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Re: Sparen durch Selbstversorgung

Verfasst: Di 7. Aug 2018, 07:23
von Gelöschter Benutzer 54
ich spare nichts durch SV. im gegenteil, ich arbeite, um mein SV-leben zu finanzieren.

möglicher weise amortisiert sich die anschaffung eines hofes mit ein paar hektar grund, pflanzen, tieren, maischefässern, käsewerkzeug, häcksler, ölpresse und all dem anderen zeug in weiteren 10 bis 15 jahren. vielleicht aber auch nicht - ist mir egal :)

Re: Sparen durch Selbstversorgung

Verfasst: Di 7. Aug 2018, 07:49
von Benutzer 72 gelöscht
kraut_ruebe hat geschrieben:ich spare nichts durch SV. im gegenteil, ich arbeite, um mein SV-leben zu finanzieren. [....] die anschaffung eines hofes mit ein paar hektar grund, pflanzen, tieren, maischefässern, käsewerkzeug, häcksler, ölpresse und all dem anderen zeug....
:daumen:

eben, weil du nicht "SV" betreibst, sondern feste einkaufst, um dein Hobby zu finanzieren.
ist ja auch ok so - aber für mich zum Beispiel bedeutet SV etwas anderes...
bin vor kurzem zufällig über dieses Video gestolpert: Mama und Kleinkind pflücken ihr Essen im Wald
Das ist SV für mich (und es ist "nur" eine Ergänzung zum "sonst üblichen Lebensstil") :im:
Und wir haben gestern wieder von unseren "großen Sweety" geerntet - die beste Tomate und die hab ich jahrelang selber weitervermehrt von einer Pflanze, die im Garten einer Freundin (den wir eine Saison lang pflegen und nutzen durften) selber aufgegangen ist

Das kostet alles nichts! :michel:

ist Definitionssache, wahrscheinlich kommen wir deshalb auf keinen grünen Zweig, weil nicht jeder dasselbe unter "SV" versteht....

Ich denke, jemand, der davon lebt, schreibt sicher nicht in einem Internet-Forum. Ich kannte solche Menschen - vor ca. 20 Jahren in México hab ich dort gelebt.
Es ist ein gaaanz anderes Leben und es muss viel improvisiert werden.
Auf keinen Fall haben die Leute dort viele Geräte gekauft - konnten sie gar nicht, denn sie waren so arm, dass sie VON der Selbstversorgung leben MUSSTEN.

Manche wollen das, andere nicht (ich denke, die wenigsten hier im Forum täten so leben wollen, ich hatte damals ja auch nicht den Mut dazu)

Re: Sparen durch Selbstversorgung

Verfasst: Di 7. Aug 2018, 08:49
von Maeusezaehnchen
Also außer die kleinen Handwerkzeuge die ich mir so nach und nach gekauft habe hab ich nix. In meiner "angelehnten Ebene" (es ist wirklich ziemlich steil) kann man mit nicht viel fahren. Und so groß sind die Fläche nicht das es sich auszahlen würde.
Im Frühjahr borgen wir uns von einem Bekanten gegen eine Kiste Bier eine gute Gartenfrese aus. Damit wird der Acker aufbereitet. Sonst ist alles Handarbeit.
Die Dörraperat hab ich mir beim Diskonter gekauft und den Entsafter hab ich geerbt.
Heuer war meine Großinvetition ein Einkochautomat - und der war zum 1/2-Preis wirklich erschwinglich. Das hab ich theoretisch gleich mal herinnen.... vor allem wenn ich daran denke, dass mir erst in diesem Jahr mein TK kaputt gegangen ist und da einiges an meinem leckeren Gemüse draufgegangen ist.
Bauernhof haben wir nicht, aber ein Haus mit ausreichend großem Grundstück. Das kann ich nicht auf die SV hochrechnen, da ich es schon vor Beginn meiner Teil-SV hatte. Und die Beetflächen wurden mit Muskelkraft, billigen Betonrandleisten und einem großen Anhänder schöner Erde von einem Bekannten hergestellt. Da halten sie die Invetitionskosten auch in Grenzen. Die Beetfläche ist auch nicht alles auf einmal sondern Jahr für Jahr gewachsen. Jetzt muss ich langsam aufhören mit der Vergrößerung, da ich das sonst nicht mehr verwerten kann.

