Seite 16 von 70
Re: Schnecken verwüsten fast alles
Verfasst: Di 16. Jul 2013, 10:50
von Thomas/V.
Hat das schonmal wer nachgewogen?
Gewogen nicht, aber letztes Jahr habe ich mal gezählt. Da kamen beim Absammeln an einem Abend auf den m2 ca. 10 Schnecken (Kartoffeln).
Nach 3 Tagen abendlichem Absammeln war dann der Großteil des Gemüsegartens schneckenfrei.
Vor ein paar Jahren hab ich ein paar Weinbergschnecken ausgesetzt, die sich auch schon vermehrt haben. Die sollen angeblich Eier der NAcktschnecken fressen.
Mal sehen, wie sich das weiter entwickelt.
Dieses Jahr ist es mit den Nacktschnecken nicht so schlimm wie die letzten Jahre, im Anfang Juni hab ich 2x abgesammelt, seitdem nur noch vereinzelte gesehen, nun wegen der Trockenheit gar keine mehr.
Re: Schnecken verwüsten fast alles
Verfasst: Di 16. Jul 2013, 11:35
von Oli
LJB hat geschrieben:Wir sind etwas traurig. Die Schnecken waren nur eins der Probleme, sie haben sogar ein Teil der Kartoffelpflanzen vernichtet.
Dann kamen die Blattläuse....Kräuter und Gewürze wurden unbrauchbar
Dann kamen die Maulwurfsgrillen....sie versenkten unsere Pflanzen
jetzt sinds die Wühlmäuse.....die die letzte Reste aufräumen
und die Tomatenminiermotten....bohren löcher in unsere sonst so üppige Tomaten
Außer Zuchinis können wir nichts aus dem Garten ernten und die Zuchinis sind jetzt durch die Wühlmäuse erledigt.
Lediglich einige Pflanzen in plastik Gefäße bringen einem Ertrag aber sogar da wird das Rotkraut von Schnecken erledigt.
Es ist manchmal zum weinen.
Zum Glück hatten wir heuer viel Kirschen, die Zwetschgen schauen gar nicht so schlecht aus und Äpfel werden wir in überfluß haben. Auch die Hühner gedeihen ziemlich gut.
Es ist zum Heulen, ich fühle mit Dir. Wir haben dieses Jahr ja auch eine richtiggehende Invasion und wissen nicht, woher dieses Ungleichgewicht kommt.
Vom 10 Zucchinipflanzen lebt und trägt 1.
Von 10 Hokkaido-Kürbispflanzen lebt und trägt 1. Kann sich aber schnell ändern, andere trugen auch schon und waren über Nacht hin.
Basilikum in Töpfen komplett vernichtet. Blumenkohl komplett vernichtet. Naja, ich schrieb es ja schon mal hier.
Hast Du Hühner oder Enten? Uns trösten solche Bilder. Ich nannte den Artikel dazu "
Die Rache der Enternteten"
hunsbuckler hat geschrieben:
Eines Morgens sammelte ich einen Eimer voll Schnecken und frug mich, wieviel Kilo Biomasse die wohl heuer auf 100qm Garten erbringen.
Hat das schonmal wer nachgewogen?
Auch nicht nachgewogen, aber der Gedankengang kam fast wortgleich aus dem Mund meiner besseren Hälfte: !!!Was DIE an Biomasse wegfressen!!!
Als es noch feucht war haben wir morgens und abends gesammelt. Ich vermute, dass es pro Person, Eimer und Durchgang 1 Pfund war. Gewaltig. Und wir hätten durchaus auch noch weitersammeln können. Ich frage mich, wie dieses Ungleichgewicht im Garten zustande kommt. Kann es wirklich nur daran liegen, dass die hier eingewandert sind und angeblich normale Fressfeinde von Schnecken die verschmähen?
Re: Schnecken verwüsten fast alles
Verfasst: Di 16. Jul 2013, 11:45
von Olaf
Also Weinbergschnecken wiegen ca. 35 Gramm. Für 24 Stück braucht man höchsten 5 min. zum Sammeln hier.
(Wir rechnen im küchenfreundlichen Dutzend.) Das ist dann knapp ein kg. Das und noch viel mehr müssen die irgendwo gefressen haben.
Das mit dem Gelege wegfressen, da teilen sich die Geister, ich glaub nicht dran. Aber Grünzeug können die genauso schnell verdrücken, dieses Jahr ist mir auch echt der Spass im Garten vergangen.
LG
Olaf
Re: Schnecken verwüsten fast alles
Verfasst: Di 16. Jul 2013, 11:49
von Thomas/V.
erstaunlicherweise habe ich an den Nutzpflanzen noch nie Weinbergschnecken gesehen
ich finde sie entweder in ner Brennesselecke neben dem GH (schön schattig und feucht), meistens Jungtiere
oder unter ner Tanne im Gras, (da habe ich sie ausgesetzt) und eine war zwischen 3 NAcktschnecken auf nem mit Grasschnitt gemulchtem Beet
Re: Schnecken verwüsten fast alles
Verfasst: Di 16. Jul 2013, 12:02
von Olaf
War auch nie ne Bedrohung bislang, anfangs hab ich mich sogar gefreut, und ich geb Dir recht, mehr findet man davon anderswo, in den verwilderten Ecken.
