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Re: Glyphosat-Diskussion
Verfasst: So 2. Sep 2018, 14:56
von Sonnenstrahl
Gestern 700 km mit dem Auto gefahren und keine Fliegen an der Scheibe.....

Re: Glyphosat-Diskussion
Verfasst: So 9. Sep 2018, 20:35
von Gelöschter Benutzer 54
flammenwerfer-traktoren als alternative unkraut- und schädlingsbekämpfung:
https://nerdist.com/flamethrowers-tract ... h-science/
Re: Glyphosat-Diskussion
Verfasst: So 9. Sep 2018, 21:15
von Benutzer 4754 gelöscht
Die Abflammtechnik ist "ein alter Hut" und hat drei entscheidende Nachteile:
1. nur vor dem Auflaufen der Kultur einsetzbar
2. die Maschinen schlucken imense Mengen Gas und machen das Verfahren sehr teuer.
3. es wirkt nur auf kleine Unkräuter, altverunkrautung und wurzelunkräuter lachen nur darüber.
Nebenbei ist die CO2-Bilanz dieses Verfahrens grauenhaft.
Durch Punkt 1 und 2 kommt die abflammtechnik in DE fast ausschließlich in Sonderkulturbetrieben der Bio-Branche zum Einsatz.
Re: Glyphosat-Diskussion
Verfasst: So 9. Sep 2018, 21:30
von Taraxacum
Bei der diesjährigen Trockenheit wäre das der Supergau bei den vertrockneten Äckern und Feldrändern sowie den angrenzenden Wäldern geworden. Hat so schon genug gebrannt hier ringsum. Also auch kein Allheilmittel.
Re: Glyphosat-Diskussion
Verfasst: So 9. Sep 2018, 22:29
von Gelöschter Benutzer 54
die suche nach allheilmittel hat uns zum status quo gebracht.
von der idee, irgendwas für alles und jedes zu nutzen, wieder abzukommen, wäre der erste schritt zur besserung. bzw. ist er, siehe praxisbericht von ölkanne - wos für manche bios passt, machen sies ja schon.
Re: Glyphosat-Diskussion
Verfasst: Mo 10. Sep 2018, 06:47
von Benutzer 2354 gelöscht
In Bio Möhren wird das viel gemacht, bei 70.000kg Möhrchen pro Ha ist das mit dem Preis auch nicht so wild.
Es ist so das es nicht genug Leute gibt die von Hand hacken wollen oder können oder die es bezahlen wollen. Es geht beim verkaufen ja leider immer ums Geld.Bei der Selbstversorgung kann ich da anders rechnen da zählt allein das Ergebnis.
Re: Glyphosat-Diskussion
Verfasst: Mo 10. Sep 2018, 07:47
von Benutzer 72 gelöscht
Sonnenstrahl hat geschrieben:Gestern 700 km mit dem Auto gefahren und keine Fliegen an der Scheibe.....

bin vor kurzem meditierend auf der Bushaltestelle gesessen, hab auf den Bus gewartet, Insekten beobachtet.....
eine schöne große Libelle ist mir besonders aufgefallen und ich hab ihren Flug mit den Augen verfolgt. Plötzlich der Schreck: ein Auto kommt und fährt direkt in die Libelle rein. Ich dachte, das wär´s jetzt gewesen, aber die Libelle wurde ganz hoch hinauf gezogen und flog danach weiter.
nicht dass ich damit sagen will, es gäbe kein "Insektensterben", aber etwas muss dran sein daran, dass die Autos heute anders funktionieren und deshalb kaum noch Insekten an der Scheibe sind.
Ich hätte nicht gedacht, dass man das so beobachten kann!
Ansonsten - zum Thema Glyphosat:
kraut_ruebe hat geschrieben:die suche nach allheilmittel hat uns zum status quo gebracht.
von der idee, irgendwas für alles und jedes zu nutzen, wieder abzukommen, wäre der erste schritt zur besserung.
es dürfte allerdings etwas kompliziert sein, soetwas in Gesetzen, die im ganzen Land immer und für alle gelten sollen, festzuhalten

Re: Glyphosat-Diskussion
Verfasst: Mo 24. Sep 2018, 21:35
von centauri
Re: Glyphosat-Diskussion
Verfasst: Di 25. Sep 2018, 07:26
von emil17
Diese Studie wird wahrscheinlich nichts bewirken, weil erstens der Weg von der Studie bis zur Gesetzgebung sehr weit und langatmig ist und weil, sobald die Gefahr droht, dass diese Studie von den Behörden ernstgenommen wird, sehr bald Gegenstudien erscheinen werden, die das Gegenteil behaupten.
Sowas wird regelmässig von der interessierten industrie finanziert. Ich behaupte nicht, dass die bewusst Daten fälschen, aber einmal kann man durch geschickte Auswahl der Versuchsanordnung schon ziemlich gut beeinflussen, was in etwa herauskommt, und zudem muss man ja das Ergebnis nicht publizieren, wenn es schlechte Presse machen würde.
Zudem handelt es sich hier um eine klassische indirekte Wirkung der Chemikalie. Solange Glyphosat nicht direkt Bienen schädigt, ist es für die meisten Zulassungsbehörden nicht bienenschädigend. Für Erwerbslandwirte ist es zu Recht nicht zumutbar, sich nicht auf die amtlichen Zulassungen von Mitteln verlassen zu können.
Würden einzelne Länder dennoch Glyphosat verbieten, könnten sie dennoch damit erzeugte Nahrungs- und Futtermittel importieren, sehr zur Freude der Exportländer, die dadurch konkurrenzkräftiger würden. Und was kümmerts den Kartoffel- oder Getreidebauern oder den Schweinemäster, wenn der Nachbar in seinem Obstgarten ein Problem hat?
Re: Glyphosat-Diskussion
Verfasst: Fr 5. Okt 2018, 09:31
von Buchkammer
Dass Glyphosat krebserregend ist, hat unlängst ein US-Gericht bestätigt. Um es aber trotzdem in großem Stil vertreiben zu können, sorgt Monsanto einfach weiterhin für „die richtigen“ Gutachten.
Und wenn explosives Algenwachstum — hervorgerufen durch Düngemittel — das Trinkwasser versaut, schränkt man einfach die Überwachung der Wasserqualität ein. Voilà, Problem gelöst! Nach uns die — giftige — Sintflut.
Paul Craig Roberts mit kritischen Anmerkungen zur Verantwortungslosigkeit von Konzernen und Politik..
Den gesamten Artikel gibt es beim Rubikon:
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