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Re: Glyphosat-Diskussion
Verfasst: Mo 22. Jan 2018, 05:39
von Uwe-S
Oelkanne hat geschrieben:Warum verdienst du an verpachtem Ackerland nichts?
Den Acker habe ich in Form einer Schenkung mit bestehenden Pachtvertrag vor ca 1Jahr bekommen.
Der Pachtvertrag wurde immer um 10jahre verlängert, am Pachtzins tat sich seit 1991 nichts.
Uwe
Re: Glyphosat-Diskussion
Verfasst: Mo 22. Jan 2018, 06:42
von Benutzer 2354 gelöscht
Rohana hat geschrieben:ihno hat geschrieben:müsste sicher vorher in den pachtvertrag geschrieben werden. Machen die Kirchen glaube ich mit gentechnisch verändertem Zeugs.
Im Nachhinein wirds schwierig .
Der Anbau von GVO-Pflanzen ist in Deutschland verboten, da brauchen die Kirchen gar nix irgendwohin zu schreiben. So langsam sollte man das nicht ständig erwähnen müssen...
Was den Acker von Uwe angeht: Neu verpachten und in den Vertrag ne Klausel schreiben. Alternativ aktuellen Pächter fragen wie er wirtschaftet und ob er drauf verzichten kann bzw. tut und gut is.
Und drinn stehts doch;
http://www.landeskirche-schaumburg-lipp ... ertrag.pdf Paragraph 9
Gvo Frei, kein Klärschlamm und keine Reste aus Bio Gas anlagen.
Re: Glyphosat-Diskussion
Verfasst: Mo 22. Jan 2018, 20:47
von Steinbock
Hi,
nachdem ich aus gesundheitlichen Gründen eine ganze Weile pausieren musste, habe ich gedacht, dass ich gleich wieder voll einsteige - hier im Glyphosat-Faden.
Mit drei Links:
1. Eine interessante Foliensammlung (vermutlich von einem Vortrag - den Text dazu habe ich leider noch nicht gefunden, aber es sind doch einige Erklärungen mit eingebaut, 76 Seiten/Folien, 9,4 MB):
"Alternativen zum Glyphosateinsatz bei pflugloser Bearbeitung
LfULG-Veranstaltung "Pflanzenbautagung" am 28.02.14 in Groitzsch
Andreas CHERVET, Peter HOFER & Wolfgang G. STURNY"
https://www.landwirtschaft.sachsen.de/l ... miert2.pdf
Darin gibt es u.a. Aufnahmen von so großen Landwirtschaftsmaschinen beim "Arbeiten" auf dem Acker mit extra breiten Reifen, die angeblich einen so geringen Flächendruck, trotz ihres Gewichts, haben, dass sie fast auf Wasseroberflächen "fahren" können (Seite 10-12).
2. Ein Artikel über einen Ackerbauer aus Niedersachsen der nach eigener Aussage ganz ohne Glyphosat auskommt:
Bauern gegen Glyphosat
25.10.2017
...
Jan Wittenberg, Ackerbauer aus Mahlerten (Niedersachsen) und Bundesvorstandsmitglied der AbL, nimmt über eine Verlängerung der Nutzung von Glyphosat Stellung:
"Dieses meistverteidigte wie meisteingesetzte Total-Herbizid ist überflüssig. Längst haben Ackerbauern herausgefunden, wie man Lebensmittel erzeugen kann, ohne den Ackerboden mit Glyphosat zu behandeln. Mehr Vielfalt in der Fruchtfolge und eine intelligentere Verteilung der Kulturen sollten dazu mit moderner Technik in der mechanischen Bodenbearbeitung verbunden werden. Auch die konservierende Bodenbearbeitung, die nachhaltig das Bodenleben fördert, ist ohne den Einsatz eines Totalherbizides möglich und sinnvoll.
http://www.sonnenseite.com/de/umwelt/ba ... hosat.html
3. Ein vermutlich wiederholter Hinweis auf den Dokumentarfilm "Unser täglich Gift" von Marie-Monique Robin von 2010 - über die vielen harmlosen Chemikalien im unseren Essen (nicht nur Pestizide), deren Folgen für die menschliche Gesundheit sowie die Haltung "der Wissenschaft" und der Behörden dazu:
Unser täglich Gift - Wenn Essen krank macht (Arte Doku)
1h54min
https://www.youtube.com/watch?v=qnwi4_fXS5Q
Re: Glyphosat-Diskussion
Verfasst: Do 25. Jan 2018, 18:18
von Manfred
Hat zwar nicht direkt mit Glyphosat zu tun, aber mit dem Geschäftsgebaren von Monsanto.