Was noch dazu kommt:
Wenn es sich herumspricht, dass man viel selbst mach kommen runherum Bekannte die von irgendwas zu viel haben und sind froh, wenn man es nimmt weil sie selbst keine Lust zur Weiterverarbeitung haben. Für andere will ich nicht Produzieren, da ich dann sonst den Aufwand rechnen müsste und es sich dann nicht mehr rendiert. Das Beste bekommt man bekanntlich auch auch nur geschenkt. :grinblum:

Re: Sparen durch Selbstversorgung

Verfasst: Mi 8. Aug 2018, 05:22
von hobbygaertnerin
Spart man durch Selbstversorgung in einer Zeit, wo nach statistischer Berechnung immer weniger für Lebensmittel ausgegeben werden muss?
In einer Zeit, wo es Kochbücher und Rezepte im absoluten Übermaß gibt, die Rezepte, Gerichte herauszufinden,
die gut zu einem passen, vom zeitlichen Aufwand, vom Geschmack her, von dem, was da ist, ist auch eine Herausforderung.
Reduzieren nicht nur beim Einkauf, sondern auch beim Kochen- beim Lesen von Kochrezepten fällt mir nämlich auf, die Zutatenliste ist meist sehr lang und mit sehr vielen zu kaufenden Zutaten, meist einfach quer durch das riesige Angebot der Geschäfte geschrieben.

Selbstversorgung- im Gegensatz zum Konsum
inzwischen nicht nur bei den Lebensmitteln, sondern zum Teil auch bei Putz- und Reinigungsmitteln,
Hausmitteln, aber auch hier wieder die Suche nach den praktischen und umsetzbaren Rezepten.
Möchte auch nicht die sogenannte "gute alte Zeit" verklären, ich kann mir vorstellen, dass so ein SV-Leben früherer Zeit nicht unbedingt ein besonders entspanntes Leben war.
Heute werden die Wildkräuter wieder hochgehalten, in Zeiten, wo es für die Reichen als Zurschaustellen ihres Reichtums galt, mit den teuren und exotischen Gewürzen das Essen entsprechend zu würzen, haben sicher auch die "Armen" gesucht, wie sie mit heimischen Zutaten Geschmack in ihr Essen bringen könnten.
Heute gilt Wildlachs, Aal, Kaviar, Hummer, Garnelen und das ganze Edelessen als teurer Luxus, vor nicht so langer Zeit war das das Essen für die einfachen Leute, die sich kein Wild leisten konnten und auch keine Möglichkeit hatten, an solches ohne Lebensgefahr ranzukommen.
Vor ein paar Jahren galt es modern, überall aufs Essen diese dicke Balsamiocpampe draufzupappen, heute gibts andere Essmoden.
Ob ich mit der SV spare, ich wollte auch aufschreiben, was ich übers Jahr ernte, was ich dafür ausgebe, aber irgendwie fehlt mir die Disziplin, dies ein ganzes Jahr sorgsam aufzuschreiben.
Für mich bedeutet SV- auf die ellenlangen Zutatenlisten in den gekauften Lebensmitteln verzichten zu dürfen, nach meinen Geschmacksknospen zu kochen, quer durch den Gemüse-, Obst-, Beeren- und Kräutergarten.
Was wir nicht haben, kaufe ich bei bekannten Direktvermarktern und eine Erfahrung hab ich doch gemacht,
ob ich gross was spare, da müsste ich genauer aufschreiben, aber ich kann trotz allem sparsam leben,
weil ich so vieles nicht brauche, nicht die teure Maschine für den Kaffee, um dann wie ich es so oft gesehen habe, beim Kaffee sparen zu wollen oder müssen- es muss kein Rasenmährobotter seine Runden und Bahnen ziehen, brauch auch keinen Staubsaugerrobotter, keinen Dampffensterreiniger und so vieles mehr auch nicht.
Aber dafür hab ich eine Akkusense angeschafft, die uns die Arbeit vereinfacht.
Beim Kochen mit Wildkräutern bin ich noch gespalten, der Giersch im Garten wird verkocht und verarbeitet, der Bärlauch unter den Himbeer- un Johannisbeersträuchern erspart mir die Sucherei im Auwald,
war auch schon ein paar Mal auf Wildkräuterführungen dabei, aber die angeblich so guten Blätter der Linde im Nudelsalat brauch ich gar nicht ausprobieren, weil es mir nicht schmeckt und ich genau weiß, dass auch die übrige Familie da nicht so begeistert wäre.Und auch so vieles andere hat mich da nicht begeistert.
Ich brauch zum Glück auch keinen der vielen aromatisierten Tees zu kaufen, weil ich die Teekräuter im Garten und rundherum habe, muss auch wenig Getränke- und Wasserkisten nach Hause schleppen,
vermutlich macht von 100 Leuten, die sich Gedanken um die Selbstversorgung machen, jeder seine eigenen Erfahrungen mit der Umsetzung, mit den Sparsam- und Nachhaltigkeitsgedanken.

