell verbraucht werden.
Man überlege sich, was als Extrembeispiel passieren würde, wenn der Sprit an der Tanke nix kosten würde, und die Treibstoffe alle über allgemeines Steuervolumen bezahlt würden.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Sa 19. Jan 2019, 10:18
von Benutzer 3370 gelöscht
emil17 hat geschrieben:Niemand hat ein Interesse, sparsam mit Gütern umzugehen, die von allen bezahlt aber individuell verbraucht werden.
Blöder weise hat aber auch kaum noch jemand bemerkt, dass diese Wirtschaftsweise nicht nur, scheinbar, der Allgemeinheit zugutekommt, sondern in erster Linie dazu dient die exorbitante Kapitalakkumulation im oberen Bereich exponentiell wachsen zu lassen.
Und wenn es wer bemerkt hat, dann ist es scheinbar schwierig das eine mit dem anderen zu verbinden.