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Re: Kartoffelknödel
Verfasst: So 21. Dez 2014, 21:16
von Olaf
So. Versprochen ist versprochen.
Sie sehen bei weitem nicht so toll aus wie die von si001.
Nach wie vor:
Mein Sohn sagt sogar: "Neid ist die höchste Form der Anerkennung."
Ich hab aus der Teigmenge nur 9 gemacht.

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Ich glaub, ich muss eine feinere Reibe auswählen.

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Aber , geschmacklich sehr in Ordnung.
Jedenfalls lehne ich mich jetzt so weit aus dem Fenster, dass es am 26. eigene Gans mit selbstgemachten Klößen und vermutlich auch selbstgemachtem Grünkohl gibt.
Also selbstgemacht wird der Grünkohl sowieso sein, nur mit unserer eigenen Ernte sind wir etwas unzufrieden, da frag ich aber im passenden Thread nach...
LG
OLaf
Re: Kartoffelknödel
Verfasst: Mo 22. Dez 2014, 00:24
von unkrautaufesserin
Ja, feine Reibe ist sehr wichtig für gute Klöße.
Ich nehme die, wo diese scharfen Spitzen so hochstehen... aua... lohnt sich aber.
Und Deine Klöße haben ein bißchen sehr aufgekocht. Wenn sie hochschwimmen, gleich runterdrehen und ohne Kochen ziehen lassen!
Liebe Grüße, M.
Re: Kartoffelknödel
Verfasst: Mo 22. Dez 2014, 00:33
von Zacharias
Was heißt
haben ein bißchen sehr aufgekocht
dass die Reibfäden so rausstehen? Sieht bei mir nämlich auch so aus. Die andere Reibe werde ich mal testen.
Ich muss mich aber schämen. Bei mir gibt es dieses Jahr noch keine selbstgemachten Klöße zu Weihnachten. Es gibt nur eine Sorte Klöße, die ich fertig mag - nicht immer zu kriegen, aber in diesem Jahr. Damit habe ich mich eingedeckt und übe noch ein bisschen am perfekten Kloß.
Re: Kartoffelknödel
Verfasst: Mo 22. Dez 2014, 07:38
von Olaf
Moin,
ne, aufgekocht haben die nicht, bzw nur ganz ganz kurz, da pass ich auf.
Aber vor der Reibe mit den rausstehenden Spitzen hab ich mich gedrückt, hab die nächstgröbere genommen.
Da kriegt man vielleicht auch noch etwas mehr Flüssigkeit rausgespresst.
Und vielleicht war die Maisstärke ja tatsächlich nicht ganz optimal, am 26. hab ich dann Kartoffelstärke, aber jetzt jedenfalls trau ich mich wohl...
Was meinen die in dem Rezept eigentlich mit Kartoffelpresse, um die Pellkatroffeln zu zerdrücken?
Ich hab das mit nem Stampfer gemacht. Was ich als "Kloßpresse" bezeichne, würde taugen, um die Flüssigkeit abzupressen, ist mir aber zuviel Sauerei für das bisschen. Um Pellkartoffeln zu zermatschen taugt die definitiv nicht.
LG
Olaf
Re: Kartoffelknödel
Verfasst: Mo 22. Dez 2014, 08:40
von Griseldis
Kartoffelpresse:
https://www.google.de/search?q=kartoffe ... CAYQ_AUoAQ
für heiße, gekochte Kartoffeln.
Kalte, gekochte Kartoffeln für Klöße reibt man mit dem Reibeisen mit den Spitzen, von dem ich froh bin, das für rohe Kartoffeln nicht mehr benutzen zu müssen, weil die Küchenmaschine das schneller kann.
Re: Kartoffelknödel
Verfasst: Mo 22. Dez 2014, 08:48
von Olaf
ach son Ding, wieder was gelernt.
Danke!
Re: Kartoffelknödel
Verfasst: Mo 22. Dez 2014, 09:00
von si001
Olaf

Ist doch was geworden! Ich denke, das ganze Geheimnis ist das Ei im Teig. Das hatte ich bei meinen letzten halb und halb-Versuchen nicht drin, und dann gabs "Suppe".
Die Klöße habe ich in gerade so kochendes Wasser getan und sofort den Herd runtergeschaltet. Die Wassertemperatur lag die ganze Garzeit so knapp unter 90°C. (Ich hatte ein Auge drauf!

