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Re: Bienensterben
Verfasst: Mo 5. Jun 2017, 16:02
von Rohana
CHX hat geschrieben:Wozu so hohe Milchleistungen?
Warum weniger Milchleistung? Es wird nicht nach Leistung/Kuh gezahlt, sondern nach Milch-kg (Zuschlag/Abschlag für Inhaltsstoffe). Da muss jeder selbst die richtige Balance zwischen Menge und Inhaltsstoffen, Arbeit pro Kuhplatz und Flächenbedarf pro Kuh finden. Frag lieber: Was hab ich für Flächen, für Klima und für Preise - und was will ich tun? Viele Wege führen zur Milch.
Re: Bienensterben
Verfasst: Mo 5. Jun 2017, 16:57
von CHX
Rohana hat geschrieben:CHX hat geschrieben:Wozu so hohe Milchleistungen?
Warum weniger Milchleistung? Es wird nicht nach Leistung/Kuh gezahlt, sondern nach Milch-kg (Zuschlag/Abschlag für Inhaltsstoffe). Da muss jeder selbst die richtige Balance zwischen Menge und Inhaltsstoffen, Arbeit pro Kuhplatz und Flächenbedarf pro Kuh finden. Frag lieber: Was hab ich für Flächen, für Klima und für Preise - und was will ich tun? Viele Wege führen zur Milch.
Gute Fragen - nur: wird diese Balance wirklich gefunden? Oder wird (bei Wegfall von Quoten) auf Teufel komm raus produziert, in der Hoffnung, dass die Absatzmärkte und Warenpreise stabil bleiben bzw. sogar noch wachsen?
Re: Bienensterben
Verfasst: Mo 5. Jun 2017, 20:18
von Wildmohn
bienengarten hat geschrieben:Es ist nicht nur die " Glyphosatgeschichte " die den Bienen das Leben schwer macht.Auch die moderne Milchviehhaltung trägt viel dazu bei das die Bienen keine Nahrung mehr finden.Durch die Silagefütterung werden große Flächen gleichzeitig gemäht . Früher standen die Kühe auf der Weide heute sind es die Silageballen.Bauern die 300 Kühe halten aber nur für 150 Kühe die nötige Weidefläche haben mähen hier bis in den November hinein für Silage.
Teilweise wird bis auf den blanken Boden gemäht,die Wiesen werden so intensiv bewirtschaftet ,da bleibt den Bienen keine Chance auch nur eine Blüte zu finden.
"Störende " Hecken verschwinden hier im wahrsten Sinne des Wortes über Nacht ,Feldraine die eigentlich rechts und links der Wege 3 Meter breit sein sollen werden von Jahr zu Jahr schmaler, teilweise "verschwinden" ganze Feldwege.
Hier Bienenvölker innerhalb der Gemarkung aufzustellen ist so gut wie unmöglich ,bestenfalls am Rand oder innerhalb des Orts.
Es gibt halt Menschen in diesem Forum, die die intensive konventionelle Landwirtschaft bis aufs Blut verteidigen. Warum auch immer...
Re: Bienensterben
Verfasst: Mo 5. Jun 2017, 20:43
von Rohana
CHX hat geschrieben:Gute Fragen - nur: wird diese Balance wirklich gefunden? Oder wird (bei Wegfall von Quoten) auf Teufel komm raus produziert, in der Hoffnung, dass die Absatzmärkte und Warenpreise stabil bleiben bzw. sogar noch wachsen?
Wenn die Produktion so gar nicht an die Bedingungen angepasst ist funktionierts nicht auf Dauer. Bloss muss man sich auch für ein paar Jahre festlegen und kann nicht jedes Jahr neu entscheiden wie man wirtschaften will.
