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Re: Werkstattbericht

Verfasst: So 26. Feb 2017, 02:15
von Olaf
Moin!
Da, wo sichs angeblicht lohnt, hatten die ne Kappsäge für 50 Taler. Ich musste die kaufen.
Ja, ne, natürlich hätte ich für 5 mal soviel auch nen Profigerät bekommen, die Diskussion können wir uns klemmen.
Ich bin nämlich nicht nur Hobbygärtner, sondern auch Hobbymaurer, Hobbyschweißer, Hobbyschrauber, Hobbyheizungsbauer, Hobbytischler, Hobbytierhalter, Hobbyelektriker, Hobbybaumfäller.
Na, genaugenommen kann ich nix, hab aber Spass und leg die Latte nicht so hoch. Vielleicht könnt ich mit besserem Werkzeug was besseres produzieren, aber es muss ja nur mir und meiner Frau, Hobbykünstlerin, Hobbymusikerin, Hobbybäurin, Hobbyköchin, genügen, und wir kennen unsere Grenzen, halten die aber nicht für fix.
Jedenfalls find ich das für die Taler ein schönes Teil:.
k-7rahmen1.jpg
k-7rahmen1.jpg (65.46 KiB) 3202 mal betrachtet
Zusammen mit meiner Hobbyfräse musste ich es probieren:
Einen Bilderrahmen selber bauen.
Vorgeschichte: Die Hobbykünstlerin hatte ein Bild gemalt, seinerzeit, zum 50. Geburtstages eines Klassenkameraden von mir. Der kriegte ziemlich viele Bilder zu dem Anlass, ihres hängt aber tatsächlich im WZ bei denen. (Stinkefingersmilie gesucht!)
Das war aber auch recht groß, und die Hobbykünstlerin hat mir aus gutem Grund erst viel viel später erzählt, dass der Scheißrahmen fast 200 Goldstücke gekostet hat. Keine Frage, geben wir gern für unsere Freunde aus, aber....ist schon fett, oder?
So, jetzt hab ich also ne Hobbyfräse und ne Hobbykappsäge, so, ja, musste ich also ne Baumarktlatte Kiefer, 2,69, massakrieren.
Ich mein, eines Tages vielleicht wird meine Frau ja berühmt, davor hat sich vermutlich einer von uns vor Wut ein Ohr abgeschnitten. Bis es soweit ist, könnt ich ja mal versuchen BIldrrahmen zu bauen.
Hab ich also wacker erst mal gefräst, es ging besser als erwartet, und dass in der biligen Kiefer sich mal Harzblasen auftun, dafür kann keiner was. Also der Baum schon.
UNd dann, nach der Säge, erstes Probelegen, sagte ich zu mir selbst: "Junge, was bist Du für ein Spacko! Stimmt ja nix!"
Nach einer Zigarette hab ich denn mal den Winkelmesser an den Bilderrahmen gehalten:
k-7rahmen3.jpg
k-7rahmen3.jpg (51.98 KiB) 3202 mal betrachtet
Oh!
Da hat wohl das Kind in Indien, was das zusammentackern musste einen schlechten Montag gehabt? Haben die überhaupt Montage? :hmm: :pfeif:
Gut, anderes Bild geholt, da stimmten die Winkel. War aber 1 cm schmaler seitlich, gibts da keine DIN? :ohoh:
Na, ist ja egal, mach ich eben genau dafür.
*hust*
Dann hab ich verkackt, und das irgendwie noch 5mm kleiner zugeschnitten. Aber ich bin ja flexibel:
"Cristina????? Den Stoff kriegt man doch sicher auch so zu kaufen? Ich würde vorschlagen, dass ich zukünftig die Spannrahmen auch selber baue!?"
"Wäre toll!"
"Da könntest Du auch andere Formate machen!" :engel:
Dann bau ich nämlich den Rahmen zuerst ;)
Ich bin da jetzt ambivalent: Ist das gut oder schlecht, wenn ich dem Kind in Indien jetzt den Job wegnehme? Da hängt ja vielleicht ne ganze Familie von ab?
Naja :rot: :aeh: :
Ich hab mir denn son Hilfskonstrukt gemacht, wie ich das so halbwegs zusammengeklebt bekomme:
k-7rahmen2.jpg
k-7rahmen2.jpg (64.63 KiB) 3202 mal betrachtet
Jaaaa, es ist bei weitem noch nicht optimal, ich weis wieder ein bisschen, was ich an der Fräse falsch gemacht habe, aber es ging viel besser als erwartet, die Kappsäge hab ich lausig bedient, da kann man noch ganz viel verbessern.
Aber, ich hab gedacht, dass ich das komplett versemmel. Inzwischen ist das aus dieser "Halterung" raus, und ich finde, noch verwertbar. (Yes, I can!)
Ich hab ganz tolle Sachen gelesen, wie man was neues schnell auf richtig alt machen kann, das probier ich aus!
LG
OLaf