Re: Sparen durch Selbstversorgung

Verfasst: Mi 8. Aug 2018, 07:48
von Benutzer 947 gelöscht
Sparen durch SV...Ich habe es mir noch nie konkret ausgerechnet, dazu bin ich - wie manche andere hier auch von sich sagen - zu wenig diszipliniert. Und irgendwie mag ich das auch gar nicht. Allerdings bin ich mir sicher, dass ich bezogen auf Obst und Gemüse und alles, was den Garten betrifft, nicht spare, sondern eher drauflege. Da wäre noch manches optimierungsfähig.
Aber: Dem Wunsch der SV liegt ein komplett anderer Lebensstil zugrunde und ich brauche deshalb so vieles nicht, was für andere existenziell ist... hobbygaertnerin hat das so schön beschrieben, somit spare ich dann doch. Und ich spare sehr sehr viel durch SV in anderen Bereichen, z.B. im handwerklichen Bereich. Dadurch dass wir alles, aber auch wirklich alles an Bauen, Renovieren etc. selbst machen und uns keinen Handwerker holen sparen wir enorm viel. Ok - ich könnte es mir umgekehrt ohnehin nicht leisten. Aber durch Selbermachen ist es möglich, ein eigenes Haus zu haben, ausreichend Platz und Möglichkeiten statt in einer kleinen Mietwohnung zu sitzen und sich rundum beschränken zu müssen. Wobei wir wieder beim Lebensstil sind.

Re: Sparen durch Selbstversorgung

Verfasst: Mi 8. Aug 2018, 10:38
von Oli
Bei uns ist es, wie meistens im echten Leben, eine Mischkalkulation.
Mal spart man, mal zahlt man drauf. Monetär und anders.

Es wird schwer den Hof, das Material, die Sanierung, die Gerätschaften und all' die Pflanzen durch Verkauf von Überschüssen und selbst 'erspartes' gegenzufinanzieren, aber leben und wohnen müssen wir ja eh und bevor wir für irgendwas Geld ausgebe, was uns nur unterbringt, leben wir lieber unseren Traum und verwirklichen nach und nach unsere Vorstellungen von einem essbaren Garten und Oase für uns und viele Tiere, der uns und/oder unsere Nachfahren einmal überreich versorgen wird und einem Haus, wo ganz viel selbst saniert, aufgebaut, abgerissen, verziert wurde und was dann unsere Geschichte erzählt. Wo einem das Herz aufgeht, wenn man die Fortschritte sieht und all' das Schöne und selbst gemachte. Die Pflanzen in genau der Sorte, die sich langsam entwickeln.

Wer ein Haus erbt, einheiratet oder sonstwie ergattert, hat den grössten Teil ja schon mal 'gespart'. Da sieht die Rechnung, so man sie wirklich aufstellen will, wieder anders aus.