) Ach ja - die Diskussion war ja auch mal - ich hatte nen Deckel auf dem Topf.
Re: Kartoffelknödel
Verfasst: Mo 22. Dez 2014, 09:38
von Olaf
Naja, schön ist anders, aber es war ok.
Also mein Teig war immer noch etwas "wässrig", also zu weich, obwohl ich gepresst habe, bis das Käsetuch knackte. Vielleicht doch wegen der falschen Stärke.
Deswegen ist da so viel "weggekocht". Also ich koche die auch nicht, "das Wasser darf nur walmen", so hat meine Oma das genannt. Allerdings kurz einmal aufkochen, meinte sie. (Das waren Fertigklöße, meine Oma war keine sensationelle Köchin), und das Aufkochen sollte ich mir dann vermutlich auch schenken, der Erfolg gibt DIR schließlich recht.
Von den Kartoffeln war ich wider erwarten recht angetan, es hat sich auch sehr viel Stärke abgesetzt, da willl ich mir noch die Sorte merken, paar liegen noch rum. Irgendwie, da hatte ich schon mal geschaut, sind mehligkochende hier kaum zu bekommen.
Re: Kartoffelknödel
Verfasst: Mo 22. Dez 2014, 10:09
von Minze
Olaf hat geschrieben:Also grad an Zitronensäure kann ich nichts künstliches entdecken.
Was denkst Du, was Zitronensäure ist? Daß sie was mit Zitronen zu tun hat? Leider nicht, es ist ein rein chemisches Produkt, das mit Hilfe von gentechnisch veränderten Microorganismen hergestellt wird.
Aber es ist ja auch egal, soll jeder seine Knödel machen wie er will, Hauptsache es schmeckt und sieht gut aus, damit das Auge mitessen kann

, ich zucke nur immer zusammen, wenn Chemie in gute, selbstgemachte Sachen soll und das so gar nicht nötig ist.
Ich behaupte mal ganz frech, daß Bayern innerhalb Deutschlands das Knödelland Nr. 1 ist, was die Vielfalt der Knödelrezepte und die Häufigkeit des Knödelverzehrs angeht, deshalb traue ich mich auch mitzureden.
Hier noch was zu den Reiben:

- k-DSC00585.JPG (18.38 KiB) 2620 mal betrachtet
Die linke Reibe ist für gekochte, die rechte für rohe Kartoffeln.
Die für die gekochten Kartoffeln hat gegenüber den Kartoffelpressen den Vorteil, daß man mit ihr die gekochten Kartoffeln schön fluffig reiben kann und keine Matsche bekommt. Die für die rohen Kartoffeln ist nicht so gefährlich wie die Reibe mit den Spitzen, man reibt sich nicht so schnell die Finger mit in die Knödel und die Reiberei geht auch schneller von der Hand.
Re: Kartoffelknödel
Verfasst: Mo 22. Dez 2014, 11:08
von Olaf
Ich dachte, da drückt einer in Südafrika oder der Türkei Zitronen aus.
Ne, ganz so einfältig bin ich denn doch nicht. Aber vielleicht hab ich mich auch dämlich ausgedrückt:
Mit "nicht künstlich" meinte ich nicht die synthetische Herstellung, sondern dass es eine normale, in der Natur vorkommende Substanz ist, die schon von je her in der Küche benutzt wird. Was man ja nun wahrlich nicht von allem behaupten kann, was sich so manchem Essen findet.
In Europa, dieses Weisheit hab ich mir aber eben erst angelesen, ist die Herstellung mit
genmanipulierten MOs verboten.
Für mich ists aber ne überschaubare chemische Verbindung, bin da nicht so, ob die nun von ner Zitrone produziert wird oder von paar Pilzen.
Die Herstellung von Backhefe z.B. ist viel ekliger

Aber Du hast natürlich recht, muss man nicht ranmachen, schmecken tuts auch so.
LG
Olaf