Eine Doku von Noam Chomsky über Konzerne.
Englisch mit deutschen Untertiteln.
Darin sind mehrere Passagen über den rBGH-Skandal enthalten. Ein Wachstumshormon von Monsanto, dass in den USA bei Milchkühen eingesetzt wurde.
z.B. ab ca. 1:29:30 Aussagen von zwei ehemaligen Fox-Journalisten, die gezwungen werden sollten, Infos über rBGH zu vertuschen.
https://www.youtube.com/watch?v=AgD0wGQQVEo
Re: Glyphosat-Diskussion
Verfasst: Di 30. Jan 2018, 12:31
von Manfred
In Frankreich setzt man auf die Erforschung und Förderung von Alternativen zum chemischen Pflanzenschutz.
Wie schon beim Bodenschutz der bessere Weg im Vergleich zu deutscher Verbotswut und deutschem Mikromanagement.
https://www.topagrar.com/news/Acker-Agr ... 00007.html
Re: Glyphosat-Diskussion
Verfasst: Mi 31. Jan 2018, 06:53
von hobbygaertnerin
@Manfred,
im Gegenteil, in unserem Land wird versucht, solche Ansätze zu zerlegen, solche Bauern in die Knie zu zwigen.
Re: Glyphosat-Diskussion
Verfasst: Mi 31. Jan 2018, 07:49
von centauri
Mir geht es nicht darum ob Geld gut oder böse ist. Weil das ist eigentlich eh ganz einfach. Für die die welches haben ist es meistens gut. Für die die wenig oder keines haben ist es meistens böse.
Mir geht es eher um den Austausch ohne Geld. Hat auch nicht gleich etwas mit einem Tauschkreis zu tun wo ich einem Geldfluss grundsätzlich aus dem Weg gehen möchte. Sondern eher um die täglichen Gegebenheiten wo Dinge getauscht werden. Wie z.B. bei mir schon passiert, Eiche abtragen gegen neues Fahrrad das dort nicht mehr gebraucht wurde.
Mehr Selbstversorgung möchte ich auch nicht betreiben um irgend Jemanden ein Schnippchen zu schlagen sondern um möglichst gesunde Nahrungsmittel zu haben.
Re: Glyphosat-Diskussion
Verfasst: Mi 31. Jan 2018, 10:17
von MeinNameistHASE
@hobbygärtnerin Im Nationalen Aktionsplan Pflanzenschutz ist das in DE so ähnlich verankert! Und der ist nicht erst vorgestern erstellt worden. Die Umsetzung in die Praxis dauert eben seine Zeit...
Re: Glyphosat-Diskussion
Verfasst: Do 1. Feb 2018, 06:51
von hobbygaertnerin
@Mein Name ist Hase,
ich hab da so meine anderen Erfahrungen gemacht. Wer gegen den Strom schwimmt, muss da nicht nur mit dem Strömungswiderstand rechnen.
Re: Glyphosat-Diskussion
Verfasst: Do 1. Feb 2018, 08:40
von Peterle
Wie ja vor geraumer Zeit festgestellt wurde schwimmen die Fische nicht wirklich gegen den Strom sondern nutzen Wirbel im Wasser um gegen den Strom voran zu kommen
Gifte wider die Natur ist an sich böse, gar keine Frage. Aber wie so oft, ist das Thema etwas komplexer. Ich bin langfristig auch gegen Glyphosat. Ein jetziger sofortiger Ausstieg würde aber doch einiges an Leid in unserer Gesellschaft erzeugen.
Die haben lange genug Zeit gehabt in Brüssel, das ist richtig. Aber die Lobby hat das nun mal gut bearbeitet, so dass wir den Schaden haben. Eine andere Art Ackerbau tut not, aber nicht ad hoc, sondern wohl überlegt. Nicht das wir uns die ganzen Landwirte abschießen.
Gruß
Peter
P.S. wurde bestimmt alles schon gesagt, ich konnte aber nicht mehr alles nachholen hier