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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Di 15. Jan 2019, 17:14
von Benutzer 4754 gelöscht
@Emil,
bei 1500ha Acker fährt der Chef noch selbst Schlepper...
wo er dann Mal nurnoch Pickup und Drehstuhl fährt ist wenn der Betrieb mehrere Betriebszweige als jeweils eigenständige Abteilung hat.
Genossenschaftsbauern fahren eher Drehstuhl als Privatbauern.
Wir bewirtschaften eine mittlere 4 stellige Hektarzahl Ackerland, die Viehhaltung ist mit 2000 Mastbullen praktisch nicht existent

,
hier fährt der Chef eigentlich alles, bei Bedarf nimmt er auch noch Besen und Motorsense in die Hand.
Wir sind hier ja nicht in der Wirtschaft wo man um 16 Uhr Feierabend hat,
hier hat man Feierabend wenn die Arbeit erledigt ist und dir geht leider nie aus....
Leute "mit Stallgeruch" kommen in der Politik nicht weit,
sieht man ja an Christina Schulze-Föcking in NRW.
Man kommt höchstens Mal in den Gemeinderat
aber dann ist auch Schluss.
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Di 15. Jan 2019, 17:26
von emil17
Ach so, ja, bei Euch gilt ja alles was weniger als 250 ha hat, als Kleinbauer ...
Bei uns gabs mal einen Nationalrat (das entspricht in etwa einem Bundestagsabgeordneten), der gab vor Bauer zu sein, hat aber alles bewirtschaften lassen, und war auch noch Advokat. Eigentlich war er Advokat, denn das bringt mehr ein.
Es gibt ja auch hochrangige Politiker(innen), die sind mehrfache Eltern und verstehen also was von den Problemen der Familie, und wissen das auch wählerstimmenfangwirksam zu kommunizieren. Bei genauerem Hinschauen stellt man dann aber fest, dass die zwar Familie, aber auch eine nette Villa mit drei Zimmern pro Kind und einen ganzen Zoo von Dienstboten haben.
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Di 15. Jan 2019, 18:25
von Benutzer 4754 gelöscht
Ach so, ja, bei Euch gilt ja alles was weniger als 250 ha hat, als Kleinbauer ...
naja das stimmt so auch nicht ganz
der normale Privatbauer hat in Westdeutschland meist zwischen 80 und 200ha im Norden evtl auch 250ha
in Ostdeutschland hat der normale Privatbauer auch so 150-300ha evtl auch Mal 350.
Alles darüber braucht mindestens einen Angestellten und ist damit für mich kein Privatbauer mehr.
Die Politik versucht Betriebe mit 60-90ha zu erhalten,
die wegen aber unaufhaltsam von den BWLern aufgefressen.
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Di 15. Jan 2019, 18:54
von Benutzer 4754 gelöscht
0-60/80ha werden idr im Nebenerwerb bewirtschaftet.
Die Zahlen beziehen sich auf reine Ackerbauern.
Kommt noch Viehaltung hinzu kann man noch mal etwas Fläche abziehen
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Do 17. Jan 2019, 14:58
von Rohana
HS Osnabrück: Studie zu Verbraucherakzeptanz von Aufpreis für Tierwohllabel-Fleisch
https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachric ... m-fleisch/
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Do 17. Jan 2019, 15:12
von centauri
Ja schon klar. Solange der Landwirt nur ein Produkt erzeugt und nicht hinter seiner Ware steht wird sich nichts ändern.
Was würde sein wenn ein Kilo Schwein 8 € kostet? Darunter gibt es nichts. Was würde sein?
Wollte ja Gestern für 1 € je Liter tanken, ging nicht. Der Tankstellenbesitzer sagte das geht nicht. Muss doch irgendwie gehen. Menno wieso geht das nicht?
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Do 17. Jan 2019, 15:34
von Rohana

was hat der Landwirt damit zu tun ob die Leute zu ihrem Wort stehen oder nicht?
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Do 17. Jan 2019, 16:45
von Benutzer 72 gelöscht
centauri hat geschrieben:Wollte ja Gestern für 1 € je Liter tanken, ging nicht. Der Tankstellenbesitzer sagte das geht nicht. Muss doch irgendwie gehen. Menno wieso geht das nicht?
komm, das kannst du doch nicht vergleichen.
Wenn "unsere" Landwirte mehr verlangen täten, dann würde der Handel eben importieren und so die Preise drücken. Die Landwirte sind doch total machtlos dagegen, dass sie nicht bestimmen können, wieviel ein Kilo Schweinefleisch kostet....
Denn ohne Landwirte täten die Konsumenten ja verhungern.
Und Erdöl wird nicht improtiert.
Also irgendwie blick ich da nicht durch und ich fürchte, es liegt nicht an meiner Brille.
Kann mich wer aufklären?
(mal ganz abgesehen davon, dass ich durch all die Werbebotschaften, die z.B. auf der Milch draufstehen und wo ich sowieso
nichts mehr glauben kann, einem dubiosem "Tierwohlsiegel" kaum vertrauen könnte....)
@Rohana: hat dir jemand versprochen, einen bestimmten Preis für dein Schweinefleisch zu zahlen und dich dann, als du lieferste, hängen gelassen?
Ich persönlich fühle mich durch Umfrageergebnisse nicht verpflichtet, das zu tun, was in der Umfrage die Mehrheit will.
Unter "Versprechen" versteh ich was anderes, sorry

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Do 17. Jan 2019, 17:00
von Benutzer 2354 gelöscht
ina maka hat geschrieben:
Denn ohne Landwirte täten die Konsumenten ja verhungern.:
Ich frag mich ja immer warum das den Landwirt Interessieren soll.
Oder meint irgendwer das es den Herrn Aldi Interessiert ob sich irgendwer seine Produkte nicht leisten kann ?
Nimm was du haben musst und nicht das was irgendwer dir geben möchte.Wenn du dem Handwerker nicht das gibst was er haben möchte kommt er halt nicht.
Das der Kunde das eine sagt und das andere macht ist ja nichts neues.
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Do 17. Jan 2019, 17:17
von Rohana
ina maka hat geschrieben:
@Rohana: hat dir jemand versprochen, einen bestimmten Preis für dein Schweinefleisch zu zahlen und dich dann, als du lieferste, hängen gelassen?
Ich persönlich fühle mich durch Umfrageergebnisse nicht verpflichtet, das zu tun, was in der Umfrage die Mehrheit will.
Unter "Versprechen" versteh ich was anderes, sorry

Wenn 60% mehr zahlen wollen für's Fleisch und 10% es tatsächlich tun, was ist mit der Differenz? Waren die alle nicht in der Umfrage? Schon merkwürdig
