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Re: Brot

Verfasst: Di 19. Jan 2016, 10:16
von Holger
Meine Brote backe ich ausschließlich mit Sauerteig und ein wenig Hefe, da es Vollkornbrote sind. Am Vortag mahle ich das Getreide und gebe auf 9kg Teig 2 Würfel Hefe zusätzlich dazu. Bei Auszugsmehlen hätte ich kein Problem ausschließlich mit Sauerteig zu backen. Der Sauerteig ist triebfreudig, schafft es aber bei den schweren Teigen nicht wie gewünscht.
Reste des Sauerteigs verkrümel ich ebenfalls, rein in´s Bügelglas und dann in den Kühli. Die Masse muß aber wirklich trocken sein. So hält er über Jahre und entwickelt ein immer besseres Aroma.
Sauerteig setze ich am Vortag an und füttere ihn 3x.

Re: Brot

Verfasst: Di 19. Jan 2016, 12:05
von Benutzer 72 gelöscht
Hey, ich backe außschließlich Vollkornbrote - reines Roggenmehl, der Sauerteig schafft das schon!
Meine Mutter gibt öfters Hefe dazu und ihre Brote werden auch nicht besser....
Allerdings - und ich weiß nicht, woran es liegt, ist auf "nur Sauerteig" nicht immer Verlass. Es wird jedesmal ein bisschen anders, aber immer mit kleinen Poren dazwischen.

Re: Brot

Verfasst: Di 19. Jan 2016, 17:22
von lianehomann
Hier auch reines Vollkornbrot, aus wechselnden Mischungen verschiedener Getreidearten, nur mit Sauerteig, ohne Hefe. Ich gebe allerdings ein Löffelchen Zucker oder Honig zum Teig um ihn besser anzufüttern, lasse ihn meist über Nacht gehen und morgens ist das Brot ausreichend aufgegangen.

Re: Brot

Verfasst: Di 19. Jan 2016, 18:08
von Holger
lianehomann hat geschrieben:Hier auch reines Vollkornbrot, aus wechselnden Mischungen verschiedener Getreidearten, nur mit Sauerteig, ohne Hefe. Ich gebe allerdings ein Löffelchen Zucker oder Honig zum Teig um ihn besser anzufüttern, lasse ihn meist über Nacht gehen und morgens ist das Brot ausreichend aufgegangen.
Hat das Brot nach dieser langen Zeit keine Übergare? Ich werd´s mal ausprobieren mit kühler Teigführung.

Re: Brot

Verfasst: Di 19. Jan 2016, 19:32
von lianehomann
Ich mache das auf etwas vereinfachte Weise mit geringem Zeitaufwand nach einem alten polnischen Rezept. Der Teig wird angerührt mit Sauerteig, gemahlenem Getreide, Salz, Zucker oder Honig, Wasser. Kein Vorteig, keine aufwändige Temperaturführung usw. 2-3 Esslöffel Teig werden entnommen, gehen über Nacht bei Zimmertemperatur, am Morgen in den Kühlschrank - bis zum nächsten Mal. Zum übrigen Teig kommen noch Gewürze, Nüsse oder weitere Zutaten nach Lust und Laune, dann bleibt er abgedeckt in der Form ca. 7 - 8 Stunden stehen und wird dann gebacken. Ich guck immer ein bisschen wie der Sauerteig grad drauf ist, manchmal braucht er länger zum Aufgehen, manchmal bisschen kürzer - 8 Stunden ist der Richtwert.

Re: Brot

Verfasst: Di 19. Jan 2016, 19:46
von Anka
Ich klinke mich hier mal ein ;)
Ich hab letzte Woche einen neuen Sauerteig angesetzt (nachdem meine Kids den letzten Ansatz im Kühli gefunden hatten, haben sie den "verschimmelten Joghurt" entsorgt :motz: )
Aus dem Ansatz habe ich dann heute ein Brot gebacken, naja zumindest habe ich es versucht, der Teig ist super aufgegangen so das er mir sogar aus der zum Gärkorb umfunktionierten Backform übergelaufen ist. Aber kaum hab ich den Teig auf meine Steinplatte im Ofen gesetzt ist er mir total auseinander gelaufen :ohoh: . Wenn ich den Teig so fest mache das er nicht wegläuft wird das Brot innen total trocken und krümmelig, mach ich ihn flüssiger ist die Konsistenz innen echt gut aber wenn das Brot nur ca. 3 cm hoch ist, meckern hier alle, dass das Brot fast nur aus Rinde besteht.
Was mach ich bloß falsch :im:
LG Anka

Re: Brot

Verfasst: Di 19. Jan 2016, 20:25
von Zacharias
Hallo Anka,

üb erst mal mit Kastenbroten, bevor du freigeschobene machst. Du kriegst dann mit der Zeit ein Gefühl für den Teig und dann klappen auch die Freigeschobenen. Hierfür brauchst du aber zwingend ein Gärkörbchen. Eine Backform klappt da als Ersatz nicht (Wände zu steil, Material) und die Dinger kosten ja nicht die Welt.
Es kommt dann natürlich auch noch auf die Mehlsorte an. Weizen läuft nicht so schnell auseinander wie Roggen oder gar Dinkel. Und so richtig gut werden Freigeschobene ohnehin nur im Holzbackofen.

Re: Brot

Verfasst: Mi 20. Jan 2016, 09:43
von Anka
Hallo Zacharias,
vielen Dank für deine schnelle und ausführliche Antwort.
Brote in der Kastenform backe ich schon seit Jahren mit Erfolg nun wollte ich eben mal freigeschobene versuchen.
Ich hab in deiner Antwort schon 3 Fehler meinerseits gefunden, erstens werde ich mir einen Gärkorb anschaffen, ist ja wenn man (frau) darüber nachdenkt logisch das eine Backform kein vollwertiger Ersatz ist sonst würde wohl niemand Gärkörbe benutzen. Und zweitens habe ich bis jetzt immer Roggen und Dinkelmehl genommen. Werde es das nächste mal mit wenig Roggen und dafür mit mehr Weizenmehl versuchen und dann berichten ob es mit Gärkorb und anderem Mehl besser geklappt hat.
Ich backe immer in meiner Küchenhexe auf einem Granitstein. Pizza, Flammkuchen und Dinete werden da super lecker und knusprig

Re: Brot

Verfasst: Mi 20. Jan 2016, 11:56
von Zacharias
@ Anka
Noch ein kleiner Tipp: streu den Gärkorb mit Stärke statt mit Mehl aus. Da klebt garantiert nichts fest und man braucht lange nicht nachstreuen. Den Teig für das freigeschobene Brot muss man natürlich fester machen. Die Kunst ist, dass er fest genug ist, um nicht auseinander zu laufen und feucht genug, dass das Brot nicht trocken wird. Da werden dir aber sicherlich noch ein paar Brote daneben gehen. Mach zuerst mal ein Brot aus Weizenweißmehl, das ist am Einfachsten. Wenn du eine Küchenhexe hast, ist das natürlich klasse.

Re: Brot

Verfasst: Mi 20. Jan 2016, 17:54
von Big Joe
Mein Sauerteigbrot von gestern ganz ohne Hefe gebacken.