Re: Bienensterben
Verfasst: Mo 5. Jun 2017, 21:57
von bienengarten
Wildmohn hat geschrieben:bienengarten hat geschrieben:Es ist nicht nur die " Glyphosatgeschichte " die den Bienen das Leben schwer macht.Auch die moderne Milchviehhaltung trägt viel dazu bei das die Bienen keine Nahrung mehr finden.Durch die Silagefütterung werden große Flächen gleichzeitig gemäht . Früher standen die Kühe auf der Weide heute sind es die Silageballen.Bauern die 300 Kühe halten aber nur für 150 Kühe die nötige Weidefläche haben mähen hier bis in den November hinein für Silage.
Teilweise wird bis auf den blanken Boden gemäht,die Wiesen werden so intensiv bewirtschaftet ,da bleibt den Bienen keine Chance auch nur eine Blüte zu finden.
"Störende " Hecken verschwinden hier im wahrsten Sinne des Wortes über Nacht ,Feldraine die eigentlich rechts und links der Wege 3 Meter breit sein sollen werden von Jahr zu Jahr schmaler, teilweise "verschwinden" ganze Feldwege.
Hier Bienenvölker innerhalb der Gemarkung aufzustellen ist so gut wie unmöglich ,bestenfalls am Rand oder innerhalb des Orts.
Es gibt halt Menschen in diesem Forum, die die intensive konventionelle Landwirtschaft bis aufs Blut verteidigen. Warum auch immer...
Das scheint mir auch so.
Warum auch immer,entweder gehts um viel Geld /Profitgier oder das eingleisige Denken ist wirklich nicht aus den Köpfen zu bekommen.
Hier werden Loblieder auf die Chemie gesungen und teilweise meint man man unterhalte sich mit einem Manager eines Großunternehmens statt mit einem Landwirt.
Ich bleibe bei meiner Aussage - solange die Hälfte aller Nahrungsmittel im Müll landet ist Intensivlandwirtschaft absolut fehl am Platz.
Re: Bienensterben
Verfasst: Mo 5. Jun 2017, 22:57
von Benutzer 4754 gelöscht
teilweise meint man man unterhalte sich mit einem Manager eines Großunternehmens statt mit einem Landwirt.
Ein selbständiger Landwirt ist Unternehmer!
Ein Landwirtschaftlicherbetrieb (auch Bauernhof genannt

) ist wie jedes Unternehmen in der freien Wirtschaft gewinnorientiert (manch anderer sagt dazu auch profitgierig).
Re: Bienensterben
Verfasst: Di 6. Jun 2017, 06:07
von Benutzer 2354 gelöscht
ein Landwirt ist ein Unternehmer das ist soweit schon richtig.
Das die Landwirtschaft genau gleich mit einer Autofabrik sein darf bestreite ich . Auf dem Hof als lebendem Organismus geht es neben der Produktion auch um das Leben von Kuh und Salat. Diese Herausforderung hat die Autofabrik nicht.
Es gibt jetzt Wärmekisten die die Temperatur im Bienenstock aufheizt und die Milbe zum Absterben bringt . Funktioniert das ?
Re: Bienensterben
Verfasst: Di 6. Jun 2017, 06:27
von Zottelgeiss
Das Thema Wärme ist nicht neu:
http://www.immenfreunde.de/nestduft.html
...beschäftigt mich auch gerade...
Re: Bienensterben
Verfasst: Di 6. Jun 2017, 06:35
von bielefelder13
Finde ich auch interessant. Werd mich auch mal damit beschäftigen.

Re: Bienensterben
Verfasst: Di 6. Jun 2017, 07:07
von Gelöschter Benutzer 54
ihno hat geschrieben:
Es gibt jetzt Wärmekisten die die Temperatur im Bienenstock aufheizt und die Milbe zum Absterben bringt . Funktioniert das ?
ohne die wärmekisten zu kennen: das könnte überall da dem bien unterstützend bei der selbstverteidigung gegen die milben helfen, wo die temperaturen das ganze jahr über niedriger sind als im mittelmeerraum. an ein absterben der milben als direkte folge einer wärmekiste glaub ich nicht, die milben gibt es auch in heissen ländern - das dürfte eine zu vereinfachte schlussfolgerung sein, obschon das prinzip funktionieren könnte, es ist nur viel komplexer.