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Re: Glyphosat-Diskussion

Verfasst: Sa 25. Aug 2018, 08:16
von Benutzer 4754 gelöscht
kraut_ruebe hat geschrieben:die summe, die reinkommt, bleibt gleich.

die menge, die der boden aufbrauchen kann ohne auszuwaschen, wird grösser.
Und damit hat sich die ganze Diskusion schon erledigt,
Grenzwert erreicht ist Grenzwert erreicht,egal wie.
Der Grenzwert liegt bei 170kg Stickstoff pro ha aus Wirtschaftsdünger (Gülle, Mist, Kompost, Gärrest usw).

Re: Glyphosat-Diskussion

Verfasst: Sa 25. Aug 2018, 08:27
von Gelöschter Benutzer 54
damit bleibt der boden aufs jahr gesehen immer auf null, denn die maximal erlaubte obergrenze braucht die ackerfrucht vermutlich auf. das macht sinn, um ne akute überbelastung zu vermeiden. verhindert aber, dass der boden langfristig besser werden kann.

ist ne frage der betrachtungsweise: will ich jedes jahr aufs neue beim geben und nehmen die waage halten oder will ich den status quo stetig verbessern?

für den acker kann man sich das wohl nicht so aussuchen, gesetzte grenzen sind einzuhalten. aussuchen kann man sich da nur, ob man den gesetzen untergeordnete LW betreibt oder private flächen haben will.

Re: Glyphosat-Diskussion

Verfasst: Sa 25. Aug 2018, 08:38
von centauri
Aha, Markterschwernisse.
Da müsste ja eigentlich jeder Selbstständige etwas bekommen. Die leiden auch manchmal unter Markterschwernissen.
Kann mich noch erinnern da haben die Bauern selbst noch versucht den Markt zu beeinflussen. Da wurden Molkereien blockiert, Grenzen dicht gemacht, tausende Liter Milch, Wein usw. verschüttet.

Re: Glyphosat-Diskussion

Verfasst: Sa 25. Aug 2018, 09:18
von Benutzer 72 gelöscht
centauri hat geschrieben:Aha, Markterschwernisse.
Da müsste ja eigentlich jeder Selbstständige etwas bekommen. Die leiden auch manchmal unter Markterschwernissen.
:daumen: :haha:

ebbben - mein Berufsziel war Dieb, meine Söhne wollen Piraten werden, einer sogar Raubritter!

Nur leider verhindert das Vater Staat mit seinen blöden Gesetzen.

Diese "Markterschwernisse" dienen nur dem Schutz derer, die nicht reden können bzw. sich nicht wehren können.

Und dass das nötig ist, sieht man ja an der obigen Diskussion mit kraut_ruebe. Die Menge ist nicht dieselbe, wenn sie übers Jahr verteilt aufgebracht wird, weil ...
Wie soll ich das erklären?

!! Trinkst du deinen gesamten Jahresbedarf an Wasser an zwei Tagen im Jahr, damit du den Rest des Jahres Ruhe hast?

Re: Glyphosat-Diskussion

Verfasst: Sa 25. Aug 2018, 09:33
von Benutzer 4754 gelöscht
ina maka hat geschrieben:
centauri hat geschrieben:Aha, Markterschwernisse.
Da müsste ja eigentlich jeder Selbstständige etwas bekommen. Die leiden auch manchmal unter Markterschwernissen.
:daumen: :haha:

ebbben - mein Berufsziel war Dieb, meine Söhne wollen Piraten werden, einer sogar Raubritter!

Nur leider verhindert das Vater Staat mit seinen blöden Gesetzen.

Diese "Markterschwernisse" dienen nur dem Schutz derer, die nicht reden können bzw. sich nicht wehren können.

Und dass das nötig ist, sieht man ja an der obigen Diskussion mit kraut_ruebe. Die Menge ist nicht dieselbe, wenn sie übers Jahr verteilt aufgebracht wird, weil ...
Wie soll ich das erklären?

!! Trinkst du deinen gesamten Jahresbedarf an Wasser an zwei Tagen im Jahr, damit du den Rest des Jahres Ruhe hast?
Na man sollte schon bei realistischen Berufsbildern und damit auch Erschwernissen bleiben...

Centauri, das Handwerk wird genau so gefördert,
schaue dir doch Mal die stark verbilligten (subventionierten) Investitionskredite der KFW an...
Und dass das nötig ist, sieht man ja an der obigen Diskussion mit kraut_ruebe. Die Menge ist nicht dieselbe, wenn sie übers Jahr verteilt aufgebracht wird, weil ...
Wie soll ich das erklären?
Das brauchst du nicht zu erklären,
die Menge bleibt die selbe, was ist daran so schwer verständlich?
Die Grenze ist eine Grenze und an die haben wir uns zu halten.
Im übrigen, auf die 511m² für die 20 Hühner dürfen im selben Jahr keine weiteren organischen Dünger ausgebracht werden, kein Kompost, keine Hornspäne kein weiterer Mist von anderen Tieren.
Nichts.
!! Trinkst du deinen gesamten Jahresbedarf an Wasser an zwei Tagen im Jahr, damit du den Rest des Jahres Ruhe hast?
Wenn wir Menschen eine Speicherkapazität für diese Menge Wasser hätten würden wir das vermutlich tun,
diese Speicherkapazität haben wir aber nicht damit ist die Frage hinfällig.

