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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Sa 29. Dez 2018, 19:57
von centauri
kaulli hat geschrieben:
centauri hat geschrieben:Aber Heute hättest ja mal einem Bauern helfen können dann hättest du nicht so viel schreiben müssen. ;)
Ich bekomme ja kein Geld von der Allgemeinheit.
Könnte die Gemeinschaft aber so festlegen. Wer länger als 5 Std. im Netz rum hängt muss beim Bauern helfen. Geld hin oder her. ;)

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Sa 29. Dez 2018, 20:05
von sybille
kaulli hat geschrieben:
sybille hat geschrieben:... Wir müssen denen, die es nicht schaffen eine Chance geben.
sehe ich auch so:
jeder hat Recht auf Geld und auf Bildung und jeder, der Geld bekommt, soll auch etwas dafür tun, in seinem Rahmen. Es kann nicht sein, dass manche, die arbeiten, weniger bekommen, als welche, die nichts tun.
Es wäre schön wenn alle Unternehmer und auch unser Staat so denken würden.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Sa 29. Dez 2018, 20:16
von kaulli
centauri hat geschrieben: Könnte die Gemeinschaft aber so festlegen. Wer länger als 5 Std. im Netz rum hängt muss beim Bauern helfen. Geld hin oder her. ;)
Das wäre aber keine Strafe für mich, ich mache das doch gerne, bin ja selber ein kleiner Selbstversorger.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Sa 29. Dez 2018, 20:16
von emil17
Rohana hat geschrieben:Ökolandbau schlecht(er) für's Klima
Die dort verwendete Argumentation ist unzulässig.
Die Autoren behaupten, weil der Biolandbau weniger pro Fläche ernte, würde er dadurch anderswo klimaschädliche Abholzung verursachen.
Man kann aber nicht jemanden verantwortlich machen für die Folgen des Tuns von Dritten, die nicht von dem "Täter" selbst beauftragt worden sind, sondern unabhängig davon aus eigenen, in diesem Fall wirtschaftlichen Motiven handeln.

Wäre das so, dann müsste ich beispielsweise dem Staat Entschädigung zahlen für vermindertes Steueraufkommen wegen geringerem Einkommen dank freiwilliger Teilzeitarbeit. Ich wäre haftbar dafür, dass jemand seine Wohnung nicht richtig heizen kann, weil ich ihm nicht Brennholz geliefert habe. Ich wäre mitverantwortlich für die CO2-Emission aus der Autofahrt des Nachbarn, weil ich es unterlassen habe, ihn zu fragen, ob er mitfahren will, oder gar weil ich bloss ein Fahrrad habe und ihn nicht mitnehmen kann, er also wegen mir Auto fahren muss. Und so weiter.

Mindestens müsste die Studie nachweisen, dass die Abholzung vom Wäldern eine direkte Folge der unterlassenen Produktion durch Biolandbau ist und nur aus diesem Motiv heraus überhaupt erfolgt. Sie müsste ebenfalls nachweisen, dass das konventionelle Produkt das biologisch angebaute 1:1 mengenmässig ersetzen würde.

Das in der Studie verwendete Opportunitätskostenprinzip ist eine wirtschaftliche Methode, um die Nachteile einer Entscheidung in Geld umzurechnen. Was man zu tun unterlässt, um etwas anderes zu tun, kann aber nur aus Sicht eines Unternehmers relevant sein, der seinen Gewinn zu optimieren versucht und seine Ressourcen optimal einsetzen will, um dieses zu erreichen.
Es ist unsinnig, wenn man bloss fiktive Ernteausfälle berechnet, die der Produzent gar nie erzeugen wollte. Wenn ich beispielsweise Mais statt Kartoffeln anbaue, dann kann man nicht davon ausgehen, dass nun ein anderer anderswo die Kartoffeln anbauen muss, die ich nicht konnte, weil da eben Mais steht, und mir folglich die Umweltbelastung durch den Kartoffelanbau eines Dritten auf der Grösse meiner Maisfläche anlasten.
Hingegen kann man so fast alles kaputtrechnen. Ich mag beispielsweise meinen Ehepartner nicht wirklich, weil ich seinet/ihretwegen auf die Heirat mit einem/einer anderen verzichten musste. Wie bescheuert ist das denn?

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Sa 29. Dez 2018, 20:17
von centauri
Ach so zu sagen möchtest du die Leute bestrafen weil sie Geld von der Gemeinschaft nehmen? :hmm:

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Sa 29. Dez 2018, 20:24
von Benutzer 2354 gelöscht
Ich denke ja die wahren Schmarotzer sind der Staat und die Unternehmer die Leute unter Mindestlohn (Generation Praktikum? beschäftigen. Die paar Alg 2 Empfänger fallen da doch nicht ins Gewicht.
Aber hatten wir alles schon mal lohnt also das Diskutieren nicht. :holy:

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Sa 29. Dez 2018, 20:43
von emil17
kaulli hat geschrieben: Ich würde auch gern ein armer Grieche sein mit ein paar Olivenhainen und Strandgrundstück.
Als Großgrundbesitzer hat man die Möglichkeit zu verkaufen, umgekehrt, Bauer werden kannst ohne Grund nicht.