Was die Erträge angeht, kann man optimistisch oder pessimistisch rechnen oder es einfach sein lassen und sich freuen, dass jeder Überschuss ein kleines Extra in die Kasse spülen kann, was man am Ende vielleicht für etwas ausgibt, was man selber nicht so gut (anbauen) kann.
Wirklich reif geerntetes Obst und Gemüse in Sorten, die es so nicht zu kaufen gibt, das alles 100% so angebaut, wie man es selber möchte, das gute Gefühl einer mit guten Dingen vollgepackten Speisekammer, die einen im Fall der Fälle und sonst auch versorgt, nicht ständig einkaufen gehen zu müssen, sondern gezwungen zu sein, echt saisonal und am besten einfallsreich die Fülle zu verarbeiten. :lol:
Das ist toll und ein Gegenwert, den ich gar nicht wirklich mit sparen verknüpfen kann.

Dazu tauschen wir ja sehr viel, sowohl Material, als auch Arbeit wo möglich.
Das hat dann den Vorteil, dass man gegebenenfalls etwas nicht machen muss, was einem nicht liegt und jeder Tauschpartner Profiarbeit bekommt, die sonst ein Loch ins Budget reißen würde.
Man kann aber auch einfach von seinem Überfluß abgeben und verschenken ohne eine Gegenleistung zu erwarten ;)
Das spart in den Augen des kühlen Rechners erstmal nix, aber der sieht ja auch nicht das große Ganze und bekommt schon gar keine Karmapunkte.

Insgesamt und irgendwie ist am Ende sowieso alles ein großer Kreislauf: Kunden können Abnehmer von Überschüssen werden, Abnehmer von Überschüssen gute Bekannte oder Freunde, Geschäftspartner Kunden, andere Kunden haben keine Zeit oder Lust ihre Ernte zu verarbeiten und überlassen sie uns. Einer kann und will nichts mit seinem Laub anfangen und bringt es uns, der nächste hat kein Geld und gibt stattdessen etwas selbst gebautes ...
Selbst wenn man dadurch nicht immer Geld 'spart', es kommt viel Echtes und Freudvolles ins Leben, nette Kontakte und mitunter Horizonterweiterung. Das kann dann, je nach Selbstversorger, vielleicht höchstens etwas Alkohol und TV einsparen. :pft:

Wir verteilen hier nicht nur Gemüse, Eier, Fleisch, Obst unter den Leuten, sondern lassen ja auch Menschen an unserem Lebensstil teilhaben und säen so vielleicht ein klitzekleines Körnchen 'echtes Leben', Resilienz und Wunder, was dann vielleicht heilsam und erfüllend ist.

Plötzlich säen Fans von klinisch reinen Gärten Bienenweide und sind bereit, einen Stachelbeerbusch zu pflanzen, erzählen begeistert von den Beobachtungen in ihrem Garten, den sie dadurch anscheinend anders wahrnehmen. Ich bin überzeugt davon, dass gärtnern Therapie ist. Was würde die Gesellschaft an Therapie, Medikamenten, Traurigkeit, Frustkäufen und Treibstoff einsparen, wenn mehr Menschen erfüllende Stunden (plus gesunde Produkte) im Garten verleben würden?

Wir hatten dieses Thema und das damit unrettbar verbundene 'Was ist Arbeit?' ja schon öfter und immer wieder finde ich es erschreckend, wie wenig Toleranz und Verständnis für andere, produktive Lebensentwürfe herrscht. Der Lebensstil, der derzeit erwartet wird, und bei dem bei jeder Tätigkeit und jedem Konsum möglichst viel Steuergeld abfallen soll, ist ja noch relativ jung und mittlerweile ist absehbar, dass er nicht sehr erfolgreich ist. Ressourcen, Land, Natur, Glück, Familienfrieden, Entspanntheit werden knapp. Muss das so sein?

Aber selbst hier sind die Kinder-selbst-Bekommer, selbst-Erzieher, Teilzeitarbeiter, Lebenskünstler, Fußgänger und Jungpflanzen-selbst-Anzieher mitunter Außenseiter?

Ansonsten bliebe zu sagen, dass Subsistenz eine Lösung sein kann und vielleicht auch immer war. Geschlossene, kleine Kreisläufe und intakte Gesellschaften sowie Familien sowie ein aktiv-produktiver anstatt passiv-konsumierender Lebensstil sparen Zeit, Geld, Ressourcen, Stress ...

Wenn man das große Ganze betrachtet und nicht nur seinen eigenen Geldbeutel.

