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Re: Hühnerratsch
Verfasst: Fr 17. Jun 2016, 14:28
von milamona67
Schafmelker hat geschrieben:Thomas/V. hat geschrieben:Ist wohl kein Hühnerjahr
Sehe ich auch so. Es gibt auch Jahre, in denen die Leute schlechte Kaninchen-Nachzucht haben, oder bei den Schafen Probleme sind.
Ich kenne auch Leute, bei denen die Kunstbrut sehr schlecht ausfiel.
Und ich hatte auch schon 2 Glucken, die weder im Stall noch separiert ruhig sitzen bleiben konnten und Eier zerlatscht haben.
Da scheint tatsächlich etwas dran zu sein. Ich habe täglich Kundenkontakt und fast jeder schimpft über dieses bescheidene Hühnerjahr. Dabei geht es nicht nur um schlechte Schlupfquoten sondern auch um schlechtes Wachstum oder das Küken aus dem nichts einfach umfallen. Alles dabei.
Wir haben hier gerade mal Resüme gezogen und auch hier im Umkreis sind alle enttäuscht vom Schlupf. Und letztes Jahr waren es überwiegend Hähne die geschlüpft sind... Wechselspiel der Natur... Ist ja bei Menschen auch so, dass es geburtenstarke und schwache Jahrgänge gibt... Ich finde das hoch interessant
Liebe Grüße
Sybille

Re: Hühnerratsch
Verfasst: Fr 17. Jun 2016, 14:37
von Olaf
Und letztes Jahr waren es überwiegend Hähne die geschlüpft sind..
Wirklich? Ich hattte bei den Mechelnern 5,1.
Obwohl, bei den Vogtländern von Thomas/V waren die Weiber in der Überzahl, 2,5, glaub ich, dann wäre es ja ausgeglichen.
Na mal sehen, ich mach gleich Feierabend, vielleicht hat sich meine Bilanz ja noch verbessert
Und ich muss dem Brüter bisschen verzeihen, vielleicht kann er ja nichts dafür

Re: Hühnerratsch
Verfasst: Fr 17. Jun 2016, 17:08
von Samsoli
Ist wohl kein Hühnerjahr
Seh ich anders! Letztes Jahr hätt ich da mehr als zugestimmt - was ich da an kaputten Gelegen (alles Naturbrut), verdorbenen geplatzten Eiern, toten Küken und doofen Glucken hatte. Mir wirds jetzt noch schlecht, wenn ich dran denke. Und das meine ich wörtlich! Da konnt ich mal nach dem Saubermachen vom Nest zwei Wochen keine Eier mehr essen, und Rührei echt erst nach ein paar Monaten wieder.
Dieses Jahr hatten wir zwar einen Totalausfall bei ner Kunstbrut - die Eier haben sich nicht entwickelt, keine Ahnung warum. Da war wohl ganz am Anfang irgendwo schon was falsch gelaufen.
Dafür haben zwei Vorwerkerinnen erfolgreich gebrütet, und es war bei beiden die erste Brut. Einziger Kritikpunkt: Die führen die Küken jetzt nicht so wahnsinnig toll. Lassen sie irgendwie ziemlich schnell allein, die eine wollte nach zwei Wochen wieder auf der Stange schlafen, sodass die Küken nachts allein unten sitzen. Zum Glück ist es nicht mehr so kalt...
Und eine von den Lakenfelder Hennen fängt jetzt wohl doch auch noch an, der werd ich ein paar Australorps Eier besorgen wenns klappt...
Allerdings ist uns dieses Jahr das erste Mal ne Henne verschwunden... Und letzte Woche lag ein Hahn vom Herbst tot im Legenest, woran der gestorben ist, bleibt sein Geheimnis...
Also gut, kein ganz optimales Jahr - aber es gab auch schon schlimmere bei uns.
Re: Hühnerratsch
Verfasst: Fr 17. Jun 2016, 17:27
von milamona67
Schlimmeres hatten wir natürlich auch... Letztes Jahr haben sich unsere Damen um die Nester gezankt. Es waren genügend Möglichkeiten vorhanden, aber die wollten alle unbedingt 3 bestimmte. So haben Hühner, Pfauen und Enten die Eier in 3 Nester gelegt und sich beim Brüten " abgewechselt", dabei alles zertreten. Ich kann gut verstehen, dass du auf deine Damen nicht gut zu sprechen warst, wir auf unsere auch nicht
War ja auch nur so ein Gedanke mit dem "kein Hühnerjahr"

Re: Hühnerratsch
Verfasst: Fr 17. Jun 2016, 23:59
von Olaf
So, um das zu Ende zu bringen, mein Gejammer.
Paar Wachteln sind noch geschlüpft, meine Frau sagt, da kommen noch welche. Ich wage nicht mehr zu widersprechen. Im Ställchen ist "das dreckige Dutzend", im Brüter 3 oder so.
Was wir extrem drollig finden, wie die Hühnerküken und die Wachtelküken mit einander zurecht kommen.
Ich erwäge jetzt, ob wir die nicht einfach zumindest so 14 Tage zusammen lassen:

