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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Do 18. Okt 2018, 12:32
von Wildmohn
Scheint für die Landwirte ja sehr kompliziert zu sein, an den Dürrehilfe-Fleischtof ranzukommen:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 33901.html

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Do 18. Okt 2018, 13:16
von Rohana
Fleischtopf? :aeug:

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Do 18. Okt 2018, 13:23
von MeinNameistHASE
Da breche ich mal eine Lanze FÜR die Bürokratie: Es ist nur recht und billig, dass wer Dürrehilfe beantragt auch nachweisen kann, dass finanzielle Beihilfen wirklich nötig sind. Dazu gehört in meinen Augen auch ein gewisses Maß an Selbstdisziplin und Ehrlichkeit für die Dokumentation. "Wer schreibt, der bleibt" heißt es ja immer so schön...


Dass der deutsche Bauernverband da nörgelt war ja zu erwarten, weil die auch die "grauen bis schwarzen Schafe" vertreten, die es mit ihrer Dokumentation bisher eher nicht so ernst genommen haben und jetzt Probleme bei der Beantragung bekommen, weil irgendwelche Unterlagen fehlen oder nicht vollständig sind.(kann ich aus eigener Erfahrung auch bestätigen)

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Do 18. Okt 2018, 13:25
von strega
für die ziemlich- oder Komplett-Winzer, die aufgrund des heftig regenreichen Jahres hier echte Probleme mit ihrem Weinberg haben gibts meines Wissens auch keinen Schadensersatz aus öffentlichen Töpfen....?

Ich denk halt, wer mit der Natur arbeitet (heute eher halt dagegen, aber so vom ganz groben Prinzip her halt gesehen) muss damit rechnen, dass nicht alles nach seinem/ihrem Kopf läuft,
der Natur is die Jahresbilanz von ein paar Leutchen piepegal... zum Glück.
Früher gabs dann halt nen Hungerwinter, heut schreien gleich einige nach der grossen Mama, die dann was springen lassen soll....

Naja, EU-Fördergelder gibts ja für fast alles.... vielleicht geht da ja dann echt sogar was, wenn der Klimawandel so anhält,
ist doch schön, wenn ja,
mir ist allerdings ein Zuschuss für nasse Sommer in Südeuropa tatsächlich unbekannt, aber das kommt sicherlich noch auf,
manche Beispiel machen ja bekanntlich Schule

solangs deutsche Steuerzahler berappen :mrgreen:

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Do 18. Okt 2018, 13:41
von Benutzer 4754 gelöscht
Ich sehe das ähnlich wie MNiH,
Betriebe die auch ohne Dürre insolvent oder kurz davor wären sollten keine Dürrehilfe bekommen, bekommen sie auch nicht.
Stattdessen bekommen die wirtschaftlich gesunden Betriebe die Dürrehilfe um einen kleinen Teil der Einnahmenausfälle zu kompensieren das diese Betriebe nicht auch in eine Insolvenz abrutschen.

Und um diesen Nachweis zu erbringen muss man eben in der Vergangenheit den Papierkrieg pinibel geführt haben.
Gerade die Süd(west)deutschen "kleinbäuerlichen" Betriebe haben aber meist keine Zeit die Buchhaltung so genau zu führen.
Größere Betriebe wo die Verwaltung und Buchhaltung eine eigene Abteilung ist haben es da leichter.
strega hat geschrieben:für die ziemlich- oder Komplett-Winzer, die aufgrund des heftig regenreichen Jahres hier echte Probleme mit ihrem Weinberg haben gibts meines Wissens auch keinen Schadensersatz aus öffentlichen Töpfen....?
Naja, EU-Fördergelder gibts ja für fast alles.... vielleicht geht da ja dann echt sogar was, wenn der Klimawandel so anhält,
ist doch schön, wenn ja,
solangs deutsche Steuerzahler berappen :mrgreen:
Sardinen ist nicht Deutschland
und das Geld kommt nicht von der EU sondern nur aus Deutschland.

Hat es denn in ganz Italien eine Missernte beim Wein gegeben?

