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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Do 30. Aug 2018, 07:28
von marceb
https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/ ... 56348.html
Gegen das Bienensterben: Wildblumen statt Mais
Schleswig-Holstein Magazin - 29.08.2018 19:30 Uhr
In zwei Jahren läuft das Programm "Vertragsnaturschutz - Wildblumen statt Mais" aus. 2.000 Landwirte nehmen daran teil. Ulf Wilke ist einer von ihnen. Er hofft, dass es weitergeht.
Die Landwirte bekommen 750 € pro Hektar mehr als sie für Mais bekommen.
Da ist die Förderung doch mal in die richtige Richtung gegangen.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Do 30. Aug 2018, 07:50
von Rohana
Falls es hier noch nicht drin war: https://www.stuttgarter-zeitung.de/inha ... bef2d.html
Landwirtschaft anscheinend doch nicht (hauptsächlich) "schuld"... :kaffee:

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Do 30. Aug 2018, 08:01
von centauri
Sagt ja auch keiner das die Landwirtschaft an allem schuld ist. Es müsste sich nur einiges ändern, auch die Landwirtschaft. :kaffee:

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Do 30. Aug 2018, 08:03
von Rohana
centauri hat geschrieben:Sagt ja auch keiner das die Landwirtschaft an allem schuld ist.
:haha: der war gut!

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Do 30. Aug 2018, 08:15
von centauri
Was ist daran gut? :hmm:

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Do 30. Aug 2018, 13:03
von emil17
Rohana hat geschrieben:Falls es hier noch nicht drin war: https://www.stuttgarter-zeitung.de/inha ... bef2d.html
Landwirtschaft anscheinend doch nicht (hauptsächlich) "schuld"... :kaffee:
Bitte beachten: es geht im Link um Phosphat in Fliessgewässern.
Bei Nitrat im Grundwasser sieht die Sache sehr anders aus.

Zudem erwähnt der Artikel bei der Herkunft der Phosphate zwar
Phosphor und Phosphate werden als Dünger eingesetzt, aber auch zur Konservierung in Lebensmitteln.
aber nicht, dass Phosphate in Waschmitteln und Waschhilfsmitteln für Wäsche und Geschirr als Weichmacher und Kalkentferner häufig enthalten sind. Die ach so böse EU-Bürokratie schränkt die Verwendung zu diesem Zweck allerdings stark ein.

Entsprechend sollte man das "Landwirtschaft anscheinend doch nicht (hauptsächlich) schuld" lesen. Das war sie in diesem Bereich (Phosphatlast von Fliessgewässern) eigentlich nie, denn Phosphat wird in Böden rasch immobil.

Mir geht es nicht übrigens nicht um die Schuldfrage, sondern um Abhilfe nach dem Verursacherprinzip. Und die kann nur funktionieren, wenn man die Verursacher kennt.

Wie man Tatsachen darstellen kann, hat jüngst die Schweizer Chemiefirma Lonza gezeigt. Es kam aus, dass viele Böden stark mit Quecksilber verunreinigt war, das in der Acetaldehydfabrikation als Katalysator eingesetzt wurde. Das mit Quecksilber belastete Prozesswasser wurde vom Werk in einen Kanal abgelassen, weil man Quecksilber zwar relativ einfach zurückgewinnen kann, aber sich das finanziell nicht lohnt und sowas wie Schwermetalle in den 50er und 60er Jahren schlicht keinen interessiert hat (siehe Minamata-Krankheit).
Der Schlamm von diesem Kanal ist schon immer von den Bauern als Dünger verwendet worden. Die Firma behauptete nun in den ersten Pressemitteilungen nach Aufkommen der Sache, die Bauern seien selber schuld an der Kontamination ihrer Felder, weil sie ja selbst den Schlamm auf die Felder gebracht hätten.
Die Sache ist verjährt. Die Firma beteiligt sich aus Kulanzgründen trotzdem an den Kosten.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Do 30. Aug 2018, 14:37
von Rohana
Sehr kreativ, die gute Firma. Kulanz. Verstehe.

Emil, der Artikel oben weist vor allem darauf hin dass es Sinn macht mal nachzuschauen und nachzumessen um tatsächliche Verursacher herauszufinden. Mit Modellrechnungen ist es halt nicht unbedingt getan.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Fr 31. Aug 2018, 06:13
von hobbygaertnerin
Ich hab diese Woche mit unserem Enkel ein Bauernmuseum besichtigt.
Er konnte sich gar nicht vorstellen, dass die Menschen früher so arm leben mussten.
Dass man damals nicht einfach ins Geschäft gehen konnte und sich alles zu kaufen, wonach einem gerade ist?
Ein einziger Raum im Haus geheizt und der Speiseplan nicht besonders üppig war.
Und wie schwer körperlich die Menschen früherer Zeit arbeiten mussten.
Selbst die Gärten waren nur für die Selbstversorgung, die paar Blumen mussten auch für die Bienen als Nahrung herhalten.
Wasser vom Brunnen zu holen, kein elektrischer Strom für Licht, anstatt Kienspan und Funzeln. Die kleinen Fenster, die dunklen Räume- muss im Winter besonders trüb gewesen sein. Die Hühnersteigen unter der Eckbank in der Wohnstube- irgendwie auch praktisch.
Eigentlich schimpfen wir heute von einem hohen Niveau heraus.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Mi 5. Sep 2018, 14:56
von Manfred
"In Rumänien schwimmen Schweinepest-Kadaver in der Donau"

https://www.topagrar.com/news/Schwein-N ... 60200.html

Dann hat die Schiffahrt den Virus vermutlich schon überall in der schiffbaren Donau verteilt...

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Mi 5. Sep 2018, 17:53
von Benutzer 72 gelöscht
hobbygaertnerin hat geschrieben:Ich hab diese Woche mit unserem Enkel ein Bauernmuseum besichtigt.
Er konnte sich gar nicht vorstellen, dass die Menschen früher so arm leben mussten.
hm, meine Kinder werden da immer neidisch, weil alles so schön spannend wirkt - Abenteuer eben.
Wir leben ja am Wochenende/in den Ferien in ähnlichen Verhältnissen, fast ... na ja - eben freiwillig.
Die Freunde, die mitkommen sind auch immer ganz begeistert vom Feuer machen und Bäume fällen. Nur das Plumpsklo verweigern manche. (Die Gäste werden sowieso in den Supermarkt geführt).

In er Schule haben sie mal gepflügt. Ein Kind spielte den Bauern, das andere das Pferd......
hobbygaertnerin hat geschrieben:Dass man damals nicht einfach ins Geschäft gehen konnte und sich alles zu kaufen, wonach einem gerade ist?
Das allerdings haben sie im Bauernmuseum nicht sehen können. So lebten früher alle Menschen oder "nur" die Bauern?