- k-wachteln_hühner.jpg (71.04 KiB) 1797 mal betrachtet
Im Augenblick, aus der Not heraus, kriegen alle Wachtelfutter.
Aber ich könnt ja auch ne Raufe basteln, wo nur die Wachteln den Kopp reinkriegen, und das Hühnerfutter so hochstellen, dass die Wachteln nicht rankommen.
Jedenfalls, ich hab mit dem beschissenen Schlupf meinen Frieden gemacht. Scheiße passiert.
Und dank Milamona einen Plan B. bzgl. der Mechelner.
LG
Olaf
PS:
Schon al bundy sagte" mal verliert man, mal gewinnen die andern...."
Ich halts aber mit Alf: "Kriege heraus, was Du nicht kannst, und dann LASS es!"
Re: Hühnerratsch
Verfasst: Sa 18. Jun 2016, 06:23
von Gaggele
Schafmelker hat geschrieben: und mache es immer noch so das ich die Eier auf der Schlupfhorde einfach händisch durchrühre ( macht die Henne ja nicht anders ). Damit habe ich immer gute Quoten gehabt, vielleicht geht dies auch in deinem neuen Brüter.
Hallo Paul,
wie sieht Dein "umrühren" denn aus? Jedes einzeln oder legst Du die Hand auf die Eier und "fährst" dann einmal im Kreis?
Habe grade die erste kleine Hühner-Kunstbrut Brut (6 Eier, was nicht unter die Zwerghenne passte) im Brüter und wende jedes Ei einzeln. Wenn das bei der dann größeren Menge an Wachtel-Eiern auch schneller geht bin ich nicht böse
Werde nachher das letzte Mal wenden und nochmal Wasser ganz auffüllen. Bin so gespannt auf Montag! Hab den Schlupf im gorßen Familien-Kalender stehen, damit ich mir nichts anderes reinlege

Re: Hühnerratsch
Verfasst: Sa 18. Jun 2016, 12:35
von Schafmelker
Hallo Gaggele,
ja ich lege die Hand auf die Eier und bringe Bewegung rein. Man muss da nicht zu vorsichtig sein, es geht nichts kaputt. Wichtig ist das wirklich alle Eier bewegt werden, sollte danach eins in der gleichen Position liegen ist das nicht schlimm. Wer mal gesehen hat wie Glucken Eier wenden wird da deutlich schmerzfreier. Meine Erfahrungen beziehen sich hier aber nur auf Wachteln, den Rest Wende ich "konventionell".

In meinen Bruja 400 lege ich ca. 100 - 130 Eier ein und habe so stets gute Ergebnisse erzielt, der Zeitaufwand zweimal täglich ist lachhaft.
@ Olaf, ich habe Hühner- und Wachtelküken oft zusammen und es funktioniert super. Kükenstarter gibt es auch als Mehl, ist dann sicherer für die Wachteln. Mohn gönne ich in diesem Fall dann beiden, wenn auch nicht ganz günstig.
Grüße Paul
Re: Hühnerratsch
Verfasst: Sa 18. Jun 2016, 13:06
von Olaf
Die Wachteln schlüpfen unverdrossen weiter, müssen jetzt irgendwas über 20 sein. Das ist nun nicht grade gut, aber auch nicht völlig frustrierend. Nur .... das zieht sich jetzt schon 3 Tage hin.....muss ich nachlesen, da war irgendwas, Temp. zu niedrig?
Du hast völlig recht, ich muss die dringend überprüfen. Son Digitalzeug suggeriert einem , also mir zumindest, immer eine Genauigkeit, die völlig unbegründet ist...
Nochwas, ich hab mich das nie getraut zuzugeben: Bei den Eiern, die Du uns im Frühjahr geschickt hattest hatten wir eine sehr gute Quote, schöne gesunde Tiere.
Aber: Bei unserem lokalen Dealer gabs kein Wachtelaufzuchtfutter. DIe Tante hat meiner Frau eingeredet, das ginge auch mit (Hühner-)Kükenaufzuchtfutter, wenn wir bisschen Ei und Brennessel zufüttern würden. Als die ersten richtigen Federchen wuchsen, sind uns die reihenweise verreckt, gut die Hälfte, innnerhalb 4 Tagen. Ich hatte sofort das Futter im Verdacht, und hab über Amaz*n prime sauteures Fasenen-Ziergeflügel-sonstewas-Aufzuchtfutter bestellt. Vielleicht damit haben wir den Rest gerettet. Bei der (dadurch notwendigen) 2. Brut und noch einer folgenden haben wir das gleich genommen und absolut nix anders zugefüttert, und hatten keinerlei Probleme. Seit dem bin ich da überempfindlich und nehme nur noch das Zeug.
LG
Olaf
Re: Hühnerratsch
Verfasst: Sa 18. Jun 2016, 13:10
von Schafmelker
Ja, zu niedrige Temperatur. Passiert nichts weiter mit den Küken aber der Dottersack ist dann irgendwann aufgebraucht....vielleicht kommt heute noch der große Schlupf....

Re: Hühnerratsch
Verfasst: Sa 18. Jun 2016, 13:23
von Olaf
Ups, sorry, hab den Text oben grads noch editiert....