Aber dieses Jahr sind sie überall und beissen auch schon recht kräftige Pflanzen komplett ab, Gurke, 50 cm hoch.
Ich hab vor so paar Wochen 3 Reihen Pflücksalat nachgesät, ist prima aufgegangen. 2 Reihen, die zum Unkraut hin stehen sind inzwischen fast komplett verschwunden. Ich weiss natürlich nicht wirklich, wers war....
Aber irgendwie hab ich keine Lust mehr.
Re: Schnecken verwüsten fast alles
Verfasst: Di 16. Jul 2013, 12:34
von hobbygaertnerin
Mein volles Mitgefühl, solche Mengen hatte ich auch mal und mir ist damals der Spass am Gemüsegarten fast vergangen.
Blöde Frage, Steinmehl streut ihr das in eurem Garten?
Ich weiß ja nicht, ob es stimmt, zumindest hab ich es in einem Vortrag gehört, dass die Schnecken die Gesundheitspolizei im Garten wären.
Was mir auffällt, wenn ich mir gekaufte Gemüsepflanzen in den Garten pflanze, gehen die Schnecken eher darauf als auf die mit selbstgemischter Erde und aus eigener Anzucht.
Ich sääe fast alles im Gewächshaustisch und erst pikiert kommt es ins Gartenbeet, zarte Salatpflänzchen, gerade aus der Erde scheinen ein wahrer Leckerbissen für diese Viechers zu sein.
Eigentlich mag ich kein Schneckenkorn, aber inzwischen streue ich um gekaufte Pflanzen ein paar Körner, manchmal geht's nur Auge um Auge, Zahn um Zahn.
Lasst euch den Spass am Garten nicht von so ein paar schleimigen Kriechviechern nehmen- das Paradies kommt leider erst danach.

Re: Schnecken verwüsten fast alles
Verfasst: Di 16. Jul 2013, 12:46
von Olaf
Also dieses Jahr, nachdem zu anfang meine vorgezogenen Bohnen zu 70% gekillt wurden hab ich da auch einmal welches gestreut, was noch aus Urzeiten rumstand. Und jetzt erträgliche Bohnen.
Aber grad eben mit Salaten hab ich mich dieses Jahr sowas von angesch...., vielleicht kauf ich ja doch noch welches nach.
Ja, jetzt wo Du es schreibst: Die Direktsaat von Salat ist bis aufs GW-Haus komplett in die Hose gegangen. Paar hatt ich gekauft und paar im GH vorgezogen, das sind die einzigen, die ich diesjahr hinbekommen habe.
Re: Schnecken verwüsten fast alles
Verfasst: Di 16. Jul 2013, 12:47
von Margit
Thomas/V. hat geschrieben:erstaunlicherweise habe ich an den Nutzpflanzen noch nie Weinbergschnecken gesehen
Das war bei uns auch so. Bis zu diesem Jahr. Die Weinbergschnecken haben sich so extrem vermehrt in unserem Garten (bisher habe ich mich über jede gefreut), dass ich jetzt oftmals einen Schwung umsiedle in die Au. Töten mag ich die nicht. Konnte heuer beobachten, wie sie sich an großen Tomantenpflanzen und Paprikapflanzen gütlich getan haben. Bis nix mehr da war. Ich wollte es erst gar nicht glauben, aber das waren "meine" friedlichen, geliebten Weinbergschnecken, die da ratzfatz alles kahlfraßen.
Mit den Nacktschnecken habe ich dieses Jahr kein so großes Problem. Die fressen nur über Nacht alle gekauften und gepflanzten Salatsetzlinge weg. Die selbstgesäten lasssen sie weitgehend in Ruhe.
Ich frag mich ja, ob der Rückgang der Nacktschnecken mit der übergroßen Wekinbergschneckenpopulation zusammenhängen kann?
LG, Margit
Re: Schnecken verwüsten fast alles
Verfasst: Di 16. Jul 2013, 12:49
von Olaf
Ich frag mich ja, ob der Rückgang der Nacktschnecken mit der übergroßen Wekinbergschneckenpopulation zusammenhängen kann?
Ich werd den Gedanken auch nicht los....das spräche ja doch für die Theorie, dass die Gelege räubern.
Und das andere, genau wie Du es beschreibst, die gehen schamlos auch an große Pflanzen...
Re: Schnecken verwüsten fast alles
Verfasst: Di 16. Jul 2013, 14:55
von Benutzer 72 gelöscht
Bei uns draußen gibt es wenig Weinbergschnecken, aber heuer trotzdem eindeutig viel weniger nackte!
muss (auch noch??) andere Gründe haben....
Was mich so wundert, wieso fressen die Nacktschnecken eine neu gesetzte Pflanze erstmal ratzeputz weg, wenn sie aber wieder austreibt, wird sie großteils verschont??
Das geht bei uns mit fast allen Pflanzen so - aktuelles Beispiel: die Süßdolde.
Meine "alte" wächst unbehelligt, die neue daneben haben die Schnecken bis auf den Stumpf verputzt. Vor zwei Jahren war das so mit dem Sonnenauge (eine große Blütenstaude). Seit die sich akklimatisiert (??) haben, wachsen sie jedes Frühjahr neu - ganz ohne Schutz - und blühen immer mehr.
Von den Einjährigen schaffen es bei mir ohne Schutz fast nur die, die sich selber aussähen.
Warum?