Im Ernst, ich finde auch, dass gute Lebensmittel ihren Preis haben sollen, Produkte aus Massentierhaltung würde ich auf keinen Fall subventionieren, schon gar nicht den Export.
Dafür würde ich Kleinbauern subventionieren, die biologische Pflanzen, Beeren, Kräuter ..... anbauen und daraus veganen Käse :mrgreen: machen,
indem ich ihnen gratis Arbeitskräfte zur Verfügung stelle
Komischerweise finden die armen Griechen das nicht so lustig.
"Nur ein reicher Mann kann Spass daran haben, wie ein armer Mann zu leben" (P.Ustinov)
kaulli hat geschrieben:indem ich ihnen gratis Arbeitskräfte zur Verfügung stelle
... und hättest dann womöglich ein Problem mehr statt eins weniger.
Landwirtschaftliche Arbeit ist zwar schlecht bezahlt, aber nicht unqualifiziert!
Mindestens müsstest du dann eben nicht zur Verfügung stellen wollen, sondern akzeptieren, dass andere Dich zur Verfügung stellen.
Die Freiheit in unserer Gesellschaft besteht eigentlich darin, dass jeder die Möglichkeit haben sollte, mit dem Ertrag seiner eigenen Arbeit ein anständiges Leben zu führen. Das beisst sich mit strukturellen Ungerechtigkeiten (wer hat, dem wird gegeben, leistungslose Einkommen und so), aber eben auch mit der Subvention und der Förderung ideologischer Güter durch die Allgemeinheit.
@ihno: ich hab kein Problem damit, wenn jemand Sozialhilfe zieht statt sich für unterm Strich weniger den Arsch für andere aufzureissen. Die verhalten sich ja nur logisch und systemkonform. Nur leider demotiviert das nach einiger Zeit. "Ich lieg keinem auf der Tasche" ist sehr viel wert fürs Selbstbewusstsein.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Sa 29. Dez 2018, 22:33
von Benutzer 72 gelöscht
emil17 hat geschrieben:Landwirtschaftliche Arbeit ist zwar schlecht bezahlt, aber nicht unqualifiziert!
hm - ich hab das Unkrauthacken im Mais in einem Tag gelernt - Stallausmisten und Tiere füttern eigentlich auch (was heißt gelernt? einmal gezeigt wurde es mir halt), das richtige Kühemelken in ca. einer Woche und ich konnte auch die ganz nervösen (empfindlichen) Kühe melken (da war ich schon stolz drauf).
Meinem Mann wurde das Sensen ein paar Mal gezeigt, das Sense-Schärfen hat er sich selber beigebracht.
Aber na gut, er hat landwirtschaftlichen Hintergrund...
hatte ich damals absolut nicht.
Das Gärtnern haben wir (meine Schwester und ich) uns übrigens als Kinder selber "beigebracht" und immer weiter verbessert. viel mit (guten!) Büchern, meine Mutter hat sich nie dafür interessiert und uns den Garten einfach überlassen....

na ja - Qualifikation.... :pfeif:

aber der Wille muss da sein, das schon!

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Sa 29. Dez 2018, 22:39
von Rohana
Und du meinst damit ist es getan, Ina? Das sind Arbeiten die Ungelernte natürlich auch durchführen können - simpel, aber notwendig. Genau diese Arbeiten werden zum Glück immer mehr von Maschinen und Geräten übernommen weil sich kaum jemand findet der sie machen will (!) und/oder Zeit dafür hat.

Jetzt überleg mal scharf was da noch alles dazugehört.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Sa 29. Dez 2018, 22:49
von Benutzer 72 gelöscht
Rohana hat geschrieben:Jetzt überleg mal scharf was da noch alles dazugehört.
Ja, "wir" hatten Melkmaschinen, aber den ersten Strahl haben wir per Hand abgemolken (wegen Keimbelastung) und außerdem musste man die Dinger "anschließen", einschalten und wieder reinigen ....

Was da noch dazu gehört?? :hmm:

Jemand, der anschafft - einen "Chef"?
Aber das macht doch sicher so wie überall ein "Profi", nee?

Rohana, ich weiß schon, dass nicht mehr jeder Mensch überhaupt arbeiten kann.
Gilt aber mindestens genauso für :ohm: "Putzleute" !!!

(Mein Vater war als ehemaliger Computerfachmann lange Zeit arbeitslos und tatsächlich unfähig - unfähig! nicht unwillig - körperlich zu arbeiten....).

Das nötige Wissen liefern ja auch schon längst "Maschinen".
Oder habt ihr Bauers keinen PC?

Also was fehlt konkret?
Jetzt für einen einfachen Hilfsarbeiter, der keine Entscheidungen fällen soll/darf.

wäre wirklich interessant für uns "Nicht-Bauern", wenn "uns" das mal einer ausführlich erklären tät.
hab leider bisher noch nie eine Antwort bekommen.