Re: Werkstattbericht

Verfasst: So 26. Feb 2017, 08:17
von mot437
du hast den ramen doch viel zu klein so past der paspartu doch nich mer :lol: :aeh:



nein schertz die sind nich für leinenbilder

aber habmal n teil gesehen das mier imponiert hat
aus einem stük sperholz unten 2 nuten für die tischkreissäge
und oben n neunzigggrad winkliges holzbret so aufschrauben das man dan ale ramenstüke genauer hinkrigen kan
so ne lere mus ich mal haben

Re: Werkstattbericht

Verfasst: So 26. Feb 2017, 08:31
von connymatte
Moin
Bilderrahmen als Meterwahre in roh gibt es bei Kappes Hamburg für schmale Taler Goggelst du mal nach, die Versenden per UPS.
Wenn du sowas öfter machst, ich habe noch irgendwo Klammen und ne Zange für die Ecken aus der Zeit als ich noch Bilderrahmung gemacht habe, könnte ich dir mal zukommen lassen.

Re: Werkstattbericht

Verfasst: So 26. Feb 2017, 09:15
von Benutzer 947 gelöscht
Ist doch gut geworden, Olaf. :daumen:

Wir arbeiten übrigens auch fast nur mit Maschinen und Werkzeug von ... naja, du weißt schon... dem einen, bei dem es sich lohnt und dem anderen, bei dem die Antwort bezüglich sich leisten können, angeblich immer ja ist...und die sind bei uns sogar fast nebeneinander, sehr praktisch - einmal hin, alles drin (ok - den mit dem Spruch haben wir nicht). Besser geht natürlich (fast) immer, aber schlimmer auch. Und wenn ich mir besser nicht leisten kann oder leisten will, dann lieber so als gar nicht, ist meine Meinung. :)

Re: Werkstattbericht

Verfasst: So 26. Feb 2017, 09:22
von Olaf
Ein Bild, Matte, würde mir ev. schon weiter helfen, also wie so ne Zwinge aussieht.
Ich muss natürlich auch keine Rahmen in Großserie produzieren, es ist mehr so, dass es mich einfach lockt, weil ich weiß, dass es nicht ganz einfach ist. Bisher hab ich es es vermieden, irgendwas auf Gehrung zu schneiden, weil es eh nix wird. Mit der Fräse immerhin freunde ich mich langsam an, eröffnet dem Hobbytischler da doch paar Optionen.
Es ist ja auch nicht so, dass unsere Kumpels ständig 50 werden (und bei der Bildgröße würde ich eh scheitern) oder Cristina pausenlos BIlder produzieren würde, aber es hätte natürlich was, wenn ich bei sowas mehr beitragen könnte als das Geld für einen gekauften Rahmen zu verdienen. ;)
Ich hab jetzt mal ein Abfallstück mit der Rostbeize "angestrichen", womit ich (zu meiner vollsten Zufriedenheit) die Staffelei gemacht habe. Die gammelt seit dem vor sich hin, soll sich im Laufe der Zeit ja mehr ins rötliche wandeln, bin gespannt, muss aber paar Stunden warten, bis die Reaktion abgeschlossen ist.
Zeit genug, in der ich versuchen kann, die unschönen Stöße bisschen wegzuschleifen :lol: :rot: Draußen regnet es, also vielleicht eine gute Idee.
LG
Olaf
Edit: Ein weiser Spruch, Sheeplady,
Besser geht natürlich (fast) immer, aber schlimmer auch.

Re: Werkstattbericht

Verfasst: So 26. Feb 2017, 09:35
von mot437
die zange hab ich auch aber noch keine klamern gefunden dazu resp gekauft
die sehen aus wie ein fast geschlosener kreis der ofal ist und beide enden sind zugespitzt aus federstal
den drükt nun die zange bischen auf und damit fixierst du es
und jeder satz braucht natürlich fier stc

Re: Werkstattbericht

Verfasst: So 26. Feb 2017, 09:41
von connymatte

Re: Werkstattbericht

Verfasst: So 26. Feb 2017, 09:42
von Olaf
Habt ihr einen Fachbegriff dazu? Ganz kapiert hab ichs noch nicht, wie das aussieht....
Edit: Sorry Matte, die Beiträge haben sich überschnitten!

Re: Werkstattbericht

Verfasst: So 26. Feb 2017, 09:45
von mot437
da ste das ich die klamern dort im 10 pak krige aber der preis stet nicht
mus ich abends nochmal schauen

Re: Werkstattbericht

Verfasst: So 26. Feb 2017, 09:48
von connymatte
Ganz einfach du hälst die geschnittene geleimte Gehrungsecke zusammen, mit der Zange öffnest du die Klammer dadurch entsteht eine Vorspannung wenn du die Klammer auch die beiden Gehrungsteile setzt und die Zange los lässt schließt sich die Gehrung durch die Vorspannung.