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Do 18. Okt 2018, 15:04
von Wildmohn
Oelkanne hat geschrieben: Sardinen ist nicht Deutschland
Stimmt, wäre ja gelacht, so`n ollen Fisch mit unserem schönen Deutschland zu vergleichen ;)

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Do 18. Okt 2018, 15:55
von Rohana
Wer den Schaden hat braucht für den Spott nicht zu sorgen, so ist es doch überall. :dreh:

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Do 18. Okt 2018, 20:47
von strega
ob jetzt im Valle d`Aosta oder im Trentino es ähnlich schwierig war mit dem Weinbau dieses Jahr fehlen mir die Belege und Infos, weiss ich nicht....
aber ist wahrscheinlich unerheblich, das Wetter ist ja in Gesamtdeutschland auch eher nicht überall komplett dasselbe immer und überall....

wollt nur sagen dass es in DE mal wieder luxuriös ohne Ende zugeht im Vergleich zur restlichen Welt....
aber das wissen die dort Ansässigen nicht und viele meinen wohl eher,
sie hätten einen Anspruch auf Ausgleichszahlungen, die einfach so einmalig sind auf der Welt....?

nur, wie machen das andere, denen es die Ernte vertrocknet oder verschifft?
Die können nicht einfach nach Mama schreien... die kümmern sich halt selbst irgendwie. Klingt irgendwie erwachsener für mich....

Naja egal, dass Deutsche auf hohem Niveau jammern können und es auch gerne tun ist in mancher Hinsicht international bekannt.
Macht die Landwirtschaft keine Ausnahme dabei.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Do 18. Okt 2018, 21:18
von Benutzer 6122 gelöscht
Na, dann müssen die Sarden halt mal deutschen Wein trinken. ;) So wie es ausschaut haben ja die deutschen Winzer dieses Jahr ein Super-Weinjahr gehabt.

Und wir importieren dann das Gemüse aus Italien, was bei uns verdörrt ist.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Do 18. Okt 2018, 21:25
von Benutzer 4754 gelöscht
strega hat geschrieben:ob jetzt im Valle d`Aosta oder im Trentino es ähnlich schwierig war mit dem Weinbau dieses Jahr fehlen mir die Belege und Infos, weiss ich nicht....
aber ist wahrscheinlich unerheblich, das Wetter ist ja in Gesamtdeutschland auch eher nicht überall komplett dasselbe immer und überall....
Nein, es war nicht überall gleich, hatte aber überall eins gemeinsam:
im Schnitt fehlt überall ⅓ bis die Hälfte an Regen, dazu deutlich zu warm.
Das Verursacht Ernteausfälle zwischen 15% und nahe 100%.
Geld gibt es erst ab einem Ausfall von 30% und mehr.
wollt nur sagen dass es in DE mal wieder luxuriös ohne Ende zugeht im Vergleich zur restlichen Welt....
aber das wissen die dort Ansässigen nicht und viele meinen wohl eher,
sie hätten einen Anspruch auf Ausgleichszahlungen, die einfach so einmalig sind auf der Welt....?
Da kommt wohl der pure Neid hoch...
Die italienische und Deutsche Landwirtschaft sind nur schwer zu vergleichen. Aber das Produktionsniveau liegt, auch standortbedingt, in Italien im Schnitt weit unter dem hiesigen Nievau.
nur, wie machen das andere, denen es die Ernte vertrocknet oder verschifft?
Die können nicht einfach nach Mama schreien... die kümmern sich halt selbst irgendwie. Klingt irgendwie erwachsener für mich....
Na schon wieder neidisch wenn man die anderen denunzieren muss?
was die anderen machen?
die gehen pleite, fertig.
Dann kommt der Nachbar und kauft den Pleitegeier günstig auf,
da wirkt so eine Dürre wie ein Turbo für den Strukturwandel.
Naja egal, dass Deutsche auf hohem Niveau jammern können und es auch gerne tun ist in mancher Hinsicht international bekannt.
Macht die Landwirtschaft keine Ausnahme dabei.
Oh sieh an, Neidbekundung N° 3 :haha:

Im Übrigen:
den größten Batzen EU-Geld bekommen die Franzosen,
auf Platz zwei kommt Spanien, die Bronzemedaille geht an uns deutsche und schon auf Platz Vier kommt Italien.