Rohana hat geschrieben:Weiter so, immer schön die Produzenten kriminalisieren und die Konsumenten in Unschuld baden.

Damit wir nicht die Begriffe durcheinanderbringen: Bei Glyphosat ist der Hersteller des Herbizids der Produzent und der Bauer als Abnehmer der Ware der Konsument, denn die Bauern kaufen das Zeug tonnenweise und bringen es aufs Feld.
Das entspricht genau den Gartenbesitzern, die damit ihre Einfahrten unkrautfrei halten, weils halt einfacher geht, als die Arbeit anders zu machen.
Der Konsument einer Ware, egal ob Endverbraucher oder nicht, soll sich darauf verlassen können, dass das, was er kaufen kann, im Rahmen der Gebrauchshinweise unbedenklich angewendet werden darf.
Deshalb ist bei Glyphosat vor allem der Produzent dran, denn der betreibt zudem eine ziemlich intensive Lobbyarbeit in allen Parlamenten und Gremien, die etwas dazu zu sagen haben. Nicht etwa den Bauern zuliebe - die unsäglichen Geschichten mit lizenziertem patentiertem Saatgut der gleichen Firma Monsanto zeigt doch, wieviel Landwirte dieser Firma wert sind.
Sind die Konsumenten von Lebensmitteln (hier ist der Bauer Produzent) dagegen, dass derartige Hilfsmittel zur Ernterationalisierung eingesetzt werden, haben sie von Landwirtschaft keine Ahnung (behaupten manche in der Diskussion hier).
Darf ich wollen, kein Glyphosat in Grundnahrungsmitteln zu haben? Offenbar nein, das Zeug ist ja zugelassen. Das Argument von vorhin, "die müssen ja was zum Schreiben haben" greift nicht, wenn man akzeptiert, dass der Konsument entscheidet, was er essen, und vor allem was er nicht essen will. Selbst wenn das aus der Sicht von jemandem dumm ist , der, wären die Konsumenten nicht so zickig, billiger produzieren und so konkurrenzfähiger bleiben könnte.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.