Re: Sparen durch Selbstversorgung

Verfasst: Mi 8. Aug 2018, 11:19
von strega
du sprichst mir aus der Seele, aus dem Herzen und aus allen Zellen :)

Danke dass du 1001 Werte nennst, die nicht mit Geld aufgewogen werden können... !!!!

Das öffnet doch ungemein den Tunnelblick, wo eventuell vorhanden, wenn der zuviel auf Geld und Geld allein fixiert ist :)

Re: Sparen durch Selbstversorgung

Verfasst: Mi 8. Aug 2018, 12:05
von Manuela
strega hat geschrieben:du sprichst mir aus der Seele, aus dem Herzen und aus allen Zellen :)

Danke dass du 1001 Werte nennst, die nicht mit Geld aufgewogen werden können... !!!!

Das öffnet doch ungemein den Tunnelblick, wo eventuell vorhanden, wenn der zuviel auf Geld und Geld allein fixiert ist :)
Da möcht ich mich Strega zu 1000% anschließen :daumen:
Mein 2. Gedanke, nachdem sich die Gänsehaut beim lesen von Olis Post gelegt hatte: mit solchen Augen müsste mein Mr.Right die Welt sehen :holy: :haha:

Re: Sparen durch Selbstversorgung

Verfasst: Mi 8. Aug 2018, 12:37
von Buchkammer
Hab auch gemeint, die Zeilen von hobbygärtnerin auf der vorherigen Seite kann man nicht toppen. Aber du Oli hast noch einige weitere wichtige Punkte, Hinweise und Denkanstöße zum Thema Sparen durch Selbstversorgung aufgeführt. Danke für deine Zeilen. :)

Du solltest mal wirklich überlegen, ein Buch zu verfassen - Wissen wovon man schreibt, Emotionen vermitteln, bildliche Sprache nutzen und dabei immer authentisch bleiben - das können nicht viele (sogenannte) Schriftsteller.

Re: Sparen durch Selbstversorgung

Verfasst: Mi 8. Aug 2018, 15:42
von poison ivy
wie gut, dass mir ein, zwei Seiten zurueck schon 'genehmigt' wurde, eine eigene, sich womoeglich von anderen unterscheidende Meinung zu haben
also erlaube ich mir jetzt, zu tippen, was mir beim Lesen der letzten paar Seiten durch den Kopf ging
"hae? wirklich? das kann nicht Dein Ernst sein"
und "echt? naja, wenn'd moinsch" zwischendurch unglaeubiges Kopfschuetteln, ab und an, nicht sehr oft auch mal ein kurzes Nicken

wir sehen SV offensichtlich von sehr unterschiedlichen Standpunkten aus,
wieso soll ich nicht Enkaufen? mein Plan ist, dass mein Garten moeglichst viel von dem, was ich bauche selber finanziert,
halt zurueck: Geld ist nur ein Tauschmittel, ich gab zu, ich hab nicht mal versucht, der Kassenmaus bei Tractor Supply Tomaten oder fig preserves als Tauschmittel fuer Zaunstangen anzubieten, zweifle aber ernsthaft, dass sie die auch nur nehmen duerfte
also tausche ich eben Tomaten gegen gruene Zettel mit Nummern drauf und dann gruene Zettel mit Nummern drauf gegen Zaunstangen,
soweit noch OK und nachvollziehbar?
on ich jetzt die wild onion auf der Wiese gesammelt hab, getrocknet, eingetuetet, aufgehuebscht und gegen gruene Zettel getauscht
oder ob isch sie bei mir im Garten angesiedelt und da geerntet ... hab aendet an den gruenen Zetteln nix, oder?
ob ich bei meiner Chefin Protest quietsche und das Zwiebelgruen einsammle, vor's bei ihr auf den Kompost kommt, es heimschleppe, trockne ... aendert auch an den gruenen Zetteln nix, oder doch? das nennt man dann fringe benefits man kann auch Tauschgeschaeft dazu sagen, ich tausche dann halt meine Zeit/Arbeitskraft nicht nur gegen gruene Zettel sondern gegen gruene Zettel plus Zwiebelgruen oder gegen sonst was, was sie leichter/lieber hergibt als gruene Zettel, sprich gegen was, was ihr als Tauschmittel weniger, mir dagegen mehr wert ist als es auf dem Markt in gruenen Zetteln bringen oder kosten wuerde
as ist aber alles SV, schlicht, weil ich mich selber dadurch versorge
wenn ich meine Tomaten zu Sauce koche und diese Sauce nicht esse sondern gegen gruene Zettel tausche und dann gruene Zettel gegen tote Wuzz tausche, was ist daran nicht selber versorgt? die Tomaten hab ich selber gezogen, die Sauce selber gekocht und die Glaeser gegen was Geselbertes, wenn auch wahrscheinlich auf dem Umweg ueber gruene Zettel, eingetauscht

