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Re: Glyphosat-Diskussion
Verfasst: Do 11. Jan 2018, 19:41
von centauri
Mein Vorteil ist eben das ich ja sehr viele hier persönlich kenne und muss keine Ferndiagnosen machen.

Re: Glyphosat-Diskussion
Verfasst: Do 11. Jan 2018, 19:49
von Benutzer 72 gelöscht
Ghörat* der Faden nicht wirklich in die Relative Realität?
* Konjunktiv von "gehört", kann es nicht auf Hochdeutsch sagen ....
Re: Glyphosat-Diskussion
Verfasst: Do 11. Jan 2018, 20:35
von Wildmohn
Alles außer Rand und Band, um es mal ganz unromantisch zu sagen.
In diesem Thread geht es doch, wenn ich mich recht erinnere, um ein Herbizid namens Glyphosat. Dieses Pflanzengift wird von Agrochemiekonzernen produziert, um eine "bodenschonende" Bearbeitung der Ackerfläche zu ermöglichen. Gift draufgespritzt, alles tot und dann neu Aussähen. Der Boden muss fast nicht gepflügt werden, was einen verminderten Verbrauch von Dieselkraftstoff zur Folge hat. Minimaler Einsatz, maximaler Gewinn, so das Kredo der Hersteller.
Leider ist es so, dass der Gifteinsatz gewisse Nebenwirkungen hat. Diese Nebenwirkungen, sollen, so berichten bestimmte Quellen, nicht unerheblich sein, weshalb es Menschen gibt, die gewisse Zweifel in dieser Hinsicht haben und sich gegen den Einsatz von Glyphosat einsetzen.
Es ist auf Grund der Verkettung der Umstände so, dass es eine folgenschwere Verbindung zwischen Produzenten des Giftes und deren Anwender gibt, auch Landwirte genannt. Wo soll nun die Kritik ansetzen?
Beim Produzenten? Beim Landwirt?
Darf man, um nicht in den Verdacht des Bauern-Bashing zu geraten, diese Misstände erwähnen?
Das System ist krank und die konventionellen Bauern sind nun mal die letzten Vollstrecker in dieser Kette.
Da hilft kein Jammern und kein Klagen.
Re: Glyphosat-Diskussion
Verfasst: Do 11. Jan 2018, 20:52
von Pastinake
Hm, Wildmohn, Du vergisst da den Handel und die Endverbraucher in Deiner logischen Kette. Wer zwingt denn die Bauern zu rationellem Wirtschaften mit wenig Personal, immer größeren Flächen und viel Maschineneinsatz?
Re: Glyphosat-Diskussion
Verfasst: Do 11. Jan 2018, 21:57
von Wildmohn
Pastinake hat geschrieben:Hm, Wildmohn, Du vergisst da den Handel und die Endverbraucher in Deiner logischen Kette. Wer zwingt denn die Bauern zu rationellem Wirtschaften mit wenig Personal, immer größeren Flächen und viel Maschineneinsatz?
Ich sagte doch, dass das System krank ist... muss ich es noch extra erläutern?
Re: Glyphosat-Diskussion
Verfasst: Do 11. Jan 2018, 21:59
von Rohana
Du könntest zumindest Handel und Endverbraucher mit in die Auswahl zum "Kritik ansetzen" aufnehmen, nicht nur Produzent und Bauern

Re: Glyphosat-Diskussion
Verfasst: Do 11. Jan 2018, 22:13
von Thomas/V.
Wer oder was bringt die "Verbraucher" dazu, aus "Allem" den letzten cent heraus zu holen?
Wozu ist "Geiz ist geil" gut? Wäre tatsächlicher Geiz (im Sinne von "so wenig wie möglich verbrauchen") nicht in Wahrheit wirklich "gut"?
Und dient "G.i.g." nicht in Wahrheit dazu,mehr zu verbrauchen? Weil ich ja, wenn ich beim Essen "spare", mir noch zusätzlich irgendwelchen anderen Scheiß kaufen kann.
Und wer hat etwas davon, wenn immer mehr verbraucht wird?
Wann wird endlich mal damit aufgehört, irgendwelche "kleinen Leute" (egal ob Landwirt oder Konsument) an zu pissen, gegen einander auf zu hetzen
und angefangen, das ganze System, das dahinter steckt, zu hinterfragen?
Habt ihr immer noch nicht begriffen, das hier grundsätzlich was völlig in die Irre läuft? Wollt ihr es nicht sehen, oder könnt ihr es nicht ertragen, genau hin zu sehen und zu erkennen, was da läuft und laßt Euren (durchaus verständlichen) Frust lieber weiter an dem nächstbesten Rädchen in der Megamaschine aus, die zu nichts anderem da ist, als Ressourcen in Geld zu verwandeln und dabei hinten nur kaputte Umwelt und kaputte Menschen aus zu scheißen?
HALLO; AUFWACHEN!!!
Re: Glyphosat-Diskussion
Verfasst: Do 11. Jan 2018, 22:56
von misfits
Re: Glyphosat-Diskussion
Verfasst: Fr 12. Jan 2018, 06:57
von bielefelder13
Sehe ich auch so. Klare Ansage. Sehr Gut.

Re: Glyphosat-Diskussion
Verfasst: Fr 12. Jan 2018, 07:33
von centauri
@Thomas/V
genau so ähnlich sehe ich das auch.
Aber grundsätzlich muss man erst mal bei sich selber anfangen um andere überzeugen zu können. Zumindest habe ich schon einige im privatem Bereich davon überzeugt kein Glypho zu verwenden. Meist einfach aus einem normalen Gespräch heraus. Nur mit ein paar Worten. Das Glyphosat im Verdacht steht blablabla.
Dann kommt noch der Zusatz das er ja Kinder bzw. Enkel hat und ob er das verantworten könne. Das wirkt meistens.