Aber Ina, mach's doch besser.
Halte dir 19600 Legehennen, und fahre jeden Tag die 1372kg auf den 100ha Schlag.
Aber schön gleichmäßig bis in die Ecken!
Und bedenke dabei bitte das du nach der Ernte nur in Ausnahmefällen (Zwischenfrucht, Wintergerste und Winterraps, aber auch hier ist am 30.9 schluss) Hühner-Mist streuen darfst, erst wieder ab 1. Feburar.
1.10-31.1 steht der Streuer auf alle Fälle.
Was machst du dann mit dem Mist?
Und was machst du mit den Mist der Anfällt wenn du nicht streuen kannst weil deine Kultur (beispielsweise Futterweizen für deine Hennen) fast reif ist?
Oder willst du heute scheise streuen und morgen soll dann der Mähdrescher drüber?

Re: Glyphosat-Diskussion

Verfasst: Sa 25. Aug 2018, 09:46
von Gelöschter Benutzer 54
Oelkanne, was macht man als bauer eigentlich, wenn man ein hühnermobil im grossformat hat?

muss man da berechnen, wieviel kacke am tag produziert wird, um auszurechnen, wann die henderln - obs nötig erscheint oder nicht - weiterrücken müssen und auszurechnen, wann man wieder auf diese fläche kommen darf?

und misst da wer hinterher und kontrolliert, ob da nicht das eine oder andere henderl zu dick ist und mehr futter aufnimmt als ein standardberechnungshuhn und die rechnung ruiniert hat?

Re: Glyphosat-Diskussion

Verfasst: Sa 25. Aug 2018, 09:56
von Benutzer 4754 gelöscht
kraut_ruebe hat geschrieben:
muss man da berechnen, wieviel kacke am tag produziert wird, um auszurechnen, wann die henderln - obs nötig erscheint oder nicht - weiterrücken müssen und auszurechnen, wann man wieder auf diese fläche kommen darf?
Ja, so in etwa ist das.
Es gibt festgelegte Minimummengen an Stickstoff und Phosphat die Gesetzgeber annimmt, wo er sagt das kackt das Tier auf alle Fälle und auf grundlage derer ist dann die Fläche zu berechnen.

Wenn ich der Meinung bin, meine Hühner kacken nicht so viel oder der Mist enthält weniger Nährstoffe als die Minimummengen muss ich das absolut Wasserdicht nachweisen.

Re: Glyphosat-Diskussion

Verfasst: Sa 25. Aug 2018, 10:06
von Benutzer 72 gelöscht
Oelkanne hat geschrieben:Wenn wir Menschen eine Speicherkapazität für diese Menge Wasser hätten würden wir das vermutlich tun,
diese Speicherkapazität haben wir aber nicht damit ist die Frage hinfällig.
hat der (lebendige) Boden die Speicherkapazität oder ist er eher auf ständige Wasser- und Nährstoffzufuhr angewiesen?

abgesehen davon, nein, ich täte sicher nicht alles auf einmal trinken wollen! :eek:

War das der kleine Prinz?

"Stell dir vor, du müsstest nicht mehr trinken? Was könnteste du mit der ersparten Zeit alles tun?"

- "ich ginge als erstes langsam zum Bach und tät mich bücken, um Wasser zu trinken"

(oder so ähnlich)

Wieso soll ich 19600 Legehennen halten?
So viele Eier essen wir doch niemals. Abgesehen davon, tät ich Mehrnutzungshühner bevorzugen und abgesehen davon ...

Re: Glyphosat-Diskussion

Verfasst: Sa 25. Aug 2018, 10:51
von Gelöschter Benutzer 54
und nen unterschied zwischen einer einmalgabe gülle und nem dosierterem hühnermobil kann der gesetzgeber wahrscheinlich nicht erkennen?

ich find das richtig gruselig, dass man auch im großen stil soviel tun könnte und aber dort nur so kleine handlungsspielräume hat.

Re: Glyphosat-Diskussion

Verfasst: Sa 25. Aug 2018, 11:15
von Rohana
kraut_ruebe hat geschrieben:und nen unterschied zwischen einer einmalgabe gülle und nem dosierterem hühnermobil kann der gesetzgeber wahrscheinlich nicht erkennen?

ich find das richtig gruselig, dass man auch im großen stil soviel tun könnte und aber dort nur so kleine handlungsspielräume hat.
Das findest nicht nur du gruselig...
Der Gesetzgeber ist leider in dieser Hinsicht nicht sehr intelligent. Vieles muss sich auch penibel nach Datum und Stichtagen richten, ungeachtet dessen was die Witterung grade tut.