Seite 177 von 535

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Do 17. Jan 2019, 18:53
von Benutzer 2354 gelöscht
ihno hat geschrieben: Das der Kunde das eine sagt und das andere macht ist ja nichts neues.
Natürlich geht keiner zu Mc Dronalst, keiner liest die Blöd Zeitung , alle gebrauchen Jute Beutel usw.
Alles Schnacker und keine Macher.
Ist eben so muss ja keiner mitspielen.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Do 17. Jan 2019, 22:34
von strega
die Studie erfasst nur diverse Besucher von Supermärkten.
Es gibt aber auch Zielgruppen, die nicht unbedingt ständig in Supermärkten einkaufen.
Eben weil sie an anderen Wegen interessiert sind als Supermärkte bieten, halt Massenware, Massenfutter, das ausser billig sein nicht so wirklich viel kann

hmmm, vielleicht gehen dieser tollen Studie einige wichtige Leute durch die Lappen, die keinen Bock haben auf komisch riechende Supermärkte, und lieber direkt beim Erzeuger einkaufen, so es überzeugende Erzeuger gibt?

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Do 17. Jan 2019, 23:01
von Rohana
Da nur die Einkäufe in den Supermärkten und die Kunden in den Supermärkten in die Studie mit einbezogen waren, haben die Leute die ausserhalb der Supermärkte einkaufen ja keinen Einfluss.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Fr 18. Jan 2019, 09:07
von Doris L.
Wenn Fleisch angemessen teuer wäre, würde weniger Fleisch gekauft, das ist doch wohl klar und ob davon die Landwirte einen Nutzen haben ist fraglich. Als wir damals eine 6 köpfige Familie waren gab es nur Sonntags Fleisch auf dem Tisch und recht wenig. Ein Hähnchen für alle sechs. 3 Rinderrouladen für alle und so fort.

Das Biofleisch bei Edeka scheint wie Blei im Regal zu liegen. Der Hofladen hat eingefrorenes Rindfleisch für 25 € das Kilo.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Fr 18. Jan 2019, 10:13
von emil17
Wenn sich die Ware mehr ideell von billigeren Produkten unterscheidet als reel, wie das bei Fleisch der Fall ist, dann wird eben von der mehrheit über den Preis gekauft. Bei Fleisch ist das der Fall, es sieht ja beim verkaufsfördernden Kunstlicht in dem oben offenen Kühlregal zur Selbstbedienung alles ziemlich gleich aus.

Also bleiben die vielleicht 10%, die aus ideellen Gründen hochwertig einkaufen. Da in Deutschland ein grosses Unternehmen Geiz ist geil als Slogan hat und sich damit nicht blamiert hat, wird sich das kaum ändern.

Manchmal kommt die Wahrheit beim Braten, wenn dann bei billigen Bratwürsten die Hälfte weniger wird und das Zeug beim Verzehr an eine Mischung aus Hundefutter und Pappkrümeln denken lässt. Viele Fleischwaren sind aber nicht an sich schlecht, sondern druchschnittlich, nur eben unter der Sau erzeugt.

Folglich muss per Gesetz erlassen und durchgesetzt werden, dass alle Kosten der Produktion auf den Produktpreis abgebildet werden. dazu gehören Grundwasserbelastung, Transport, weitere Umweltbelastungen, Bedingungen der Arbeiter und so weiter. Ebenfalls dazugehört, dass die inländische Produktion durch Schutzzölle vor Billigimporten gschützt wird. Weil das in der EU nicht geht, müssen Produkte ausgeschlossen werden, deren Produktionsstandard nicht den gesetzlichen Mindestanforderungen im Inland entpricht.

Den Landwirten, die hochwertiges Fleisch erzeugen, kann man nur empfehlen, weniger auf Experten zu hören, sich nicht zum Knecht der Genossenschaften machen zu lassen, die den Fleischpreis unter sich mit den Grossabnehmern ausschnapsen und dann den Bauern gegenüber behaupten, der Markt gäbe nicht mehr her. Hochwertige Fleischerzeugnisse selber vermarkten ist möglich. Die Landwirte wollen ja Unternehmer sein, da gehört das dazu.
Manchmal kommen sie mir aber wie Juristen vor: Zu jeder Lösung gibt es ein Problem ...
Auch lokale Bäckereien und Kleinbrauereien können gegenüber den Grossproduzenten nur bestehen, weil sie bessere Ware anbieten. Das funktioniert.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Fr 18. Jan 2019, 14:05
von Rohana
emil17 hat geschrieben: Folglich muss per Gesetz erlassen und durchgesetzt werden, dass alle Kosten der Produktion auf den Produktpreis abgebildet werden. dazu gehören Grundwasserbelastung, Transport, weitere Umweltbelastungen, Bedingungen der Arbeiter und so weiter.
Das sollte dann aber nicht nur für landwirtschaftliche Erzeugnisse gelten, gell?

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Fr 18. Jan 2019, 14:27
von Benutzer 146 gelöscht
Rohana hat geschrieben:
emil17 hat geschrieben: Folglich muss per Gesetz erlassen und durchgesetzt werden, dass alle Kosten der Produktion auf den Produktpreis abgebildet werden. dazu gehören Grundwasserbelastung, Transport, weitere Umweltbelastungen, Bedingungen der Arbeiter und so weiter.
Das sollte dann aber nicht nur für landwirtschaftliche Erzeugnisse gelten, gell?
Fairerweise nicht - aber dann werden SEHR viele Alltagsgewohnheiten und Konsumgüter SEHR viel teurer... :pfeif:

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Fr 18. Jan 2019, 14:37
von Rohana
Aber wir sind doch alle fair und so... :office:

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Fr 18. Jan 2019, 16:42
von centauri
Rohana hat geschrieben:Aber wir sind doch alle fair und so... :office:
Nee das seid ihr nicht. Und konsequent auch nicht. Eigentlich ist die Landwirtschaft das Kind welches man ertragen muss. Aber könnte ja auch in ferner Zukunft mal sein das es sein eigenes Geld verdient. Kind eben. :aeh:

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Fr 18. Jan 2019, 16:45
von Benutzer 72 gelöscht
frodo hat geschrieben:aber dann werden SEHR viele Alltagsgewohnheiten und Konsumgüter SEHR viel teurer... :pfeif:
auch für Landwirte :pfeif: