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Re: Glyphosat-Diskussion

Verfasst: Sa 11. Aug 2018, 09:32
von Benutzer 146 gelöscht
Rati hat geschrieben:Ja, aber nun ist Monsanto Teil eines deutschen Konzerns und da mahlen die amerikanisch, demokratischen Gesetzetsmühlen doch etwas anders als bei einem US Unternehmen.
Möglich das Justizia da die Augen unter der Binde nicht ganz so fest zudrückt. :pft:

Grüße Rati
Manfred hat geschrieben:"Monsanto zu 289 Millionen US-Dollar Schmerzensgeld verurteilt"

https://www.zeit.de/wirtschaft/2018-08/ ... geld-krebs
Q. E. D.

Re: Glyphosat-Diskussion

Verfasst: Sa 11. Aug 2018, 09:47
von Rohana
Die Frage ob Glyphosat ursächlich für die Erkankung des Mannes ist, ist dabei anscheinend nebensächlich... nunja. USA. Yay.

Re: Glyphosat-Diskussion

Verfasst: Di 21. Aug 2018, 11:31
von marceb
https://www.ndr.de/ratgeber/verbraucher ... at129.html
Glyphosat: Pflanzengift im Essen nachgewiesen
von Melanie Stinn
In einer Stichprobe mit Produkten aus Getreide hat Markt das umstrittene Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat nachgewiesen. Die Redaktion hat Müsli, Haferflocken und Brot aus konventioneller Herstellung und Bio-Produkte eingekauft und von einem Labor auf Glyphosat untersuchen lassen. In 7 von 29 Produkten wurde das Labor fündig. Keines der überprüften Bio-Produkte ist belastet.
Fördert Glyphosat Resistenzen gegen Antibiotika?
Monsanto hat Glyphosat in der 70er-Jahren patentieren lassen, unter anderem als Antibiotikum. Die Biologin Dr. Brigitta Kurenbach von der Universität Canterbury in Neuseeland hat herausgefunden, dass Bakterien durch Glyphosat Resistenzen gegenüber Antibiotika bilden können. Dass multiresistente Keime auf dem Vormarsch sind, könnte auch an Pestiziden wie Glyphosat liegen.
In allen Bereichen, in denen Glyphosat eingesetzt wird, könnte es problematisch werden - zum Beispiel, wenn Tiere auf Weiden grasen, die mit Glyphosat saniert worden sind oder durch Abdrift belastet sind, und mit Antibiotika behandelt werden müssen. Oder wenn der Landwirt, der den Stoff auf die Felder ausbringt mit einem Antibiotikum behandelt werden muss.
Unter Abdrift versteht man den Vorgang, der während der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln vorkommen kann, wenn die Pestizide nicht nur innerhalb des behandelten Felds landen, sondern zum Beispiel durch Verwehungen in Arealen, die eigentlich nicht behandelt werden sollten.

Re: Glyphosat-Diskussion

Verfasst: Di 21. Aug 2018, 12:15
von Rohana
Die müssen ja irgendwas weltbewegendes schreiben damit sie gelesen werden und Glyphosat zieht immer, aber trotzdem... die üblichen Verdächtigen:

zu hohe Glyphosatnutzung - persönliche Einschätzung eines "Experten", geschenkt
"wahrscheinlich krebserregend" - so sind verdammt viele Dinge eingestuft und "sicher krebserregend" nicht nur rotes Fleisch sondern auch Sonnenstrahlen :ohoh:
Amerikanisches Urteil - ja, da ist auch der Hersteller des Bechers schuld wenn heisser Kaffee heiss ist
antibiotische Wirkung von Glyphosat und angebliche Resistenzförderung - ja und in welchem Ausmass? Irgendwelche Details oder Verweise auf Studien? Nada.. das wär jetzt mal interessant gewesen.

Dazu noch ein paar Anwendungsbereiche und Nutzungszahlen und fertig ist das Schreckgespenst. :kaffee:

Re: Glyphosat-Diskussion

Verfasst: Di 21. Aug 2018, 13:27
von strega
ein paar Studien, die ich durch drei Minuten Suchmaschinenbemühung gefunden habe, wenn ich ne Stunde verwendet hätte gäb es sicherlich noch einige mehr......

https://agnuhaan.wordpress.com/2018/01/ ... resistenz/

https://www.dw.com/de/glyphosat-ver%C3% ... a-44091947

und das ist schon von 2015:
https://www.houndsandpeople.com/de/maga ... glyphosat/

Re: Glyphosat-Diskussion

Verfasst: Di 21. Aug 2018, 19:07
von Wildmohn
Auch wenn das Thema ein bisschen ausgelutscht zu sein scheint, finde ich, dass endlich Schluss sein muss mit der Handhabung von Mittelchen, die unabsehbare Auswirkungen auf Mensch, Flora und Fauna haben. Diejenigen, die auf diesem Auge blind sind , kann ich nur empfehlen, im eigenen Garten die Sau raus zu lassen, aber bitte nicht großflächig die Allgemeinheit und Umwelt damit zu belasten und schädigen.
Es ist an der Zeit Bilanz zu ziehen, dass sind wir unseren Kindern und Kindeskindern schuldig.
Wer mit Pestiziden die Umwelt gefährdet ist Täter, nach allem, was wir schon wissen und wovor eindringlich gewarnt wird.

Re: Glyphosat-Diskussion

Verfasst: Di 21. Aug 2018, 19:56
von Rohana
Weiter so, immer schön die Produzenten kriminalisieren und die Konsumenten in Unschuld baden. :daumen:

Re: Glyphosat-Diskussion

Verfasst: Di 21. Aug 2018, 20:25
von centauri
Naja Kartenhäuser neigen zum Einsturz. Schlimm ist das nur wenn man das nicht weis. :)

Re: Glyphosat-Diskussion

Verfasst: Mi 22. Aug 2018, 18:05
von emil17
Rohana hat geschrieben:Weiter so, immer schön die Produzenten kriminalisieren und die Konsumenten in Unschuld baden. :daumen:
Damit wir nicht die Begriffe durcheinanderbringen: Bei Glyphosat ist der Hersteller des Herbizids der Produzent und der Bauer als Abnehmer der Ware der Konsument, denn die Bauern kaufen das Zeug tonnenweise und bringen es aufs Feld.
Das entspricht genau den Gartenbesitzern, die damit ihre Einfahrten unkrautfrei halten, weils halt einfacher geht, als die Arbeit anders zu machen.

Der Konsument einer Ware, egal ob Endverbraucher oder nicht, soll sich darauf verlassen können, dass das, was er kaufen kann, im Rahmen der Gebrauchshinweise unbedenklich angewendet werden darf.
Deshalb ist bei Glyphosat vor allem der Produzent dran, denn der betreibt zudem eine ziemlich intensive Lobbyarbeit in allen Parlamenten und Gremien, die etwas dazu zu sagen haben. Nicht etwa den Bauern zuliebe - die unsäglichen Geschichten mit lizenziertem patentiertem Saatgut der gleichen Firma Monsanto zeigt doch, wieviel Landwirte dieser Firma wert sind.

Sind die Konsumenten von Lebensmitteln (hier ist der Bauer Produzent) dagegen, dass derartige Hilfsmittel zur Ernterationalisierung eingesetzt werden, haben sie von Landwirtschaft keine Ahnung (behaupten manche in der Diskussion hier).
Darf ich wollen, kein Glyphosat in Grundnahrungsmitteln zu haben? Offenbar nein, das Zeug ist ja zugelassen. Das Argument von vorhin, "die müssen ja was zum Schreiben haben" greift nicht, wenn man akzeptiert, dass der Konsument entscheidet, was er essen, und vor allem was er nicht essen will. Selbst wenn das aus der Sicht von jemandem dumm ist , der, wären die Konsumenten nicht so zickig, billiger produzieren und so konkurrenzfähiger bleiben könnte.

Re: Glyphosat-Diskussion

Verfasst: Mi 22. Aug 2018, 18:27
von Rohana
Der Konsument kann jederzeit entscheiden. Gibt genug glyphosatfreien Anbau, sogar ganz toll gelabelt als "Bio". Ich reit' ja nicht von ungefähr drauf rum, dass komischerweise wesentlich weniger Bio gekauft wird als gefordert wird - irgendwas kann da ja nicht stimmen...