die Frage, die Ihr hier Euch scheinbar gern stellt ist, wieviel gruene Zettel wuerde ich theoretisch fuer meine Tomaten, Himbeeren ... bekommen, wenn ich sie denn gegen gruene Zettel tauschen wuerde? und da ueberschaetzt sich der Eine oder Andere wohl ganz gern
die Frage ist naemlich nicht (nur), was verlangt und bekommt Feinkost Irgendwer am Stadtmarkt? die Frage ist eher was kannst Du realistisch verlangen und wieviel von Deinen Tomaten kannst Du tatsaechlich vertauschen, vor sie anfangen zu gammeln? wer war das mit den 20Pfund Himbeeren? hast Du schon mal 20Pfund Himbeeren tatsaechlich gegen gruene Zettel getauscht? was musst da alles fuer Klimmzuege machen? Schild am Zaun reicht wohl nicht, also Anzeige setzen, was kostet das, und sei's nur in Zeit? potentieller Tauschpartner kommt - erfahrungsgemaess - nicht nur wegen Himbeeren, sprich springt nicht mit x gruenen Zetteln in der Hand aus'm Auto oder vom Rad, grapscht Tuete - hoffentlich aus geschenkter Zeitung in 0 Zeit gefaltete Tuete - und springt wieder von dannen, neim , Tauschpartner will blubbern, moralisch gestreichelt sein, bestaetigt haben, dass er das bessere Ende vom Tausch abkriegt blablabla, sprich die Tauschaktion kostet Dich wieder Zeit, die Du theoretisch mit was Anderem - sinnvoller? - verbringen koenntest, schon wieder ein Faktor, den Du auf Deinen Himbeerdeal als Marketing und oder Vertriebsaufwand aufschlagen musst
merke, so einfach, wie's viele hier gern darstellen ist das heutzutage nur, wenn Du hingehst und Deine Himbeeren selber isst

wenn Ihr dann anfangt mit alles aus meinem Garten ist huch-so-viel-besser als gekauft, sorry, persoeliche Wertschaetzung, heisst fuer Dich persoenlich sind Deine eigenen Tomaten - theoretisch - mehr gruene Zettel wert als die Tomaten von XY, zB dem Supermarkt an der Ecke
Gartenarbeit ist Therapie, sorry, da schuettel ich nur noch den Kopf, sowas kommt nur von Enthusiasten, die nicht wirklich von Gartenarbeit leben (muessen) ich geh dann mal lieber raus, ernte, was zur Abholung heute nachmittag schon gegen gruene Zettel vettauscht ist, dabei hab ich keinerlei Gluecksgefuehle oder sonst sowas, das ist einfach Arbeit, koerperlich oft harte Arbeit in meist nicht gerade human-freundlicher Umgebung fuer relativ wenige gruene Zettel, immerhin faellt einiges an nicht Tauschbarem oder nicht Getauschtem ab, so dass wir nach Eurem Blickwinkel speisen wie die Goetter, praktisch und nach meinem persoenlichen Gusto kann ich keine ver... Tomate und keine Gurke mehr sehen, ...egal wie oeko-bio-geselbert und angeblich gesund, ich mag keine Feige mehr essen, ...egal, welchen Wert andere diesen Feigen theoretisch zugestehn, mir sind sie wegen Ueberfluss entsprechend wenig bis sehr wenig wert
egal wie sehr ich versuche mir das Ganze schoen zu reden, ...