Re: Savorys Aussagen werden nicht von der Wissenschaft gestu
Verfasst: Sa 24. Aug 2019, 20:37
Rein ökologisch betrachtet sind Gefässpflanzen eine Erfindung, um mit Bodenwasser statt Niederschlagswasser zurechtzukommen und damit unabhängiger vom Wetter Photosynthese machen zu können. Deshalb sind Algenkrusten eigentlich keine Konkurrenz zu Grasland, weil sie von allem, was grösser ist als Algen, in den Schatten gestellt werden. Algen können hingegen fast ohne Nährstoffe wachsen, sind wesentlich toleranter gegen Extremwerte im Mikroklima (austrocknen, Extremtemperaturen) und deshalb dort im Vorteil, wo es so selten Wachstumsbedingungen gibt, dass höhere Pflanzen nicht fortkommen können, oder wo es nur sehr wenig Licht gibt.
Deswegen findet man Algen und Flechten in der nivalen Zone der Hochgebirge, in hyperariden Trockenwüsten und an anderen "lebensfeindlichen" Orten.
Auf sterilem Substrat (reinem Fels oder Sand) bereiten sie den Boden für höhere Pflanzen vor.
Weil einzellige Algen keine nicht photosynthetisch aktiven Gewebe haben, sind sie besonders effizient im Wachstum, können also nach einer Dürreperiode aktiv werden und die Bodenoberfläche besiedeln, bevor höhere Pflanzen keimen. In sehr trockenen Gebieten mit seltenen und nicht ergiebigen Regengüssen verdunstet das Wasser, bevor es für die Keimung ausreicht, weshalb auch dort Algen im Vorteil sein können. Ein völlig ausgetrockneter Tonboden, der 5 mm Regen erhält, wird dadurch vielleicht 3 cm tief angefeuchtet, wenn alles versickert. Das ist nach ein, zwei Tagen wieder verdunstet.
Dass Algen durch direkte Konkurrenz das Wachstum höherer Pflanzen grundsätzlich verhindern, kann ich mir nicht vorstellen.
Deswegen findet man Algen und Flechten in der nivalen Zone der Hochgebirge, in hyperariden Trockenwüsten und an anderen "lebensfeindlichen" Orten.
Auf sterilem Substrat (reinem Fels oder Sand) bereiten sie den Boden für höhere Pflanzen vor.
Weil einzellige Algen keine nicht photosynthetisch aktiven Gewebe haben, sind sie besonders effizient im Wachstum, können also nach einer Dürreperiode aktiv werden und die Bodenoberfläche besiedeln, bevor höhere Pflanzen keimen. In sehr trockenen Gebieten mit seltenen und nicht ergiebigen Regengüssen verdunstet das Wasser, bevor es für die Keimung ausreicht, weshalb auch dort Algen im Vorteil sein können. Ein völlig ausgetrockneter Tonboden, der 5 mm Regen erhält, wird dadurch vielleicht 3 cm tief angefeuchtet, wenn alles versickert. Das ist nach ein, zwei Tagen wieder verdunstet.
Dass Algen durch direkte Konkurrenz das Wachstum höherer Pflanzen grundsätzlich verhindern, kann ich mir nicht vorstellen.